Nach Hummels-Transfer: zwei Verteidiger können den BVB noch verlassen

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Manuel Akanji wird beim BVB in der Verteidigung wohl gesetzt sein. Abdou Diallo könnte den Verein verlassen, Foto: dpa

Nach dem Transfer von Mats Hummels hat der BVB sechs Innenverteidiger im Kader. Zwei davon sollen den Verein möglichst noch verlassen.

Spätestens nach der Verpflichtung von Mats Hummels ist es voll in der Abwehr beim BVB. Sechs Innenverteidiger streiten sich um zwei Startplätze. Zwei Spieler sollen noch gehen.

  • Hummels und Akanji haben wohl die Nase vorn.
  • Toprak will um seinen Platz kämpfen.
  • Ein Verkauf von Diallo, Zagadou oder Weigl könnte finanziell reizvoll sein.

Lucien Favre hat ein Luxusproblem. Er kann beim BVB aktuell aus sechs Innenverteidigern wählen.

Hummels und Akanji scheinen vorerst gesetzt

Da wäre zum einen der Abwehrchef der vergangenen Spielzeit: Manuel Akanji. Der Schweizer war – wenn fit – absoluter Stammspieler in der Innenverteidigung. Sein Partner hingegen wechselte häufig. Teilweise trug der Schweizer sogar die Kapitänsbinde. Trotz immer wiederkehrender Gerüchte um Manchester United wird Akanji wohl beim BVB bleiben.

Hier soll er zusammen mit Mats Hummels die Innenverteidigung bilden. Der Rückkehrer aus München wird ebenso gesetzt sein. Hummels war laut kicker-Ranking bester Innenverteidiger der Rückrunde und kostet den BVB im Paket über 60 Mio. Euro.

Zagadou und Diallo in Lauerstellung

Hinter den beiden Abwehrchefs hofft ein junges Duo auf ausreichend Spielzeit. Dan-Axel Zagadou spielte bis zu einer Verletzung gegen Ende der Rückrunde eine herausragende Spielzeit. Danach schlichen sich teils schwere Fehler beim 20-Jährigen ein. Sein Potenzial ist aber zweifelsfrei enorm, was auch Begehrlichkeiten auf dem Transfermarkt weckt.

Abdou Diallo musste zuletzt auf der Linksverteidiger-Position aushelfen. Da überzeugte der Franzose eher weniger. Auch seine Einsätze in der Zentrale wirkten nur selten wirklich stabil. Beim BVB soll man nicht abgeneigt sein, Diallo bei entsprechenden Angeboten wieder abzugeben. Paris hat bereits die Fühler ausgestreckt.

Toprak will um seine Chance kämpfen

Auf gerade einmal 740 Minuten Einsatzzeit kam Ömer Toprak in der abgelaufenen Saison. Zu wenig für die Ansprüche des erfahrenen Innenverteidigers. Der BVB würde Toprak gerne abgeben, der wiederum will um seinen Platz kämpfen: „Dass ich kämpfen kann, habe ich in den vergangenen zehn Jahren oft genug bewiesen, denke ich“, sagte der Innenverteidiger dem kicker.

Weigl sieht sich dauerhaft im Mittelfeld

Mit starken Leistungen überraschte Julian Weigl in der Innenverteidigung. Der 23-jährige sieht sich allerdings langfristig im Mittelfeld. Dort hingegen scheint Trainer Lucien Favre nicht auf ihn zu setzen. Ein Interesse von Paris Saint Germain steht nach wie vor im Raum. Auch hier würde der BVB bei einem guten Angebot wohl verkaufen.

Balerdi in der Warteschleife

Und nicht zuletzt gibt es auch noch Leonardo Balerdi. Das argentinische Innenverteidiger-Talent holte der BVB im Winter für 15,5 Mio. Euro von den Boca Juniors. Nach einem halben Jahr Eingewöhnung sollte für Balerdi nun eigentlich der nächste Schritt folgen. Um sich zu entwickeln, braucht er jedoch Einsatzzeit. Die Aussichten darauf sind nach der Verpflichtung von Hummels weiter gesunken. Wie es mit ihm weitergeht, ist unklar, ein Leihgeschäft wäre denkbar.

Der BVB muss auch aufs Geld schauen

Nach bisher über 100 Mio. Euro Transferausgaben muss der BVB nun auch bei den Abgängen Einnahmen generieren. Für Spieler wie Rode, Schürrle und Co. sind bestenfalls kleine Beträge zu erwarten. Geld in die Kassen spülen könnten hingegen Transfers von Weigl oder Diallo, die beide um die 30 Mio. Euro bringen würden. Zudem hätte man damit das Überangebot an Innenverteidigern ausgedünnt.