Stimmen zum Spiel BVB - Werder Bremen - Bürki: "Wir spielen nicht wie Männer"

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BVB-Keeper Roman Bürki war nach dem Remis gegen Bremen nicht zufrieden mit der Einstellung des Teams. Foto: dpa

Gegen Werder Bremen kam der BVB wieder nicht über ein Remis hinaus. Stimmen zum Spiel: Das sagen Roman Bürki, Marco Reus, Lucien Favre und Nuri Sahin.

BVB-Keeper Roman Bürki (28) übte nach dem 2:2-Remis gegen Werder Bremen heftige Kritik an der Einstellung der Mannschaft. Die Stimmen zum Spiel.

  • Borussia Dortmund kommt gegen Werder Bremen nicht über ein 2:2 hinaus.
  • Wieder beschäftigten den BVB die Frage nach der Mentalität und die Probleme nach Standards.
  • Die Stimmen zum Spiel: Das sagten Roman Bürki, Lucien Favre, Marco Reus und Nuri Sahin.

BVB - Werder Bremen: Das sagen Bürki, Favre, Reus und Sahin

Nach dem enttäuschenden Remis in Frankfurt gibt der BVB, dem im Derby auf Schalke im Netz wenig zugetraut wird, schon wieder drei Punkte her. Gegen Werder Bremen reicht es nach einer 2:1-Führung erneut nur zu einem 2:2. Dabei offenbarte die Favre-Elf bekannte Schwächen . Roman Bürki, Marco Reus (30) und Lucien Favre (61) sprachen bei Sky über das Spiel und die Frage nach der Mentalität. Torschütze Mario Götze (27) stand, wie der umworbene Jadon Sancho, nicht für ein Interview bereit. Manuel Akanji hingegen untermauerte seine Formkrise.

Roman Bürki: "Wir spielen nicht wie Männer"

... über die Mentalität bei Borussia Dortmund: "Wir spielen nicht wie Männer. Bei Situationen, wo es wirklich darauf ankommt, zum Beispiel bei Standards, müssen wir das konsequenter machen. Der Killerinstinkt fehlt."

... Mängel beim Spiel gegen Bremen: "Ich würde mir von dem Einen oder Anderen wünschen, einen Ticken zuzulegen, was Aggressivität angeht. Beim Eckball bleiben zwei Spieler stehen und die Werder-Spieler laufen einfach weiter und machen dann das Tor."

... Ziele für die kommenden Partien: "Wir haben sehr wichtige Spiele in der CL und dann auswärts in Freiburg. Nicht viel Zeit zu erholen, aber die müssen wir jetzt nutzen, um schleunigst drei Punkte zu holen."

Dortmund-Trainer Lucien Favre über...

... Aussagen von Roman Bürki: "Ich weiß nicht, was er sagen wollte. Ich denke, wir haben ziemlich gut gespielt. Wir hatten ein paar Torchancen. Unsere Leistung war Ok."

... Kritikpunkte am BVB-Spiel gegen Werder Bremen: "Wir haben das Spiel nicht kontrolliert. Es war hin - zurück, hin - zurück. Wir haben zu viele Ballverluste gehabt. Wir spielen sehr offensiv. Aber manchmal müssen wir die Balance finden und den Ball halten. Aber wir haben insgesamt gut gespielt."

BVB-Kapitän Marco Reus über...

... die verlorenen Punkte: "Wir haben es heute nicht zuende gebracht. Haben das Spiel eigentlich gut unter Kontrolle gehabt. Beim Eckball kommt der Gegner vor mir dran. Nach dem dummen Standard-Gegentor hat uns die nötige Power gefehlt."

... die schwache zweite Hälfte des BVB: "In der zweiten Halbzeit war es zu wenig. Wir spielen auf unsere Süd und müssen konsequenter auf das dritte Tor gehen. Die zweite Halbzeit war von uns kein gutes Spiel."

... das System von Lucien Favre: "Dieses Spiel ist so facettenreich, da kann man nicht sagen: "Wir halten den Ball und bekommen dann nach zwei Minuten unsere Torchance." Natürlich müssen wir mutiger nach vorne spielen."

... das Saisonziel Deutsche Meisterschaft: "Ich mache mir sorgen, weil wir die Spiele nicht gewinnen. Es ist wichtig, den Anschluss nicht zu verlieren. Wir sind in der Schuld, die Spiele jetzt auf jeden Fall zu gewinnen. Aber wir werden die Ruhe bewahren."

BVB - Werder Bremen: Das sagt Nuri Sahin

... das heutige Spiel: "Die erste Halbzeit geht klar an die Borussia. Dortmund hat uns nach dem 1:1 hinten reingedrückt. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir es gut gemacht und ich denke, dass wir hier verdient einen Punkt mitnehmen."

... die Frage nach der BVB-Mentalität: "Ich kenne ja die Diskussion. Ich finde, dass der BVB eine herausragende Mannschaft hat und einen herausragenden Trainer. Ich bin mir sicher, dass Borussia Dortmund eine sehr gute Saison spielen wird."

Fest steht: Bereits nach sechs Spieltage n wächst die Kritik an Lucien Favre und dem BVB.