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Das Duell beim 1. FC Nürnberg war für den BVB das zweite Montagsspiel seiner Bundesliga-Geschichte, erstmals mussten die Schwarzgelben auswärts ran. Auch wenn eine Anschaffung des ungeliebten Termins ab der Saison 2021/22 bereits beschlossen wurde, sorgte die Ansetzung weiter für Unmut. Während der Partie provozierten die Fans des 1. FC Nürnberg Spielunterbrechungen. Zudem verwirrte der Unparteiische Zuschauer, Spieler und Verantwortliche mit einer kuriosen Entscheidung.

Update, Dienstag (19. Februar), 10.50 Uhr: Auch Sender Eurosport, der die Partie am Montag übertrug, blieb von den Protestaktionen nicht verschont. Wie die „Bild-Zeitung“ berichtet, gelang es zwei Nürnberg-Chaoten trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen bis vor das Studio zu vorzudringen. Dort lieferten sie sich eine Schlägerei mit den Sicherheitsbeamten. Einer von ihnen wurde dabei verletzt. Der Vorfall hat sich unmittelbar vor dem Interview mit BVB-Sportdirektor Michael Zorc ereignet, der die Szenerie verfolgt hatte. Eurosport erstattete Anzeige gegen die beiden polizeibekannten Krawallmacher.

Update, Montag (18. Februar), 21.45 Uhr: Beim Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Borussia Dortmund sorgten Teile der Heimfans mit Protestaktionen für Unterbrechungen. Der BVB-Block blieb ruhig. Die Ultras vom „Club“ warfen schwarze Bälle bei Ecken auf das Feld und präsentierten Plakate und Spruchbänder.

Proteste gegen Montagsspiele. 1. FC Nürnberg gegen den BVB. Foto: Daniel Karmann/dpa
Proteste gegen Montagsspiele. 1. FC Nürnberg gegen den BVB. Foto: Daniel Karmann/dpa

Montagsspiele sorgen seit der Einführung für Proteste seitens der Fans. Ein großer Teil der Fans ist gegen Spiele am Montag.

Montagsspiele sorgen für Protest-Aktionen von Nürnberg-Fans

Die Ultras vom BVB sind aus Protest gegen den Montag in Dortmund geblieben. Die Ultras vom 1. FC Nürnberg protestierten im Block.

Proteste gegen Montagsspiele beim Spiel Nürnberg gegen BVB. . Foto: Daniel Karmann/dpa
Proteste gegen Montagsspiele beim Spiel Nürnberg gegen BVB. . Foto: Daniel Karmann/dpa

Das Max-Morlock-Stadion blieb während der ersten 45 Minuten weitestgehend ruhig. Hin und wieder kam Support von Teilen der Fans durch. Doch der aktive Part – der Block mit den Ultras – blieb stumm.

Schiedsrichter sorgt mit Entscheidung für Diskussionen

Schiedsrichter Harm Osmers sorgte mit einer Entscheidung für große Diskussionen. In der vierten Minute der Nachspielzeit gab es noch eine Ecke.

Wieder warfen die Club-Fans Bälle auf das Spielfeld. Osmers pfiff zur Halbzeit. Die BVB-Spieler protestierten lautstark.

Ursprungsmeldung, Montag (18. Februar), 12.00 Uhr: 

Rückblick: Das bisher letzte Montagsspiel des BVB liegt ungefähr ein Jahr zurück. An einem kalten Abend empfingen die Borussen am 26. Februar 2018 den FC Augsburg. Dass die Partie 1:1 endete, interessierte am Ende nur die wenigsten. Was in Erinnerung blieb, waren die Proteste während des Spiels.

Nur rund 54.000 statt der sonst über 80.000 Zuschauer kamen damals. Während der 90 Minuten herrschte teilweise eine gespenstige Atmosphäre im Stadion.

„Ersten 45 Minuten auf vielfältige Weise bestreiken“

So ähnlich könnte es auch diesmal werden. Wie die Nürnberger Ultras in einem Fan-Brief ankündigten, „werden wir die ersten 45 Minuten auf vielfältige Weise bestreiken“. In der Nordkurve des Max-Morlock-Stadions werde es demnach bis zur Halbzeit „keine organisierte Unterstützung geben“.

Schon beim ersten Montagsspiel der Saison traf es den „Club“. Gegen Leverkusen betraten die Fans den Stehblock erst nach Schlusspfiff des ersten Durchgangs. Ganz so extrem soll es diesmal zwar nicht werden. Auf „business as usual“ habe man aber nach wie vor „keine Lust“.

Montagsspiel, BVB, Ultras, Boykott. Foto: Uwe Anspach/dpa
Montagsspiel, BVB, Ultras, Boykott. Foto: Uwe Anspach/dpa

Den Nürnberg-Anhängern wird zu kreativen Unmutsäußerungen geraten. „Malt Spruchbänder, packt Trillerpfeifen ein, seid kreativ. Macht eurer Wut Luft“, heißt es in dem Statement.

Aktuelle BVB-Themen

BVB-Ultras bleiben Spiel erneut fern

Die BVB-Ultras werden ebenfalls wieder protestieren. Bereits Mitte Januar verkündete das Fanbündnis „Südtribüne Dortmund“: „Trotz der positiven Nachrichten über die Abschaffung der Montagsspiele in der ersten und zweiten Liga ab der Saison 2021/2022, halten wir an unserem Weg des Protests fest“.

Doch auch ohne die Anwesenheit des organisierten Supports wird der Gästeblock im Max-Morlock-Stadion nicht leer bleiben. Laut Angaben des 1. FC Nürnberg werden circa 4.500 Gäste-Fans erwartet.