Nach Banner-Skandal im Revierderby: Polizei stellt Ermittlungen ein

Guido Kirchner
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Guido Kirchner

Nachdem Schalke-Fans im Revierderby ein Hass-Banner gegen den BVB hochgehalten haben, stellt die Gelsenkirchener Polizei nun die Ermittlungen ein.

Nachdem Schalke-Fans im Revierderby ein Hass-Banner gegen den BVB hochgehalten haben, stellt die Gelsenkirchener Polizei nun die Ermittlungen ein.

Im Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 Anfang Dezember hatten Schalke-Fans ein Banner mit der Aufschrift "Tod dem BVB - Freiheit für Sergej W." hoch gehalten. Daraufhin startete die Polizei Gelsenkirchen die Ermittlungen gegen die Anhänger.

Deshalb ermittelt die Polizei nicht mehr gegen die Schalke-Fans

Doch nun haben die Beamten den Fall zu den Akten gelegt. Denn laut Radio Emscher Lippe konnte kein Verstoß gegen das Gesetz festgestellt werden.

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Das Problem dabei: Die Ermittlungen hätten sich demnach nur auf die Todesdrohung auf dem Banner bezogen. Diese sei von der Polizei nicht weiter verfolgt worden, weil die Schalke-Fans damit den BVB als Institution angesprochen hätten und keine einzelne Person. Laut dem Grundgesetz, so die Begründung der Polizei, könne man eine Institution nicht ermorden, sondern nur Menschen.

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Die Forderung "Freiheit für Sergej W." sei außerdem durch die Meinungsfreiheit gedeckt.