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Hat Paco Alcácer seine Leichtigkeit zurück? Während die vergangenen Wochen für den BVB alles andere als leicht waren, ging auch der Spanier durch eine schwere Phase. Doch jetzt trifft der Stürmer endlich wieder das Tor.

Neun Pflichtspiele in Folge ohne ein Tor für den BVB. So lautete Paco Alcácers Rückrundenbilanz. Wie war der Spanier in der Hinrunde von der Presse gelobt worden. Von allen Seiten hieß es „Pacogoal“ oder „Knallcacér“.

Und das zu Recht: Paco Alcácer spielte wie im Rausch. Bis zur Winterpause verbuchte der Stürmer wettbewerbsübergreifend 13 Tore und einen Assist auf seinem Konto.

Rückrunde: Alcácer ohne Torgefahr

Doch in den ersten Spielen der Rückrunde kam der Umschwung. Alcácer strahlte kaum Torgefahr aus oder ließ gute Möglichkeiten liegen. Im Pokal gegen Werder Bremen verschoss er dann einen Elfmeter. Keine Spur mehr von der Leichtigkeit und dem Selbstbewusstsein mit dem der Dortmunder zu Beginn der Saison gekickt hatte.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc zeigte sich jedoch nachsichtig: „Es konnte nicht in dem Tempo der Hinrunde weitergehen. Dann hätte er Gerd Müller sogar in den Schatten gestellt.“

Zehn Wochen dauerte es schließlich, bis Alcácer wieder das Tor traf. Beim Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg konnte der 25-Jährige seine Torflaute endlich beenden. Und auch im letzten Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart machte der Borusse ein wichtiges Tor für seine Mannschaft.

Erlösendes Tor gegen den VfB

Nachdem die Stuttgarter in der 71. Minute durch einen Standard zum 1:1 ausglichen hatten, fackelte Paco Alcácer sechs Minuten vor dem Ende nicht lang und erzielte das 2:1 für den BVB. Auch wenn der Stürmer vorher mindestens drei Großchancen liegen ließ, zeigten die Schwarz-Gelben in dieser Phase des Spiels die schon fast verloren geglaubten Comeback-Qualitäten. Auch das Glück, das dem Spanier in der Hinrunde noch auf Schritt und Tritt gefolgt war, schien zurückgekehrt zu sein.

Die Erleichterung über diesen Treffer und sicher auch der Sieg gegen den VfB, Christian Pulisic erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:1, war am Samstag (9. März) deutlich spürbar. Das machte auch Alcácer nach der Partie deutlich: „Ich freue mich, dass ich getroffen habe. Aber am wichtigsten ist der Teamerfolg.“

Favre: „Alcácer hat ein Gefühl dafür“

Während der 25-Jährige die Lorbeeren nicht alle selbst einheimsen wollte, bekam er von BVB-Trainer Lucien Favre ein zusätzliches Lob. „Er hat ein Gefühl dafür“, so Favre über seinen Stürmer auf der Pressekonferenz nach dem mühsamen Erfolg und sprach von einem „klassischen Stürmertor“.

Aktuelle BVB-Themen

Nun wird sich zeigen, ob Paco Alcácer in den nächsten neun Spielen im Kampf um die Meisterschaft noch einmal an seine Leistung der Hinrunde anknüpfen kann. Marco Reus und vor allem Mario Götze, der in den vergangenen Wochen immer bessere Spiele ablieferte, könnten den 25-Jährigen mit kreativen Zuspielen und Ideen im Spiel nach vorne maßgeblich dabei unterstützen.