Bild: Ludewig

Tobias Raschl gilt als eines der aussichtsreichsten Talente bei Borussia Dortmund. Im Interview mit dem Westfälischen Anzeiger sprach er über die gewonnene A-Jugend-Meisterschaft, seine Zukunft bei den BVB-Profis und sein großes Vorbild Axel Witsel.

  • Tobias Raschl verbabschiedet sich mit dem Meistertitel von der BVB-U19
  • Er freut sich auf die kommende Saison im Profikader von Borussia Dortmund
  • Axel Witsel bringt dem 19-Jährigen viel bei

Tobi Raschl wurde am Sonntag mit der A-Jugend des BVB Deutscher Meister. Ein denkwürdiges Spiel drehte die U19 gegen den VfB Stuttgart nach 1:3-Rückstand noch. Und ging nach einer furiosen zweiten Hälfte als 5:3-Sieger vom Platz. Für den 19-Jährigen ein wirklich einmaliges Erlebnis.

BVB-Talent Raschl verabschiedet sich mit dem Meistertitel aus dem Jugendbereich

Um 17 Uhr sei der Mannschaftsbus im schwäbischen Großaspach gestartet. Und um Mitternacht in Dortmund angekommen. „Diese sieben Stunden Busfahrt waren einmalig“, lachte Raschl. Auf Twitter zeigte der BVB noch am Abend des Triumphs ein Feier-Video der siegreichen Jung-Borussen:

Vier Jahre lang spielte der gebürtige Düsseldorfer in den Nachwuchsabteilungen von Borussia Dortmund. In seiner Abschlusssaison bei den Junioren konnte er nun endlich seinen ersten Meistertitel einfahren.

Für die kommende Saison wurde Raschl zuletzt mit einem Profivertrag beim BVB ausgestattet. „Ein, zwei Tage später – oder auch die Woche später – merkst du, wie geil das ist, was für ein unglaubliches Gefühl“, sagt er und freut sich über einen schönen Abschluss seiner Junioren-Zeit.

Die Top-Talente Immanuel Pherai und Gio Reyna werden in der kommenden Spielzeit für die U19 auflaufen. Enrique Peña Zauner wechselt nach Sandhausen.

BVB ist für junge Spieler die beste Adresse

Raschl durfte bereits in der Vergangenheit in Trainingseinheiten und Testspielen bei den Profis reinschnuppern. Nun ist er bis 2022 an die Profis gebunden. Obwohl er wisse, dass die Konkurrenz bei Borussia Dortmund groß sei, freue er sich auf die neue Herausforderung: „Ich glaube aber, es gibt keine bessere Adresse als den BVB!“

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Vor allem junge Spieler seien hier gut aufgehoben, wenn sie den nächsten Schritt machen wollen. Beim Rennen um Raschl setzte Dortmund sich gegen Borussia Mönchengladbach durch. Auch Bayern München und Bayer Leverkusen sollen interessiert gewesen sein.

Tobias Raschl (hier mit Abdou Diallo) durfte bereits im Winter dieses Jahres mit den BVB-Profis ins Trainingslager nach Marbella fahren (Foto: Inderlied/dpa)

Raschl sieht seine Idealposition im zentralen Mittelfeld. Also entweder auf der 6 oder auf der 8. Da verwundert es nicht, dass der Nachwuchsmann einen BVB-Spieler sein Vorbild nennt, der zu den ganz Großen auf dieser Position gehört: Axel Witsel.

Axel Witsel ist Raschls großes Vorbild

Obwohl der 30-jährige belgische Nationalspieler erst seit einem Jahr beim BVB ist, hat er sich bereits zu einem echten Leader entwickelt. Raschl begeistert: „Wenn man mit ihm trainiert, lernt man richtig viel. Ich persönlich sogar sehr viel, muss ich sagen, weil er mir auch immer wieder mal Tipps gegeben hat, mich zur Seite nimmt und Dinge zeigt.“

Raschl selbst zählt seine technischen Fähigkeiten, seine Laufstärke und die Ruhe am Ball zu seinen großen Stärken. Die Zweikampfführung habe er zuletzt verbessert. Am Kopfballspiel müsse man noch arbeiten.

Vielleicht werden wir Tobias Raschl im Verlauf der kommenden Saison ja sogar einmal gemeinsam mit seinem Vorbild Axel Witsel, der einen Anteil an den BVB-Neuzugängen hat, auflaufen sehen. Zunächst soll er aber langsam an die Mannschaft herangeführt werden.