Kurz vor dem Rückflug nach Deutschland sprach BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) über die USA-Reise, den Kader des von Borussia Dortmund und die Stürmersuche.

  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) ist mit der USA-Reise zufrieden.
  • Für die neue Saison bleibt Watzke bei dem Ziel, Meister werden zu wollen.
  • Die Verpflichtung eines weiteren Stürmers ist unwahrscheinlich.

Nach rund einer Woche in den Vereinigten Staaten kehrte der BVB am Sonntag (21. Juli) nach Dortmund zurück. Noch am Chicago-Airport zog BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) sein Fazit zur USA-Tour.

BVB-Boss Watzke ist mit USA-Reise zufrieden

„Mein Fazit fällt absolut positiv aus“, wird Watzke bei den Ruhr Nachrichten zitiert. Sportlich habe ihm „vieles gut gefallen.“ In den Testspielen gegen die Seattle Sounders (3:1) und den FC Liverpool (3:2) gingen die Schwarzgelben jeweils als Sieger hervor.

Auch wenn Watzke, der in der Mentalitätsfrage auf Schalke 04 verweist, betont, dass man „die Ergebnisse natürlich einschätzen“ könne, sei „der Test gegen Liverpool mehr war als nur ein Freundschaftsspiel“ gewesen.

„Wenn ich sehe, wie Liverpool uns in den letzten 15 Minuten attackiert hat, dann habe ich nicht den Eindruck, dass das Ergebnis zweitrangig war“, erläutert der BVB-Geschäftsführer.

Im Vergleich zu den beiden USA-Reisen im Jahr 2018 war der Zuspruch diesmal deutlich größer. Die öffentlichen Trainingseinheiten in Seattle und South Bend verfolgten mehrere hundert Fans vor Ort.

Watzke beschwört „Primat des sportlichen Erfolgs“

„Man merkt schon, dass die schwarzgelbe Community in Amerika größer wird“, so Watzke. Es lohne sich auch aus finanzieller Sicht. Circa fünf Millionen Euro fließen in die Kassen des BVB.

Der BVB hätte seine US-Tour aber bewusst kurzgehalten, um vor dem Trainingslager in Bad Ragaz eine Woche zuhause arbeiten zu können. Laut Watzke gelte für die kommende Saison „ein ganz klares Primat des sportlichen Erfolgs“. Diesem werde „alles untergeordnet.“

Damit ist in 2019/20 nichts anderes als die Meisterschaft gemeint. „Ich habe gesagt, dass wir alles versuchen werden, um Meister zu werden. Dabei bleibt es“, gibt sich der BVB-Boss angriffslustig. Auch Axel Witsel hat den Titel als Saisonziel ausgerufen.

Kader von Borussia Dortmund soll verkleinert werden

Ein Schlüssel für den Erfolg ist dabei auch die richtige Struktur des BVB-Kaders. Auf der Zugangsseite habe Watzke bereits „ein gutes Gefühl“. Nach Ansicht des 60-Jährigen sei der „Kader ausgewogener ist als in der Vorsaison.“ Das gelte sowohl für die Defensive als auch die Offensive.

Mit mehr als 30 Spielern, von denen auch einer Mario Götze (27) ist, der aktuell sich mit einem möglichen Wechsel ins Ausland beschäftigt, besitzt der BVB derzeit ein sehr großes Aufgebot. Wie Watzke erklärte, soll der Kader in den nächsten Wochen noch verkleinert werden.

„Hinter den Kulissen laufen die Gespräche, Michael Zorc ist da sehr fleißig bei der Arbeit.“ Erste Kandidaten auf einen Abgang sind nach wie vor André Schürrle, Shinji Kagawa oder Sebastian Rode. Auch BVB-Offensivkraft Maximilian Philipp darf wechseln.

Stürmer-Verpflichtung eher unwahrscheinlich

Dass Dortmund bis zum Ende des Transferfensters einen Stürmer verpflichtet, erscheint nach Watzkes Aussagen äußerst unwahrscheinlich: „Ich habe das Gefühl, dass wir einen gelernten Mittelstürmer haben.“ Dennoch soll der BVB an José Macías interessiert sein.

Mit BVB-Angreifer Paco Alcácer habe man exakt so viele Angreifer wie der FC Bayern. Zudem gebe es auch noch „Mario Götze, Thorgan Hazard und Jacob Bruun Larsen, die diese Position spielen können.“ Dennoch scheint der BVB nach Schließung des Transferfensters an Erling Braut Haaland von RB Salzburg interessiert zu sein.

Eben jene Münchener sind erneut der größte Konkurrent, wenn es um den Gewinn der Meisterschaft geht. Von den aktuellen Schwierigkeiten bei der Suche nach Neuzugängen lässt sich Watzke nicht blenden. „Es ist egal, was die Bayern noch machen, weil sie jetzt schon eine Topmannschaft haben.“