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Im Interview mit der BILD schickte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke eine Kampfansage an den FC Bayern. Die Antwort von Karl-Heinz Rummenigge folgte prompt.

Sieben bajuwarische Meistertitel in Folge sind genug, wenn man Aki Watzke fragt. Die Dominanz der Münchener soll ein Ende haben. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zeigt sich wenig beeindruckt.

BVB-Boss Watzke vergleicht Bayern mit einem 8000er

Bis vor einem Jahr habe man in Deutschland das Problem einer „fußballerischen Monokultur wie in Frankreich oder Italien“ gehabt, so Watzke. Der BVB spüre nun „die Verpflichtung gegenüber Fußball-Deutschland, ab sofort das klare Ziel zu haben, um die Meisterschaft mitzuspielen“.

In der kommenden Saison soll die Schale wieder nach Dortmund gehen. Das verriert der BVB-Boss im Gespräch mit der BILD: „Wir wollen Meister werden! Aber Bayern ist wie der Mount Everest, wie ein 8000er. Den kannst du versuchen, mal zu bezwingen – und das möchten wir auch. Ich denke sogar, Deutschland braucht das bald mal wieder.“ Den BVB erwartet in der Spielzeit 2019/2020 aber ein kniffliger Bundesliga-Spielplan.

Rummenigge kontert: Vorsicht vor Schnappatmung

Diese Aussage blieb natürlich in München nicht ungehört. Im Rahmen der Meisterfeierlichkeiten konterte Karl-Heinz Rummenigge süffisant: „Der Mount Everest ist ja auch höher als 8.000 Meter. Und ich hab immer gesagt: Beim Besteigen muss man aufpassen, dass man in der Höhenluft keine Schnappatmung kriegt“.

Dabei wollte sich der Bayern-Boss das Siegerlächeln gar nicht verkneifen. Schließlich ging dem BVB in dieser Saison beim Gipfel-Endspurt tatsächlich die Luft aus. Von nun an will man in Dortmund mutiger auftreten.

Watzke und Rummenigge sind sich einig: Top-Transfers tun der Bundesliga gut

In der kommenden Spielzeit soll das anders werden. Dafür griff der BVB tief in die Spardose und steckte etwa 80 Millionen Euro in die Verpflichtung von hochkarätigen Spielern (alle Infos im Transfer-Ticker von RUHR24 und Buzz09). Die Bayern haben ihrerseits einen dreistelligen Millionenbetrag in Lucas Hernández (80 Mio), Benjamin Pavard (35 Mio) und Fiete Arp (3 Mio) investiert. Gegenseitig lobten sich die Kontrahenten für ihre Präsenz auf dem Transfermarkt. Das tue der Bundesliga gut. Zumindest in diesem Punkt besteht Einigkeit zwischen den beiden deutschen Leuchttürmen.

So begrüßte Rummenigge am Freitag im BILD-Interview, dass der BVB mit Nico Schulz, Thorgan Hazard und Julian Brandt gleich drei gestandene Bundesliga-Stars verpflichtet hat, fügte aber sogleich an: „Diese Spieler waren für uns nicht interessant“.
Denn auch der FC Bayern möchte in der Offensive noch nachlegen. Und hat mit dem Ex-Schalker Leroy Sané ebenfalls einen echten Kracher im Visier, wie Watzke seinerseits zugibt.

Aktuelle BVB-Themen:

Bereits Anfang August steigt das erste Kräftemessen der Rivalen. Dann treffen Vizemeister Borussia Dortmund und Double-Sieger FC Bayern im Supercup aufeinander. Das Spiel wird am 3. oder 4. August stattfinden. Austragungsort ist voraussichtlich der Signal Iduna Park. BVB-Boss Watzke ist bereits voller Vorfreude auf den ersten Gipfelsturm der kommenden Saison.