Transfers des BVB: Diese Fehler wurden im Sommer gemacht

Michael Zorc, Hans-Joachim Watzke und Sebastian Kehl vom BVB. Foto: David Inderlied/dpa
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Michael Zorc, Hans-Joachim Watzke und Sebastian Kehl vom BVB. Foto: David Inderlied/dpa

Die Transfers beim BVB wurde im Sommer von allen Seiten gelobt. Dabei werden seit längerer Zeit einige Fehler gemacht. Hier mehr lesen!

Für seine Transfers wurde der BVB im Sommer von allen Seiten gelobt. Im Herbst nun aber zeigt sich: Es ist bei weitem (noch) nicht alles Gold, was glänzt. Der BVB hat einige Fehler in der Kaderzusammenstellung gemacht.

  • Beim BVB überzeugt bisher nur ein Transfer aus dem Sommer 2019.
  • Transfers: Vor allem zwei Probleme werden seit längerer Zeit nicht gelöst.
  • Die Transferpolitik wird kaum an den Wünschen des Trainers ausgerichtet.

BVB-Transfers im Sommer hochgelobt – es folgt die Ernüchterung

Mit den Transfers von Julian Brandt (23), Thorgan Hazard (26), Nico Schulz (26) - jüngst zu sehen in einer G-Star-Kampagne -und Mats Hummels (30) unterstrich der BVB im Sommer seine Titelambitionen. Die Dortmunder bekamen dafür viel Lob. Vor allem der frühe Zeitpunkt der Verpflichtungen beeindruckte Fans und Konkurrenz.

Im Herbst nun aber folgt die Ernüchterung. Bisher erwies sich nur Mats Hummels als wirkliche Verstärkung. Vor allem Julian Brandt hat noch deutliche Probleme in einer allerdings aktuell ohnehin nicht überzeugenden Mannschaft.

Nach dem Derby übte Ex-Dortmunder Michael Rummenigge (55) harte Kritik am deutschen Nationalspieler. Dieser kann sich möglicherweise im Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach wieder beweisen. Hier gibts die Partie im Live-Ticker.

BVB: Transfers und Philosophie des Trainers passen nicht zusammen

Auffällig ist, dass nicht erst seit Lucien Favre (61), der dem Team aufgrund einer Grippewelle ein Kontaktverbot erteilte, die Transfers des BVB nicht zur Philosophie der Trainer passen. Mit Schulz oder Brandt holte der BVB offensivstarke Spieler, die Torgefahr ausstrahlen. In der passiven und abwartenden Spielweise unter Favre kommen diese Stärken bisher aber nicht zur Geltung.

Ähnlich stellte sich die Problematik bereits bei Peter Bosz (55) dar. Der ehemalige Trainer des BVB sprach bereits mehrfach öffentlich an, dass man sich offenbar gegenüber den Wünschen des Trainers in Sachen Transfers nicht wirklich offen zeigte.

Peter Bosz wollte offenbar unter anderem Megatalent de Ligt (20) zum BVB lotsen.

Transfers beim BVB: Diese zwei Positionen sind seit längerer Zeit eine Baustelle

Mit Nico Schulz und Mateu Morey (19) hat der BVB im Sommer versucht, die Schwachstelle auf der Position des Außenverteidigers zu schließen. Gesucht wird nach wie vor ein langfristiger Nachfolger für BVB-Legende Lukasz Piszczek (34). In diese Roll könnte nun ein möglicher BVB-Neuzugang schlüpfen.

Schon seit langer Zeit diskutiert wird beim BVB eine Alternative zu Paco Alcacer (26). Der Spanier ist der einzige gelernte Stürmer im Kader der Dortmunder, allerdings sehr verletzungsanfällig.

Nach mehreren Wochen Pause konnte er jetzt immerhin wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren. Im Sommer entschied man sich erneut gegen einen weiteren Stürmer. Ein Fehler, wie sich jetzt herausstellt.

Eigentlich bereits seit dem Abgang von Ilkay Gündogan (29) fehlt dem BVB zudem ein spielstarker zentraler Mittelfeldspieler. Axel Witsel (30) und Thomas Delaney (28) haben ihre Stärken eher in der eigenen Spielhälfte. Mahmoud Dahoud (23) konnte seit seinem Wechsel nie wirklich Fußfassen in Dortmund. Als wäre das nicht schon schlimm genug, steht Jadon Sancho wohl vor einem Abgang vom BVB.

Verantwortlich für die BVB-Transferpolitik: Kritik an Zorc und Watzke muss erlaubt sein

Als Geschäftsführer und Sportdirektor sind Hans-Joachim Watzke (60) und Michael Zorc (57) maßgeblich verantwortlich für die Transfers. Ihre Aufgabe ist es, einen Kader zusammenzustellen, der zu den ebenfalls von ihnen verpflichteten Trainern passt.

In Sachen Transfers, Strategie und Philosophie gibt der BVB aber seit Jahren kein gutes Bild mehr ab. Dabei wird es auch Zeit, nicht immer nur die Trainer, sondern auch mal die verantwortlichen Personen der Vereinsführung in die Kritik mit einzubeziehen. Aktuell ist auch ein deutscher Nationalspieler in den Fokus des BVB gerückt. Emre Can von Juventus Turin. Der 25-jährige Mittelfeldspieler könnte im Winter in die Bundesliga wechseln. Hingegen könnte es für den Dänen Thomas Delaney eng werden. Der BVB-Spieler ist aktuell verletzt. Zudem hat er die letzten vier Partien nicht gespielt.