Jürgen Klopp war nicht überzeugt

Sadio Mané äußert kuriosen Verdacht: Scheiterte deshalb sein Wechsel zum BVB im Sommer 2013?

Sadio Mané und Jürgen Klopp bilden beim FC Liverpool ein erfolgreiches Duo. Im Sommer 2013 scheiterte eine Zusammenarbeit beim BVB – wegen des Mode-Stils?

  • Sadio Mané wäre 2013 fast beim BVB gelandet.
  • Die hohe Ablöseforderung und ein irritierter Jürgen Klopp verhinderten den Transfer.
  • Beim FC Liverpool fanden Spieler und Trainer letztlich auf sehr erfolgreiche Weise zusammen.

Liverpool - Seit 2016 schnürt Sadio Mané (27) seine Fußballschuhe für den FC Liverpool. In 161 Einsätzen für die "Reds" gelangen dem Senegalesen beeindruckende 77 Treffer und 34 Torvorlagen. Dass der 27-Jährige derartig einschlägt, liegt nicht zuletzt an seinem Trainer Jürgen Klopp (52), berichtet RUHR24.de*.

Sadio Mané stand bei Jürgen Klopp schon zu BVB-Zeiten auf dem Zettel

Denn Jürgen Klopp, der seinen Vertrag beim FC Liverpool langfristig verlängert hat*, war schon zu seiner Zeit als Trainer von Borussia Dortmund ein Fan von Sadio Mané. Als sich der Flügelspieler 2013 bereit gefühlt hat, RB Salzburg zu verlassen, sprach er beim damaligen BVB-Coach vor.

Ein Transfer in die Bundesliga scheiterte. Jürgen Klopp war nicht vollends überzeugt, dass der Spieler einschlagen würde. Zudem forderte der Klub aus Salzburg eine Ablösesumme, die das Angebot der Borussia weit überstieg.

Sadio Mané äußert Verdacht: Waren seine Klamotten der Grund für den gescheiterten Wechsel zum BVB?

Im Gespräch mit der Times äußert Sadio Mané noch einen anderen Verdacht, warum eine Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp erst in England Zustandekommen sollte. "Ich habe ihn in Dortmund getroffen, wie immer trug ich meine Kappe. Vielleicht war mein Look 2013 nicht so, wie er heute ist, und ich war jünger. Doch ich hatte die Klamotten an, die ich für die besten hielt."

Jürgen Klopp (l.) und Sadio Mané haben erst im zweiten Anlauf beim FC Liverpool zueinander gefunden.

Ob die Klamotten den Transfer zum BVB tatsächlich scheitern ließen, darf bezweifelt werden. Allerdings scheint das Aussehen des senegalesischen Nationalspielers Jürgen Klopp durchaus in Erinnerung geblieben zu sein.

Jürgen Klopp erinnert sich an erste Begegnung mit Sadio Mané: "Er sah aus wie ein Rapper"

Immerhin offenbarte der 52-Jährige in der Mané-Dokumentation "Made in Senegal", dass seine Erinnerungen an das erste gemeinsame Treffen in Dortmund ganz ähnlich aussahen. "Da saß ein richtig junger Kerl. Seine Kappe saß schief und er trug diese blonden Strähnen, die er heute noch hat. Er sah aus wie ein Rapper. Ich dachte mir: 'Für sowas habe ich keine Zeit.'"

Gut für Sadio Mané: Allzu lang scheint dieser erste Eindruck im Gedächtnis von Jürgen Klopp nicht präsent gewesen zu sein. Denn der frühere BVB-Coach lockte den Senegalesen 2016 vom FC Southampton, wo der Rechtsfuß zwei Jahre aktiv war, auf die Merseyside. Rund 41 Millionen Euro flossen dafür vom FC Liverpool an die "Saints".

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"Ich saß damals oft auf der Bank und dachte nicht, dass mich jemand anruft. Aber ich war glücklich, dass Klopp es tat und nicht dachte, ich wäre ein Rapper", erinnert sich Sadio Mané gegenüber Times an den Wechsel. Gemeinsam mit Jürgen Klopp ist der 27-Jährige in der laufenden Saison auf dem besten Weg, die Meisterschaft nach Liverpool zu holen.

Einzig die Coronavirus-Krise (hier geht es zum NRW-Live-Ticker*) trennt die "Reds" noch vom lang ersehnten Titel. Mit 25 Punkten Vorsprung nach 29 Spieltagen ist der FC Liverpool quasi nicht mehr einzuholen. Es bleibt einzig die Frage, wann gefeiert werden darf.

cke
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Rubriklistenbild: © Paul Ellis/AFP; Collage: RUHR24