Drei Jahre schnürte Mittelfeldspieler Henrikh Mkhitaryan seine Schuhe für den BVB. In einem Beitrag für das Portal „The Players Tribune“ packt er nun aus und verrät, warum er in Dortmund einige schlaflose Nächte hatte.

Dortmund – „Es war eine sehr harte Zeit für mich“, schreibt „Micki“ und bezieht sich damit auf seine Anfangszeit in Deutschland. Für ihn sei schließlich alles neu gewesen: die Sprache, die Kultur und auch die Atmosphäre.

Selbst unter Druck gesetzt

Auch sportlich lief zunächst nicht alles nach Plan für den gebürtigen Armenier, der vom ukrainischen Verein Shakhtar Donetsk nach Dortmund kam. „Die erste Saison war ok, aber die zweite Saison war ein Desaster, nicht nur für mich, auch für den Klub. Wir haben so oft verloren, und ich fühlte mich einfach glücklos. Nicht nur, weil ich selbst nicht traf. Ich bereitete auch nichts vor, was sehr untypisch für mich ist.“

Den Druck hat sich der Fußballer dabei vor allem selbst gemacht, denn: „Ich hatte für sehr viel Geld unterschrieben“. Doch damit nicht genug: „Ich hatte viele harte Nächte in meiner Wohnung, ganz allein, nur am Grübeln und Grübeln. Ich wollte nicht mehr rausgehen, nicht mal zum Essen.“

Micki, du wirst großartig sein“

Die Situation habe sich erst gebessert, als Thomas Tuchel nach Dortmund gekommen sei. „Er kam zu mir und sagte ‚Hör zu, ich will alles aus dir rausholen‘. Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil ich dachte, er sagt das nur, damit ich mich besser fühle. Aber er schaute mich sehr ernst an und sagte ‚Micki, du wirst großartig sein’“

Dass Tuchel damit Recht behalten sollte, zeigte Mkhitaryan dann in seinem letzten Jahr beim BVB. In 31 Ligaspielen traf der Armenier elf Mal, bereitete 20 Treffer vor und zog so das Interesse anderer Klubs auf sich. Im Sommer 2016 wechselte Mkhitaryan schließlich für 42 Mio. Euro nach England zu Manchester United.