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Der BVB hat den englischen Jugendmarkt für sich entdeckt und hält bei den Topklubs immer wieder ausschau nach großen Talenten, wie jüngst Jadon Sancho. Der Dortmunder Weg ist allerdings keine Einbahnstraße, wie die vergangenen Jahre und Transferperioden zeigen.

Update, Mittwoch (10. Juli):

Nun scheint Sportdirektor Michael Zorc die hohen Einnahmen erstmals richtig zu reinvestieren. Wie genau der Plan vom 56-jährigen aussieht, erfahrt ihr hier.

Erstmeldung:

Die Engländer holen nämlich ihrerseits die absoluten Top-Spieler des BVB in die Premier Leauge. Also im Prinzip der umgekehrte, wenn auch kostenintensivere Weg.

Fast 245 Millionen Euro in drei Jahren


Die Transfers von Henrikh Mkhitaryan, Pierre-Emerick Aubameyang, Sokratis Papastathopoulos (alle FC Arsenal), Ilkay Gündogan (Manchester City), Andrey Yarmolenko (West Ham United),
Mikel Merino (damals Newcastle United) und in dieser Saison Christian Pulisic (FC Chelsea) brachten Borussia Dortmund insgesamt 243,75 Millionen Euro ein.

Sollte Jadon Sancho demnächst auch noch in die englische Liga wechseln, könnte sogar die 400-Millionen-Marke geknackt werden.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte bereits angekündigt, dass ein möglicher Transfer Sanchos weit über 100 Millionen läge und sogar die absoluten Topklubs ihn nur schwer bezahlen könnten.

BVB investierte nur 85 Millionen in die Spieler

Für die jetzigen Premier League-Spieler investierte der BVB gerade einmal 85 Millionen Euro. Die Dortmunder formten die talentierten Jungs zu gestanden Profis und blieben damit ihrer Philosophie treu.

Bei jedem Spieler erzielte der BVB einen großen Gewinn. Einzige Ausnahme ist Andrey Yarmolenko bei dem Dortmund fünf Millionen Euro Miese machte.

Aktuelle BVB-Themen

Dafür mussten die Schwarzgelben bei Christian Pulisic keinen Cent Ablöse bezahlen und konnten ihn für 64 Millionen verkaufen.

Watzke und Co. haben offensichtlich eine perfekte Transferstrategie entwickelt, die den Klub reich und gleichzeitig erfolgreich macht.

Die England-Transfers im Überblick

  • Sokratis: kam für 9,9 Millionen Euro von Werder. Dortmund verkaufte ihn für 16 Millionen Euro.
  • Aubameyang: Saint-Etienne ließ ihn für 13 Millionen ziehen. Der BVB verkaufte ihn für 63,75 Millionen Euro.
  • Mkhitaryan: Gekommen für 27,5 Millionen aus Donetzk. Verkauft für 42 Millionen Euro.
  • Gündogan: Der 1.FC Nürnberg transferierte ihn für 5,5 Millionen Euro in den Ruhrpott. Der BVB bekam ein paar Jahre später 27 Millionen Euro.
  • Merino: Kam für 3,75 Millionen von Osasuna. Ging für 7 Millionen zu Newcastle United
  • Yarmolenko: Kiev bekam 25 Millionen Ablöse. Der BVB ein halbes Jahr später nur noch 20 Millionen.
  • Pulisic: Kam zum Nulltarif aus den USA zum Dortmunder Nachwuchs und brachte der Borussia dieses Jahr 64 Millionen Euro ein.