Sorgenkind bei Borussia Dortmund

Favre zweifelte angeblich schon vor dem Transfer an einem Millionen-Neuzugang des BVB

Lucien Favre zweifelte offenbar an einem hochkarätigen Sommer-Neuzugang.
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Lucien Favre zweifelte offenbar an einem hochkarätigen Sommer-Neuzugang.

Im Sommer hat der BVB seinen Kader hochkarätig verstärkt. Doch Lucien Favre, Trainer von Borussia Dortmund, soll an einem Neuzugang seine Zweifel gehabt haben.

  • Borussia Dortmund hat im Sommer 2019 rund 125 Millionen Euro in den Kader investiert.
  • Damit wollte der BVB seinen Kader einen titelfähigen Anstrich verpassen.
  • Dabei soll Lucien Favre vor allem gegen einen Neuzugang arge Zweifel gehegt haben.

Dortmund - Rund 125 Millionen Euro ließ sich der BVB im Sommer 2019 den "Titelangriff" auf die Deutsche Meisterschaft kosten. Dabei hat Sportdirektor Michael Zorc (57) den Kader der Westfalen mit fünf Spielern verstärkt.

Nico Schulz, Mats Hummels und weitere: BVB erntete viel Lob für Sommer-Neuzugänge

Nico Schulz (26), Mats Hummels (31), Thorgan Hazard (26), Julian Brandt (23) und Mateu Morey (19) waren jene fünf. Für diese Neuzugänge erntete der BVB, der am 24. Spieltag der Bundesliga auf den SC Freiburg trifft (zum Live-Ticker), im vergangenen Sommer viel Lob und Anerkennung. 

Insbesondere ein Transfer soll jedoch bereits im Vorfeld durchaus skeptisch beäugt worden sein. Und das ausgerechnet von Cheftrainer Lucien Favre (62), mit dem der BVB laut RUHR24-Redakteur Christian Keiter nie einen großen Titel gewinnen wird.

BVB: Lucien Favre war wohl wenig überzeugt von Neuzugang Nico Schulz

Wie die Sport Bild am Mittwoch (26. Februar) in ihrer Printausgabe berichtet, soll der Trainer des BVB (die Einzelkritik und Noten nach dem Zittersieg gegen Freiburg) von Anfang an nicht von Nico Schulz überzeugt gewesen sein. Dabei war der deutsche Nationalspieler wahrlich kein Schnäppchen für die "Schwarz-Gelben".

25,5 Millionen Euro musste Borussia Dortmund im Sommer 2019 für Nico Schulz an die TSG 1899 Hoffenheim überweisen. Der 26-Jährige hat beim deutschen Vizemeister einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024 unterschrieben.

Borussia Dortmund: Nico Schulz sollte Schwachstelle beim BVB beheben

Der 26-Jährige sollte bei den Westfalen die vorher ausgemachte Schwachstelle auf der linken Abwehrseite nachhaltig beseitigen. Aufgegangen ist dieses Vorhaben der Verantwortlichen allerdings noch nicht. 

Während Nico Schulz, den man mittlerweile beim BVB zu einem der Verlierer der laufenden Saison zählen kann, in der Bundesliga-Hinrunde noch achtmal zum Einsatz kam, ist er in der Rückrunde noch komplett außen vor. 

BVB: Lucien Favre lässt Nico Schulz 2020 in der Bundesliga auf der Bank schmoren

In allen sechs Bundesliga-Spielen im Jahr 2020 ließ Lucien Favre den Linksfuß auf der Bank schmoren. Allerdings gibt es – neben der angeblichen Vorbehalte – durchaus sportliche Gründe für die Nichtberücksichtigung des deutschen Nationalspielers. 

Das Fachmagazin kicker hat die bisherigen Bundesliga-Auftritte von Nico Schulz im Trikot der "Schwarz-Gelben" beispielsweise mit einer Durchschnittsnote von 4,07 bewertet. Deutlich besser macht es derzeit hingegen ein anderer Akteur im Kader des BVB. 

Gemeint ist Raphael Guerreiro (26). Spätestens seit der Umstellung auf die Dreierkette ist der portugiesische Nationalspieler nicht mehr aus der Stammformation von Borussia Dortmund wegzudenken. 

Video: Michael Zorc über Meister, Hummels und Transfers von Borussia Dortmund

Als Schienenspieler auf dem linken Flügel macht der 26-Jährige das, was ursprünglich von Nico Schulz erwartet werden durfte. Er überzeugt mit außerordentlich guten Leistungen.

Dabei sollte vor allem dem deutschen Nationalspieler die Formationsänderung bei Borussia Dortmund, wo im Derby gegen Schalke 04 ein Sieg Pflicht ist, zugutekommen. Schließlich spielte die TSG 1899 Hoffenheim in der Vorsaison unter der Führung von Julian Nagelsmann (32, mittlerweile Trainer bei RB Leipzig) ebenfalls überwiegend mit einer Dreier- beziehungsweise Fünfer-Abwehrkette.

In jenem System überzeugte Nico Schulz letztlich die Verantwortlichen des BVB von einem Transfer. Mit Ausnahme offenbar von Lucien Favre, der von Anfang an Zweifel an der Verpflichtung gehegt haben soll.