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Der ehemalige BVB-Kicker und heutige Union Berlin-Profi Neven Subotic (30) ist nicht nur als Fußballer bekannt, sondern insbesondere auch durch sein gesellschaftliches Engagement. In einem Podcast sorgte der 30-Jährige nun durch interessante Aussagen für Schlagzeilen.

  • Neven Subotic war zu Gast im Fußball-Podcast „Kicker meets Dazn“.
  • Dort sprach er über Charakterzüge, die im Fußball wohl nicht so weit verbreitet sind.
  • Seiner Meinung nach sind Fußballprofis keine guten menschlichen Vorbilder.

BVB-Ikone Subotic war Luxus irgendwann leid

Im FußballPodcast Kicker meets DAZN sprach Subotic unter anderem über die die privaten Vorzüge des Profi-Daseins, die hohen Gehälter und die Anerkennung seitens der Fans. Der zweimalige Deutsche Meister erzählt, dass er sich anfangs, wie auch viele andere Profis, vom Luxus hat blenden lassen:

„Ich hatte mehrere Autos und ein Haus mit riesigem Garten.“ Dieses Fußballerleben im Luxus, was zugegebener maßen im Vergleich zu ProtzKickern wie Pierre-Emerick Aubameyang (30) oder Mesut Özil (30) schon fast bescheiden klingt, war Subotic aber irgendwann leid.

Subotic: „Gedanken dahin lenken, wo es wichtig ist“

„Irgendwann habe ich gemerkt: Ne, das stört eigentlich alles. Ich war sehr glücklich, als ich meine Autos verkauft hatte, mein Haus verkauft hatte“, erzählt der Verteidiger im Podcast.

Subotic weiter: „Für mich ist es eine Bereicherung weniger zu haben, weil ich dafür auch viel Zeit und auch Gedanken dahin lenken kann, wo es wichtig ist.“

Subotic fährt auch in Dortmund mit der Bahn

Wichtig ist Subotic zum Beispiel seine Stiftung, die für sauberes Trinkwasser in Afrika kämpft. Gefeiert wird der ehemalige serbische Nationalspieler oft auch für seine Fannähe. Nach einem Heimspiel seines neuen Klub Union Berlin fuhr er sogar mal mit der Bahn nach Hause:

„Ich fahre auch Bahn, wenn ich in Dortmund bin“, sagte Subotic leicht irritiert, als er auf seinen ungewöhnlichen Arbeitsweg angesprochen wurde. Das er dort häufig erkannt wird und für Autogramme uns Selfies bereitstehen muss, macht ihm nicht aus.

Kinder sollten laut Subotic keine Fußballer als menschliche Vorbilder sehen

Grundsätzlich freut sich der 30-Jährige auch über die Wertschätzung durch die Fans. Eine Sache stimmt ihn jedoch nachdenklich:

„Wo ich ein Problem sehe, ist, wenn Fußballer menschliche Vorbilder für Kinder werden.“ Was Subotic damit zum Ausdruck bringen will, ist die Tatsache, das viele Kinder, gerade auch geprägt durch die sozialen Medien, dem Privatleben einiger Spieler nacheifern. Das sei aus seiner Sicht gefährlich:

„Deshalb finde ich es gut, wenn Leute Fußballfans sind und auch die Fußballspieler als Spieler wertschätzen, doch darüber hinaus würde ich ein bisschen sorgfältiger mit der Sache umgehen, vor allem weil es um Vorbilder für Kinder geht.“