BVB: Kapitän Marco Reus erneuert sein Titelversprechen

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Marco Reus vom BVB. Foto: dpa

Marco Reus ist on fire. Der Kapitän des BVB hat verraten, warum Borussia Dortmund in der kommenden Saison Meister wird. Hier die Infos.

Marco Reus (30) hat in der kommenden Saison ein klares Ziel vor Augen, nämlich die erste Deutsche Meisterschaft seit 2012 nach Dortmund zu holen.

  • Reus äußert sich optimistisch über die kommende Saison.
  • Der BVB-Kapitän fordert sein Team auf, wieder eine Einheit auf dem Platz zu werden.
  • Der große Kader könnte jedoch auch für Unruhe sorgen.

Nach dem etwas enttäuschenden Ausgang der vergangenen Saison, zeigt sich Reus angriffslustiger denn je. Im Interview mit der Sport Bild erneuerte er sogar seine Titelambitionen.

Reus: "Ein anderes Saisonziel macht keinen Sinn"

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"Es sollte immer das Ziel sein, den Wettbewerb zu gewinnen, an dem man teilnimmt. Nach der vergangenen Saison und unseren Neuverpflichtungen diesen Sommer macht ein anderes Saisonziel meiner Meinung nach gar keinen Sinn," meint Reus.

Damit stimmt der Kapitän Hans-Joachim Watzke (60) zu, der vor kurzem sagte: "Wir werden in die Saison mit der Maßgabe gehen, dass wir ohne Wenn und Aber um die Deutsche Meisterschaft spielen wollen." Dabei helfen soll unter anderem Jadon Sancho (19).

Reus freut sich über starke Neuzugänge

Das neue Selbstbewusstsein bei den Schwarzgelben scheint riesig. Die Meisterschaft ist nach 127,5 Millionen Euro Transferausgaben aber zumindest nicht ganz unrealistisch.

Besonders glücklich zeigt sich Reus derweil über die Rückholaktion von Mats Hummels (30): "Mats ist natürlich eine sportliche Verstärkung für uns."

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Die hatte der 30-Jährige aber auch öffentlich gefordert. Bei allem Enthusiasmus appelliert der Nationalspieler aber auch den Teamspirit, der die Mannschaft von Trainer Lucien Favre (61) in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat.

"Es wird wichtig für uns sein, schnell mit allen neuen Spielern eine Einheit zu werden - auf dem Platz, aber auch vor allem in der Kabine. Nur so können wir erfolgreich sein," sagte Reus, der zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt wurde und viel Lob von Jürgen Klopp erhielt, gegenüber der Sport Bild.

Transfers könnten für Unruhe sorgen

Diese "eingeschworene Einheit" tatsächlich zu verkörpern, ist jedoch leichter gesagt als getan. Denn durch die Top-Transfers von Nico Schulz (26), Thorgan Hazard (26), Julian Brandt (23), Mats Hummels (30) und Mateu Morey (19) ist der Konkurrenzkampf im Dortmund XXL-Kader größer als jemals zu vor. Eine gewisse Unruhe ist vorprogrammiert.

Zwei Spieler wurden sogar für den Trainingsauftakt freigestellt. Zum größten Brandherd könnte in Zukunft die Innenverteidigung der Borussen werden.

Diallo vor dem Abflug?

Mit Hummels, dem frisch vermählten Manuel Akanji (23), Abdou Diallo (23), Dan-Axel Zagadou (20), Ömer Toprak (29) und dem jungen Leonardo Balerdi (20) hat der Vizemeister sechs Innenverteidiger im Kader. Zwei können maximal spielen und maximal zwei wohl auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Logisch, dass daher bei dem ein oder anderen Spieler Abwanderungsgedanken auftreten. Aus dem Umfeld von Diallo war zu vernehmen, dass der Franzose den BVB unbedingt verlassen möchte.

Paris Saint-Germain scheint ein mögliches Ziel des 23-Jährigen zu sein. Auch Landsmann Zagadou denkt über einen Tapetenwechsel nach. Angeblich sei der FC Arsenal interessiert.

Als größter Wackelkandidat galt bis zuletzt Toprak. Der Türke stellte jedoch klar sich beim Vizemeister durchsetzen zu wollen.

Um aber die Ziele von Borussia Dortmund und Reus nicht zu gefährden, muss Sportdirektor Michael Zorc (56) den Kader weiter verkleinern. Immerhin: Mit den Leihen von Felix Passlack (21) und Dzenis Burnic (21) konnte er zwei Baustellen bereits schließen.