Bild: Andreas Gora/dpa

BVB-Trainer Lucien Favre (61) hat derzeit offenbar mit einem echten Luxus-Problem in seiner Mannschaft zu kämpfen. Der Schweizer findet den Kader viel zu groß und fordert deshalb weitere Abgänge.

  • Lucien Favre hat genaue Vorstellungen von einem idealen Kader.
  • Vier bis fünf Spieler müssten den BVB noch verlassen.
  • Die Zukunft einiger Spieler ist derzeit ungewiss.

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Bei Borussia Dortmund stehen derzeit 34 Profifußballer unter Vertrag. Viel zu viele, findet Lucien Favre. Vor dem Testspiel gegen Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp (52) und dem FC Liverpool machte der 61-Jährige deshalb deutlich: „30 Feldspieler? Das ist unmöglich.“

Zu großer BVB-Kader könnte zu Konflikten führen

„22, 23 Feldspieler maximal. Dazu die drei Torhüter – und noch ein paar junge Spieler“, erklärte der Schweizer seine Vorstellungen für den idealen BVBKader. Bei mehr Spielern sehe er Konfliktpotenzial. Demnach müssten noch vier bis fünf Spieler den Verein verlassen.

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Sportdirektor Michael Zorc (56) stellt Favre damit vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Mit Abdou Diallo (23/Paris St. Germain), Christian Pulisic (20/Chelsea), Alexander Isak (19/Real Sociedad), Jeremy Toljan (24/US Sassuolo), Felix Passlack (21/Fortuna Sittard) und Dzenis Burnic (21/Dynamo Dresden) hat Zorc bereits fünf Spieler in diesem Sommer bei anderen Vereinen untergebracht.

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Doch anstatt den Kader von Borussia Dortmund zu verkleinern, haben die Verantwortlichen nach der Saison zunächst eine Transfer-Offensive gestartet. Mit den Verpflichtungen von Julian Brandt (23), Thorgan Hazard (26), Nico Schulz (26) und Mats Hummels (30) sind vier neue Spieler zu dem ohnehin schon großen BVBKader hinzugekommen. Entsprechend wenig Raum gibt es für potenzielle Neuverpflichtungen wie Diadie Samassékou von RB Salzburg oder Patrik Schick von der AS Rom.

Favre stellt Zorc vor eine schwierige Aufgabe

Michael Zorc sollte nun zusehen, dass er vor allem ausgeliehene Profis wie Shinji Kagawa (30) oder André Schürrle (28) an andere Vereine verkauft. Beide haben unter Favre keine Zukunft mehr und wurden vom Verein freigestellt, um sich einen neuen Klub zu suchen.

Kagawa soll angeblich bereits in Verhandlungen mit Besiktas Istanbul stecken. Ein kurioses Gerücht brachte Schürrle erst kürzlich mit einem Verein in der Bundesliga in Verbindung. Dahinter steckte aber offenbar nur heiße Luft.

Zwei weitere Spieler, die dem BVB Kopfzerbrechen bereiten, sind Maximilian Philipp (25) und Raphael Guerreiro (25). Letzterer soll auf der Wunschliste von Paris-Trainer Thomas Tuchel (45) stehen. Auch mit einem Wechsel zum FC Barcelona wurde der Portugiese zuletzt in Verbindung gebracht. Konkrete Angebote gibt es allerdings nicht, sodass auch eine Vertragsverlängerung beim BVB nicht vollkommen ausgeschlossen scheint.

Philipp offenbar kurz vor Wechsel

Maximilian Philipp steht laut einem Bericht des Sportbuzzer vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg. Die Gespräche zwischen Philipp und den Niedersachsen seien „weit fortgeschritten.“ Zudem hätte sich der neue VfL-Coach Oliver Glasner (44) „bereits ausführlich“ mit dem Noch-BVB-Spieler unterhalten. Dass Josip Brekalo unerwarteterweise in Wolfsburg bleibt, könnte den Philipp-Transfer jedoch gefährden.