Bild: dpa

Rudi Aussauer ist tot. Vielen bleibt der Ex-Manager vor allem als Schalke-Legende im Gedächtnis. Doch auch beim BVB hatte Assauer eine intensive Zeit – damals noch als aktiver Profifußballer.

Jahrelang prägte Rudi Assauer den FC Schalke 04 wie kein anderer. Hier arbeitete er in den Jahren 1981 und 1983 als Trainer. Doch vor allem in seiner Position als Manager des FC Schalke feierte er mit dem Verein große Erfolge.

18 Jahre als Manager bei Schalke

In zwei Amtszeiten (1981 bis 1986 und 1993 bis 2006) war er insgesamt 18 Jahre lang für die Königsblauen als Manager tätig. 1996 verpflichtete er Huub Stevens und legte so den Grundstein für die erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte, in der Schalke Uefa-Pokal- und zweimal DFB-Pokalsieger wurde.

Doch Rudi Assauer, der jahrelang an Alzheimer litt, wird nicht nur den Schalker Fans in Erinnerung bleiben. Denn während seiner Zeit als Profifußballer stand Assauer unter anderem beim BVB unter Vertrag.

Rudi Assauer bestritt mehr als 100 Spiele für den BVB

Von 1964 bis 1970 absolvierte der Ex-Manager insgesamt 119 Bundesligaspiele für Borussia Dortmund und traf in dieser Zeit achtmal für die Schwarz-Gelben.

Seine größten Erfolge mit dem BVB feierte Rudi Assauer, als er 1965 mit den Borussen den DFB-Pokal und ein Jahr später den Europapokal der Pokalsieger gewann. Auf dem Weg zum ersten internationalen Titelgewinn einer deutschen Fußballmannschaft kam Assauer als damals 21-Jähriger in den ersten beiden Runden in den Spielen gegen Floriana La Valetta und ZSKA Sofia zum Einsatz.

Auch die beiden Halbfinals gegen West Ham United bestritt der damalige Mittelfeldspieler für den BVB. Im Finale des Europapokals besiegte Borussia Dortmund den FC Liverpool mit 2:1 nach Verlängerung. Rudi Assauer stand damals als Verteidiger auf dem Platz.

BVB-Mitglied bis zum Tode

Rudi Assauer war als aktiver Spieler Bestandteil der Europapokalsieger-Mannschaft von 1966 und damit an einem Meilenstein in der Geschichte von Borussia Dortmund beteiligt“, sagte BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball am Mittwochabend (6. Februar).

Aktuelle Top-Themen:

„Schalke 04 war sein Leben, und mit dem BVB hat er als Spieler den Europapokal gewonnen. Man konnte wunderbar mit ihm streiten und wunderbar mit ihm lachen“, so Rauball weiter.

Und auch wenn Rudi Assauer im Herzen mit Sicherheit vor allem Schalker gewesen ist, so hat er seine schwarz-gelbe Vergangenheit doch nie verleugnet. 2010 wurde er für seine 40-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt und blieb den Dortmundern bis zu seinem Tode treu.