Matthäus schießt gegen BVB: Mannschaft nicht clever genug - das muss sich ändern

Lothar Matthäus schießt gegen den BVB. Foto: dpa / Montage: Ruhr24
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Lothar Matthäus schießt gegen den BVB. Foto: dpa / Montage: Ruhr24

Lothar Matthäus schießt gegen den BVB. In seiner Sky-Kolumne äußert sich der Rekordnationalspieler über die Situation bei Borussia Dortmund.

In der Sky-Kolumne "So sehe ich das" hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (58) gegen den BVB geschossen. Dennoch macht er auch gleichzeitig Hoffnung auf Besserung.

Lothar Matthäus legt den Finger beim BVB ganz tief in die Wunde

Heute veröffentlichte Sky auf seiner Homepage die Kolumne von Lothar Matthäus "So sehe ich das". Sie beginnt mit einer These, mit der sich aktuell wohl auch viele BVB-Fans aus Frust anfreunden können.

Wer Meister werden will, muss anders auftreten!

Lothar Matthäus in der Sky-Kolumne

Manchmal würden technisch überlegende Mannschaften denken, dass sie jeden Gegner spielerisch besiegen könnten. So wie der BVB gegen Union Berlin.

Aus Matthäus' Sicht hätte Borussia Dortmund gegen Ende der Partie robuster, konzentrierter und schlauer spielen müssen. Es hat an essentiellen Grundlagen im Fußball gefehlt.

So hat Borussia Dortmund Spielzüge nicht mehr zu Ende gespielt. Es hat zu viele Fehlpässe gegeben und die Positionen wurden nicht gut gehalten.

Borussia Dortmund hat die Punkte nicht aufgrund der Verletzung von Mats Hummels (30) oder einer verfehlten Taktik von Lucien Favre (61) verspielt.

"Wenn man Meister werden will, muss man anders auftreten. Sie schaffen es zu oft nicht, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Das darf einer Spitzenmannschaft nicht passieren", schreibt Matthäus.

Zudem sollten Spieler mit positiven Druck umgehen können. "Ich glaube nicht, dass das nun öffentlich vorgegebene Ziel der Meisterschaft in Dortmund ein negativer Druck ist, der die Spieler hemmt", gibt Matthäus in der Sky-Kolumne zu bedenken. Das sollte ein positives Gefühl sein.

Die Frage nach der sogenannten Mentalität ist aktuell beim BVB mehr als akut. Zudem sorgt eine absurde Diskussion um das Kapitänsamt um Marco Reus für etwas Unruhe.

Das macht beim BVB für Matthäus Hoffnung

Der BVB hat aus Sicht des Rekordnationalspielers eine perfekte Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Es würde nichts fehlen. Ein 2:2 in Frankfurt sei generell kein Problem. Das dürfe jedoch nicht zu oft passieren.

In der vergangenen Saison gab es eine ganze Reihe von Partien gegen vermeintlich schlechtere Gegner - Düsseldorf, Augsburg, Nürnberg, Schalke - in denen der BVB hat Punkte liegen lassen.

Das muss Borussia Dortmund besser machen

Ein Patentrezept schreibt Matthäus in seiner Kolumne nicht auf. Er sagt, dass der BVB lernen muss, enge Phasen und Ergebnisse für sich zu entscheiden.

"Der BVB muss lernen, knappe Resultate konzentriert, etwas cleverer und mit Ruhe und Selbstbewusstsein über die Zeit zu bringen", so Matthäus bei Sky.