Machtkampf mit Tuchel verloren: Sportdirektor Henrique verlässt PSG

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Thomas Zuchel bekommt bei PSG in Leonardo einen neuen Sportdirektor. Entero HEnrique verlässt den Verein. Foto: dpa

Thomas Tuchel wird künftig mit Leonardo als Sportdirektor bei PSG zusammenarbeiten. Der bisherige Amtsinhaber Antero Henrique verlässt den Verein.

Thomas Tuchel wird künftig nicht mehr mit dem ungeliebten Antero Henrique bei PSG zusammenarbeiten. Neuer Sportdirektor beim Hauptstadtklub ist Leonardo.

  • Tuchel hat seinen Vertrag kürzlich verlängert
  • Er bekommt mit Leonardo einen neuen Sportdirektor bei PSG
  • Antero Henrique und Paris gehen getrennte Wege

Update, Freitag (14. Juni), 19.40 Uhr:

PSG: Antero Henrique geht, Leonardo kommt

PSG und Sportdirektor Antero Henrique gehen getrennte Wege. Das teilte der Verein am Freitag mit. Die Trennung vom 51-Jährigen sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt. Nachfolger wird der Brasilianer Leonardo. Dieser könnte bald schon den Transfer von Raphael Guerreiro zu PSG fix machen.

Henrique war seit Sommer 2017 für PSG tätig. In seine Amtszeit fallen zwei französische Meisterschaften und ein Pokalsieg. Zuletzt war es immer wieder zu Streitigkeiten mit Trainer Thomas Tuchel gekommen.

Erstmeldung, Dienstag (28. Mai): Auch zum anstehenden Champions League Finale hat der 45-Jährige sich geäußert.

Tuchel träumt von neuen Top-Transfers

In der Vergangenheit hatte Thomas Tuchel häufiger Probleme mit seinem Sportdirektor Antero Henrique. Vor allem bezüglich Tuchels Transfer-Wünschen – und deren Umsetzung – soll es mehrfach zum Zoff gekommen sein.

Französischen Medien zufolge haben die Beiden zwischenzeitlich sogar wochenlang nicht miteinander gesprochen. Fehlende Kommunikation wurde Tuchel darüber hinaus auch von zahlreichen Jugendspielern vorgeworfen. Dabei hat PSG gerade in diesem Bereich vor, eine neue Jugendakademie in Deutschland zu eröffnen.

Nun soll der Portugiese in der französischen Hauptstadt trotz Vertrags bis 2021 vor dem Aus stehen und durch Leonardo, dem technischen Direktor des AC Mailand, ersetzt werden.

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Tuchel wird dieser Personalwechsel wohl freuen. Vor Kurzem sagte er erneut: "Die Verpflichtung von Spielern ist unbedingt notwendig, um den Konkurrenzkampf im Kader zu erhöhen."

Mit einem neuen Sportdirektor könnten die Chancen auf neue Top-Transfers steigen. Möglicherweise macht der neue Sportchef seinem Trainer ja ein Geschenk und kurbelt den Transfer von Julian Weigl ein wenig anoder er überzeugt Raphael Guerreiro von einem Wechsel nach Frankreich.

Für Tuchel gibt es keinen Favoriten im Champions League Finale

Ins diesjährige Champions League Finale konnte der Meistertrainer von PSG seine Mannschaft nicht führen. Die Pariser scheiterten im Achtelfinale an Manchester United.

Dort stehen mit dem FC Liverpool und Tottenham Hotspur zwei englische Mannschaften. Für den ehemaligen BVB-Coach, trotz der sensationellen Vizemeisterschaft von Jürgen Klopps "Reds", ein Duell auf Augenhöhe:

"Einen Favoriten gibt es für mich nicht. Es ist ein Finale, da kann alles passieren. Es ist gut, dass zwei Teams im Endspiel stehen, die sich als Mannschaft definieren. Die über den Teamgeist kommen. Das ist gut für den Fußball," sagte er gegenüber der BILD-Zeitung.

Tuchel will mit Paris auch ins Finale

Langfristig will der Coach auch mit seinem Verein im Finale um den Henkelpott spielen: „Wir wollen jetzt versuchen, die Lücke zu diesen Teams zu schließen und irgendwann selbst im Finale stehen. Wie lange das dauert, werden wir sehen…“

Damit das allerdings gelingt, muss der Fußballlehrer erst einmal Ruhe in den Verein bringen. Prügeleien, wie etwa zwischen Neymar und Julian Draxler neulich, sollten dann nicht mehr vorkommen.