BVB - Werder: Drei Gründe, warum Borussia Dortmund wieder nicht gewinnen konnte

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Der BVB konnte gegen Werder Bremen erneut keinen Sieg einfahren. Foto: dpa

Auch gegen den SV Werder Bremen blieb der BVB sieglos. Drei Gründe, warum Borussia Dortmund wieder nicht gewinnen konnte.

Der BVB konnte vier der letzten fünf Pflichtspiele nicht gewinnen. Das sind die Gründe für die schwarzgelbe Mini-Krise.

  • Auch gegen den SV Werder Bremen blieb der BVB sieglos.
  • Dabei zeigtem sich einige bekannte Probleme bei den Schwarzgelben.
  • Drei Gründe, warum Borussia Dortmund aktuell hinter den Ansprüchen zurück bleibt.

"Wir müssen an vielen Details arbeiten. Die können den Unterschied ausmachen, das ist klar", hatte BVB-Trainer Lucien Favre (61) am Samstag (28. September) vor der Partie gegen Werder Bremen gesagt. Er sollte Recht behalten. Denn Borussia Dortmund zeigte beim 2:2-Unentschieden bekannte Schwächen. Daher wächst die Kritik bereits nach sechs Spieltagen.

BVB kassiert gegen Werder Bremen schon wieder einen Standard-Gegentreffer

Als die 56. Minute im Westfalenstadion anbrach, erlebten die BVB-Fans einen Moment, der merkwürdig vertraut wirkte. Ein Standard des Gegners stellte auf den Kopf, was zuvor ein überlegen geführtes Spiel seitens der Borussen war.

Der 2:2-Ausgleich durch Marco Friedl (21) bedeutete bereits den vierten Gegentreffer nach Standards für Borussia Dortmund in dieser Saison. Die Probleme in dieser Disziplin sind bekannt. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

Der BVB glänzt nur in den Highlight-Spielen

Trotz eines vermeintlich einfachen Auftaktprogrammes in der Bundesliga holte der BVB so wenige Punkte, wie seit fünf Jahren nicht. Nach der 1:3-Niederlage bei Union Berlin und dem Punktverlust beim 2:2 in Frankfurt gelang es Borussia Dortmund gegen Werder Bremen wieder nicht, einen auf dem Papier unterlegenen Gegner über 90 Minuten zu beherrschen.

Auch am Samstag war von Kapitän Marco Reus (30) wieder zu hören: "Wir haben zu wenig investiert, um den Platz als Sieger zu verlassen". Roman Bürki (28) monierte: "Wir spielen nicht wie Männer". Aussagen wie diese kommen den Fans des BVB bekannt vor.

Ganz anders bei den Highlights gegen den FC Barcelona (0:0) oder Bayer Leverkusen (4:0), als Borussia Dortmund gegen spielerisch starke Mannschaften zu glänzen wusste. Diese Tatsache kann durch die Frage nach der Mentalität erklärt werden. Sie ist aber auch dem System von Favre geschuldet, das gegen weniger physisch agierende Gegner besser funktioniert.

Unterschiedliche Auffassungen der Außendarstellung bei Borussia Dortmund

Die BVB-Bosse Hans-Joachim Watzke (60) und Michael Zorc (57) forcieren konsequent das Saisonziel Meisterschaft. Trainer Favre hingegen formulierte bereits vor einigen Wochen die Sorge, dass die Mannschaft diesen Ansprüchen noch nicht gerecht werden werden könne.

Dass Favre sich gemeinhin zufrieden mit den gezeigten Leistungen zeigt und auch gegen Bremen einen "insgesamt ziemlich guten" BVB sah, passt nicht zu den Ansprüchen, die die Führungsriege bei der Öffentlichkeit geschürt hat.

Borussia Dortmund konnte vier der letzten fünf Begegnungen nicht gewinnen. Mit jedem weiteren sieglosen Spiel wird der Druck auf Trainer und Mannschaft weiter steigen. Entsprechend wichtig wird es sein, zeitnah die derzeit vorherrschenden Probleme anzugehen.