Widerstand gegen die Super Liga: Das sagt die DFL

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Kommt die Super-Liga im Fußball? Die Profiligen - auch die DFL - haben anscheinend keine Lust auf einen womöglich neuen Wettbewerb. Hier die Infos.

Am Dienstag (7. Mai) traf sich, wie der kicker berichtet, die Organisation von 36 Profiligen in Europa (EPFL) in Madrid. Beim Treffen stellten sich Vertreter von insgesamt 244 Fußballvereinen gegen die von UEFA (Europäischer Fußballverband) und ECA (Interessensvertretung europäischer Fußballvereine) vorgestellten Pläne der Super-Liga. Auch die DFL hat sich mittlerweile zu dem Thema geäußert.

Update, Mittwoch (15. Mai), 15.20 Uhr: Die Vertreter der DFL haben sich am Mittwoch getroffen.

Die DFL Deutsche Fußball Liga als Zusammenschluss der 36 Klubs aus der Bundesliga und 2. Bundesliga lehnt die vorliegenden Reform-Vorschläge für die internationalen Vereinswettbewerbe ab 2024 ab, heißt es in einem offiziellen Statement.

Erstmeldung, Dienstag (14. Mai): EPFL-Präsident Christer Ollsen äußerte sich zu den gigantischen Reformplänen im europäischen Fußball. Man wolle keinen Auf- und Abstieg, kein pyramidales System, keine geschlossenen Ligen. Ähnlich äußerten sich auch Fangruppen der Premier League.

Europäische Profiligen organisieren Widerstand gegen die UEFA-Pläne der Super-Liga

ECA- und Juventus-Turin-Präsident Andrea Agnelli schoss vor dem Treffen gegen die Vertreter der EPFL. Man könne nur davon ausgehen, dass bei diesem Treffen weitere Vorwürfe und Missverständnisse zur Wahrung des Status quo hervorgebracht werden.

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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin beteuerte derweil, dass es trotz der vorgestellten Pläne der Super-Liga noch keine Entscheidung für oder gegen eine solche gebe.

Wie der kicker berichtet, sind Juventus Turin und der FC Barcelona die treibenden Kräfte hinter den Plänen der Super-Liga.

Wie äußern sich die Vertreter der Bundesliga?

Gegenüber der Bild äußerte sich FC-Bayern-München-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, dass es lediglich um eine Reform der bereits bestehenden europäischen Klubwettbewerbe gehe. Dennoch steht die Champions League ab 2024 vor grundlegenden Veränderungen.

Borussia-Dortmund-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wollte die vielen Gerüchte durch Aussagen nicht weiter anheizen.

So sehen die Pläne der Super-Liga aus

Die aktuellen europäischen Wettbewerbe sollen durch drei Ligen (League 1, 2 und 3) mit Auf- und Abstieg ersetzt werden. Die nationalen Profiligen würden an Bedeutung verlieren.

Ab 2024 soll die neue Super-Liga starten. Von der Saison 2020 bis 2024 können Teams in den aktuellen europäischen Wettbewerben Punkte sammeln. Über das Starterfeld soll dann die Vier-Jahres-Wertung (2020 bis 2024) entscheiden.

Aktuelle Top-Themen:

Würde die Super-Liga aktuell starten, wären aus Deutschland nicht nur der FC Bayern München und Borussia Dortmund, sondern auch Bayer Leverkusen und der FC Schalke 04 mit dabei.

Am Mittwoch (15. Mai) wollen sich die 36 deutschen Profiklubs in Offenbach am Main treffen. Das Thema der Super-Liga soll nicht auf der Tagesordnung stehen. Dennoch mutmaßt der kicker, dass es zudem zum Thema werden könnte.