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Beim BVB muss sich auf der Abgabenseite noch einiges tun. Derweil zeigt sich Ömer Toprak (29) kämpferisch.

  • Zur Zeit hat der BVB zu viele Innenverteidiger für die kommende Saison im Kader.
  • Abgänge sind daher wahrscheinlich.
  • Indes möchte sich Ömer Toprak bei Borussia Dortmund durchbeißen.

Nach der Verpflichtung von Mats Hummels (30) herrscht in der BVB-Verteidigung ein deutliches Überangebot. Stand jetzt tummeln sich sechs etatmäßige Innenverteidiger im Kader für die neue Saison.

BVB-Sportdirektor Zorc kündigt Abgänge an: Wie geht es mit Toprak weiter

Das sind deutlich zu viele. Die BVB-Verantwortlichen wollen den aufgeblähten Kader ohnehin ausdünnen, wie Sportdirektor Michael Zorc (56) gegenüber dem kicker bestätigte: „Die nächsten Transfers werden deutlich auf der Abgabenseite stattfinden.“

Ein Spieler, der den Dortmunder „Personalkürzungen“ zum Opfer fallen könnte, ist Ömer Toprak. Der 29-Jährige kam in der abgelaufenen Saison lediglich auf 230 Bundesliga-Spielminuten.

Topraks Vertrag beim BVB läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Im April wurde der Verteidiger beispielsweise mit einem möglichen Wechsel zu Besiktas Istanbul in Verbindung gebracht. Aktuell ist ein möglicher Toprak-Wechsel zu US Sassuolo im Gespräch.

Toprak möchte sich beim BVB durchbeißen

Dennoch glaubt Toprak auch nach der Hummels-Verpflichtung weiterhin an seine Chance bei Borussia Dortmund: „Mats Hummels ist ein Weltklassespieler, aber ich will um meine Chance kämpfen. Dass ich kämpfen kann, habe ich in den vergangenen zehn Jahren oft genug bewiesen, denke ich“, sagte der Innenverteidiger dem kicker.

BVB-Verteidiger Ömer Toprak und Unions Simon Hedlund versuchen an den Ball zu kommen. Foto: Bernd Thissen/dpa
BVB-Verteidiger Ömer Toprak und Unions Simon Hedlund versuchen an den Ball zu kommen. Foto: Bernd Thissen/dpa

Toprak möchte sich also beim BVB durchsetzten. Ob er jedoch in der kommenden Saison mehr Spielanteile erhält, ist sehr fragwürdig. Allerdings sieht Toprak offenbar auch die Chance mit dem BVB zum ersten mal Deutschen Meister zu werden. Marco Reus ist davon jedenfalls überzeugt.

Hummels und Akanji dürften in der BVB-Verteidigung die Nase vorn haben

Denn: Die besten Chancen auf regelmäßige Einsätze hat das Duo Hummels/Akanji. Während Manuel Akanji im Saisonendspurt noch etwas schwächelte, konnte sich der BVB mit Hummels den wohl besten Innenverteidiger der Rückrunde angeln.

Des Weiteren hat Toprak wohl auch in den direkten Vergleichen mit Dan-Axel Zagadou (20) und Abdou Diallo (23) das Nachsehen. Dennoch hat der 20-Jährige Franzose wegen seiner Blackouts an Kredit bei BVB-Trainer Lucien Favre (61) verloren, wie der kicker schreibt. Zudem soll Zagadou beim FC Arsenal im Gespräch sein.

Toprak muss sich in der Hierarchie der Verteidiger hinten anstellen

Bei Diallo fehlt den Dortmundern – laut dem Fachblatt – offenbar die Fantasie, „warum man im vergangenen Sommer 28 Millionen Euro an Mainz überwies.“

Lässt man Leondardo Balerdi (20), der bisher noch kein Spiel für die Profis von Borussia Dortmund bestritt, außen vor, sind die Innenverteidiger des BVB nicht gänzlich unumstritten.

+++ Bis zu elf Spieler sollen den BVB noch verlassen +++

Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass der BVB mit einem deutlichen Überangebot an Innenverteidigern in die neue Saison geht. Wer am Ende den Verein verlässt, ist allerdings unklar.

Ebenso unklar ist, ob Toprak den Kampf um einen Platz in der Innenverteidigung gewinnt.