Klarstellung erfolgt

DFB gibt plötzlich BVB-Benachteiligung zu

Der DFB gab in einer Klarstellung vier Schiedsrichter-Fehlentscheidungen zu. Betroffen war auch der BVB.

Dortmund – Am 5. Bundesliga-Spieltag wurde Borussia Dortmund beim 1:0 Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim ein Handelfmeter verwehrt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nachträglich die Fehlentscheidung des Schiedsrichter-Gespannes eingeräumt.

VereinBorussia Dortmund (BVB)
Gründung19. Dezember 1909
StadionSignal Iduna Park (81.365 Plätze)
TrainerEdin Terzic

BVB bekommt Elfmeter nicht: DFB gibt Schiedsrichter-Fehlentscheidung gegen Hoffenheim zu

Was war geschehen? Im Signal Iduna Park lief die 32. Minute, als Ozan Kabak eine Flanke von Marius Wolf im Strafraum mit dem Oberarm abwehrte. Der Hoffenheim-Verteidiger hatte zwar die Hände hinter dem Rücken verschränkt, sein Arm zuckte aber klar sichtbar in Richtung des Balles.

Der DFB räumte eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert zuungunsten des BVB ein.

Peter Sippel, sportlicher Leiter Bundesliga, bewertete die Szene nun im Namen des DFB rückblickend hinsichtlich zweier Kriterien. In einer öffentlichen Klarstellung heißt es, für einen Elfmeterpfiff müsse beim Spieler eine klare Absicht vorliegen, beispielsweise der Arm oder die Hand bewusst zum Ball gehen.

BVB-Elfmeter gegen TSG Hoffenheim laut DFB „die logische Konsequenz“

Die Vergrößerung der Körperfläche sei ein weiterer Aspekt. Hier müsse berücksichtigt werden, ob die Armhaltung die Folge einer Körperbewegung und deshalb gerechtfertigt sei.

Sippel kam zum Schluss, dass der BVB von Schiedsrichter Daniel Siebert einen Elfmeter zugesprochen bekommen hätte müssen. Demnach wäre „ein Strafstoß die logische Konsequenz“ gewesen.

BVB bekam Elfmeter nicht: Schiedsrichter Daniel Siebert war sich keiner Schuld bewusst

Der Schiedsrichter selbst hatte nach Spielschluss noch eine völlig andere Sicht auf die Dinge gehabt. Und sein Nicht-Einschreiten sowie jenes des VAR Christian Dingert verteidigt.

Er habe in Ozan Kabak lediglich einen Spieler gesehen, der „alles dafür tut, um das Handspiel zu verhindern. Und dann geht die Hand ein bisschen raus.“ Die „Hand-Position“, wie Siebert die Stellung von Kabaks Oberarm beschrieb, sei für ihn „nicht strafbar“ gewesen.

BVB nicht alleine: Drei Schiedsrichter-Fehlentscheidungen am 6. Spieltag eingeräumt

Nun reagierte also der DFB mit einer Klarstellung. Und der BVB ist nicht alleine: Am vergangenen Spieltag war es bei den Spielen Werder Bremen gegen FC Augsburg, Hertha BSC gegen Bayer Leverkusen und 1. FC Köln gegen Union Berlin ebenfalls zu Fehlentscheidungen gekommen, die der DFB jetzt nachträglich einräumte.

Bleibt zu hoffen, dass beim kommenden Revierderby zwischen dem BVB und Schalke 04 jede Schiedsrichter-Entscheidung sitzt. Bekanntlich geht es dort oftmals etwas ruppiger und vor allem emotional zu. Weitere VAR-Fehler würden dem Anlass nicht gerecht.

Rubriklistenbild: © Moritz Müller/Imago, Collage: Nicolas Luik/RUHR24

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