Bild: David Inderlied/dpa

Hätte Bayern-Boss Uli Hoeneß (67) diese eine Aussage mal lieber nicht getätigt. Beim 1909 Talk der Kollegen der Ruhr Nachrichten brachte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (61) Fans und Journalisten mit einer Frotzelei zum Schmunzeln.

  • Watzke frotzelt gegen Uli Hoeneß, rudert aber schmunzelnd zurück.
  • Es geht um die Aktivitäten auf dem Transfermarkt im Sommer.
  • Beim BVB ist alles klar, der FC Bayern München sucht noch neue Spieler.

Watzke, der seinen Spielern Raphael Guerreiro (25) und Mario Götze (27) eine Frist gesetzt hat, äußerte sich beim 1909 Talk über die eigenen Aktivitäten auf dem Transfermarkt und im Zusammenhang dazu auf das gesetzte Ziel – Deutsche Meisterschaft – in der neuen Saison. Schon am Dienstag (13. August) äußerte er sich auf der Bilanzpressekonferenz zu den Zielen und nahm das Team in die Pflicht.

Watzke über die BVB-Ziele direkt nach Ablauf der Saison – jeder habe sich doch gewundert

Niemand habe nach Saisonende darüber diskutiert, warum der BVB nicht Meister geworden ist. Alle hatten sich gefragt, warum man so mutig die neuen Ziele formulieren würde.

Watzke erklärte sich: „Alle fragten sich, warum sind die so mutig. Ich hatte allerdings auch ein bisschen Herrschaftswissen. Weil ich natürlich auch schon wusste, dass wir einiges sicher hatten.“

Die Aussage von „Aki“ Watzke in Minute 19.45. Quelle: youtube.com Ruhr Nachrichten

Die Frotzelei lag vor allen Dingen im Zögern vor dem Ausdruck „sicher hatten“, die Anspielung des Moderators Sascha Klaverkamp von den Ruhr Nachrichten und Watzkes Lachen danach. Das habe damit nichts zu tun, so der BVB-Boss, der sich außerdem zur Zukunft von Jadon Sancho äußerte.

Uli Hoeneß` Satz aus dem Februar brennt in den Ohren

Im Februar haute Bayern-Boss Hoeneß einen Spruch raus, der ihm im ganzen Transfersommer vorgehalten wird. „Wenn sie wüssten, wen wir schon alles sicher haben für die neue Saison.“

Zwei Neuzugänge standen zu dem Zeitpunkt schon fest. Bei einem fehlte lediglich die offizielle Besätigung:

  • Lucas Hernández (23) – 80 Millionen Euro
  • Benjamin Pavard (23) – 35 Millionen Euro
  • Jann-Fiete Arp (19) – 3 Millionen Euro

Am Dienstag (13. August) meldeten die Bayern die offizielle Bestätigung von Ivan Perisic (30). Ein guter Transfer. Eigentlich. Doch da es vorab Diskussionen über Leroy Sané (23) oder Gareth Bale (29) gab und dann im Endeffekt „nur“ ein Perisic herauskam, schimmert der Hoeneß-Satz mehr den je durch die Gazetten.

Watzke und der BVB erleben einen einzigartigen Transfersommer

Watzke pflegt eigentlich ein gutes Verhältnis zur Bayern-Riege. Und so ist die Aussage auch keineswegs als Stichelei sondern eher als Frotzelei zu verstehen.

Dabei ist es verständlich, dass sich Borussia Dortmund aktuell mit einer breiten Brust präsentiert. Der Transfersommer verdient die Beschreibung „einzigartig“. Auch Mats Hummels (30), dessen Abgang Watzke nie wirklich verarbeite hat, kam zu Borussia Dortmund zurück. Zudem setzte der BVB im Supercup gegen die Bayern mit dem 2:0 ein erstes Ausrufezeichen.

Unabhängig vom BVB wartet Fußball-Europa aktuell auf den Stein, der ein Transferdomino in Gang setzen könnte. Denn der FC Bayern München soll an Philippe Coutinho (27) vom FC Barcelona interessiert sein.

Borussia Dortmund hat mit dem Transferdomino „Neymar“ nichts zu tun

Der konnte sich in Spanien nicht durchsetzen. Alles hängt an Neymar, der bei Paris Saint-Germain nicht mehr glücklich ist und zurück zum FC Barcelona will.

Watzke, BVB-Sportdirektor Zorc (56) und Lucien Favre (61), der gestärkt in die neue Saison gehen kann, können sich das Ganze in Ruhe ansehen. Bei Borussia Dortmund sind alle Planstellen besetzt. Man muss nicht mehr agieren.