Bild: Swen Pförtner

Deutschlands U21 hat nach dem 1:1-Unentschieden gegen Österreich gleich doppelt Grund zur Freude. Jetzt steht der Halbfinalgegner fest.

  • Die deutsche U21 zieht ins Halbfinale der U21-EM ein.
  • Zudem konnten sich die DFB-Junioren für die Olympischen Spiele qualifizieren.
  • Schalke-Torhüter Alexander Nübel stand beim Spiel gegen Österreich besonders im Fokus. BVB-Profi Mahmoud Dahoud agierte unauffällig.

Update, Dienstag (25. Juni), 11.21 Uhr: Der Halbfinalgegner der der deutschen U21-Nationalmannschaft steht fest: Am Donnerstag (27. Juni) trifft die Elf von Trainer Stefan Kuntz auf Rumänien. Angestoßen wird die Begegnung um 18 Uhr. Das Spiel wird live im TV übertragen.

Die Rumänen sicherten sich in Gruppe C den Gruppensieg. Noch vor Top-Favorit Frankreich. Im anderen Halbfinale stehen sich Spanien und Frankreich gegenüber. Das Spiel wird ebenfalls am Donnerstag um 21 Uhr ausgetragen.

Neben dem Einzug ins Halbfinale der U21-EM machte die deutsche U21 die Olympia-Qualifikation perfekt. Dennoch zeigte die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz (56) die bislang schwächste Turnierleistung. Das ZDF übertrug das Spiel live.

Beim Sieg der deutschen U21 stand S04-Torhüter Nübel im Fokus

Die Österreicher verlangten der deutschen U21 alles ab. Im Fokus stand dabei insbesondere der Schalke-Torhüter Nübel.

U21-Torwart Alexander Nübel verursacht einen Elfmeter gegen Sasa Kalajdzic (l) aus Österreich in Aktion. Foto: Robert Jaeger/APA/dpa
U21-Torwart Alexander Nübel verursacht einen Elfmeter gegen Sasa Kalajdzic (l) aus Österreich in Aktion. Foto: Robert Jaeger/APA/dpa

In der 22. Spielminute verursachte der 22-Jährige einen Elfmeter, als er Österreichs Angreifer Sasa Kalajdzic (21) mit angezogenem Knie ins Gesicht sprang. Eine Entscheidung mit der Nübel nach Spielende im Interview mit dem ZDF besonders haderte:

„Ich habe jetzt nach dem Spiel gehört, dass es echt ein Foul war. Ich habe die Regel nie gewusst, dass man mit dem Knie nicht mehr hochgehen kann.“

Alexander Nübel kann die Entscheidung des Schiedsrichters nicht verstehen

Und weiter: „Normalerweise sind die Abläufe eines Torwarts immer genau so. Wenn ich nicht durchziehe, dann bin ich derjenige, der am Boden liegt. Dass ich ihm das Knie nicht ins Gesicht rammen will, ist ja völlig klar. Ich habe mich auch bei ihm erkundigt, ob es ihm gut geht.“

Im weiteren Spielverlauf hielt Nübel mit starken Paraden jedoch im Spiel und sicherte somit der deutschen U21 das Unentschieden.

Mit Suat Serdar (22), der sich besonders auf die U21-EM freute, wurde ein weiterer S04-Spieler in der 56. Spielminute eingewechselt. Er ersetzte den Gladbacher Florian Neuhaus (22).

BVB-Spieler Mahmoud Dahoud spielte unauffällig

Weniger auffällig agierte Mahmoud Dahoud (23) von Borussia Dotmund. Der 23-Jährige war bemüht das Spiel der U21 zu ordnen. Die nötigen Impulse konnte Dahoud allerdings nicht setzen.

Dennoch konnte der BVB-Spieler 85 Prozent seiner Zuspiele an den Mann bringen und mit 56 Prozent das Gros seiner Zweikämpfe gewinnen (via kicker-Datenbank).

Das Halbfinale der deutschen U21 findet am Donnerstag statt

Weiter geht es für die deutsche U21 am Donnerstag (27. Juni) um 18 Uhr. Der Halbfinal-Gegner wird allerdings erst Montagabend (24. Juni) ermittelt. Mögliche Gegner sind Italien, Frankreich oder Rumänien.

Unabhängig vom Gegner ist im Halbfinale von den deutschen Junioren eine deutliche Leistungssteigerung gefordert. Eine Leistung wie gegen Österreich wird wohl nicht für den Finaleinzug und die angestrebte Titelverteidigung ausreichen.

Besonderen Grund zur Freude gab es, da sich die deutsche U21 zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für die Olympischen Spiele sicherte. Ein Fakt, den U21-Nationaltrainer Kuntz nach Spielende allerdings auch leicht kritisch beurteitlte:

Deutsche U21 löst Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio

„Wenn ich bedenke, was Ringer oder Turner für einen Aufwand betreiben, damit die alle vier Jahre im Rampenlicht stehen. Und bei uns musst du nur dreimal schnäuzen, und dann ist eine Headline da“, wird Kuntz von der dpa zitiert.

Zudem drückte der 56-Jährige seine Wertschätzung für andere Sportarten aus: „Wir haben alle eine unwahrscheinlich hohe Wertschätzung gegenüber anderen Sportlern.“