U21-EM: Mo Dahoud wünscht sich Frieden in Syrien

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BVB-Spieler Mo Dahoud gab im Rahmen der U21-EM Einblicke in sein Gefühlsleben. Foto: dpa

U21-Nationalspieler Mahmoud Dahoud gibt im Rahmen der U21-EM einige Einblicke in seine Gefühlswelt. Der BVB-Spieler wünscht sich Frieden in Syrien.

BVB-Spieler Mahmoud Dahoud spielt derzeit mit der Nationalmannschaft bei der U21-EM. Im Fragenpressing mit der Sportschau gewährt er einige Einblicke in seine Gefühlswelt.

  • Mo Dahoud ist mit der Nationalmannschaft bei der U21-EM im Einsatz.
  • Sein größter Wunsch ist, dass in seinem Geburtsland Syrien endlich Frieden einkehrt.
  • Geweint hat er letztmals vor 14 Jahren.

Mo Dahoud wurde in Syrien geboren. Im Alter von neun Monaten kam er nach Deutschland. Er fühlt sich als Deutscher, leidet aber noch immer mit den Menschen in seinem Geburtsland.

U21-EM: Nationalspieler Dahoud wünscht sich Frieden in Syrien

Seit acht Jahren herrscht in seiner alten Heimat ein erbittert geführter Krieg. Zahllose Menschen wurden getötet oder mussten ihre Heimat verlassen. Als Dahoud im Rahmen der U21-EM beim Fragenpressing der Sportschau darauf angesprochen wird, was ihm Frieden in Syrien bedeuten würde, antwortet er nachdenklich: "Es wäre schön, ja. Viel."

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Vor zwei Jahren hatte der 23-Jährige bereits im Sportbuzzer-Interview sein Sehnen nach einer Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen geäußert: "Mein größter Wunsch wäre, dass dort Frieden und Ruhe einkehrt, vor allem für die Menschen, die sehr viel Leid ertragen mussten."

Erfolgreicher Start in die U21-EM

Dahoud ist aktuell mit der U21-Nationalmannschaft bei der EM in Italien und San Marino unterwegs. Beim 3:1-Sieg im ersten Gruppenspiel gegen Dänemark wusste er zu überzeugen. Gegen Österreich will er das wiederholen.

Wann er denn zuletzt geweint habe, wird Dahoud gefragt. Bemerkenswert: Es ist bereits 14 Jahre her. Als Neunjähriger sei eine Niederlage Schuld daran gewesen, dass der ehrgeizige Mittelfeldspieler Tränen vergoss.

Wenn alles nach Plan läuft, wird Dahoud mit dem Team von Stefan Kuntz bei der U21-EM eine Niederlage erspart bleiben. Das Ziel ist die Titelverteidigung. Dann wird er höchstens Freudentränen vergießen. Vor dem Finale gegen Spanien heizte Jürgen Klopp (52) der U21 ein. Genutzt hat es nichts: Die deutsche U21 verlor mit 1:2. Trotzdem wurde Dahoud in das Team des Turniers der U21-EM gewählt.

Betrunken war Dahoud noch nie

"Wenn du betrunken bist, dann..." Eine Frage, die im Normalfall die besten Anekdoten bei derartigen Fragenkonter-Formaten generiert, zielt bei Dahoud ins Leere. Dieser antwortet - im Gegensatz zu Alexander Nübel - nämlich nüchtern: "War ich noch nie".