Eine einfache Erklärung

Rummenigge klärt auf: So lief der Wechsel von Mats Hummels zum BVB wirklich ab

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Die Rückkehr von Mats Hummels (30) vom FC Bayern München zum BVB im vergangenen Sommer sorgte für viel Aufsehen. Nun räumte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge (64) mit einigen Gerüchten auf.

  • Mats Hummels kehrte vor der Saison nach drei Jahren in München wieder nach Dortmund zurück.
  • Der Wechsel sorgte zunächst für Irritation, kam er doch eher unerwartet.
  • Auf der Jahreshauptversammlung ließ Rummenigge nun einige Details durchsickern - und konnte sich eine Spitze in Richtung des BVB nicht verkneifen.

Mats Hummels wollte unbedingt zum BVB

Am Freitag (15. November) wurde Uli Hoeneß (67) auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München verabschiedet. Diesen Rahmen nutzte Rummenigge, um sich bei einigen Ehemaligen des Rekordmeisters zu bedanken und um sie zu verabschieden. Darunter auch Mats Hummels. Der ehemalige Nationalspieler war im Sommertransferfenster im Vorlauf der aktuellen Saison zum BVB zurückgekehrt, um die Defensive zu stabilisieren.

Und das aus freien Stücken, wie der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayern nun auf der Jahreshauptversammlung klarstellte. „Es war Mats, der uns um eine Freigabe gebeten hat“, so Rummenigge. Der Rekordmeister habe dann lediglich seinem Wunsch stattgegeben. Der jetzt Ex-Trainer der Bayern, Niko Kovac (48), hatte erklärt, dass er auf den 30-Jährigen nicht mehr als Stammkraft bauen wolle.

BVB: Wechsel von Mats Hummels „aus wirtschaftlichen Gründen gut“

Doch der Wechsel von Mats Hummels, der mittlerweile beim BVB Alarm schlägt, sei für beide Seiten rentabel gewesen, wie der Bayern-Boss erklärt. „Das Angebot der Dortmunder war außerordentlich gut und wir konnten das alleine schon aus wirtschaftlichen Gründen schlecht ausschlagen“, so Rummenigge.

Auf eine genaue BVB-Summe ging man auf der Jahreshauptversammlung nicht ein, oftmals war jedoch von einer Summe von ca. 38 Millionen Euro die Rede. Geld, das der FC Bayern München für die Transfers von Benjamin Pavard (23) und Lucas Hernandez (23) gut gebrauchen konnte. Dass es den Münchnern ausgerechnet jetzt an Innenverteidigern mangelt, hätte im Sommer keiner ahnen können.

BVB: Rummenigge bedankt sich bei Mats Hummels

Doch trotz des hektischen Abschieds hat Rummenigge auch warme Worte für den Ex-Bayern-Spieler übrig. „Ich möchte es trotzdem nicht versäumen, mich bei Mats für drei erfolgreiche Jahre bedanken“, so der Aufsichtsratsvorsitzende. Zum Schrecken aller BVB-Fans wurde Mats Hummels, der bald vielleicht sogar bei Olympia spielen darf, in drei Jahren mit dem ungeliebten Rivalen dreimal Meister.

Lange hatte der 30-Jährige eine wichtige Rolle in der Innenverteidigung des Rekordmeisters gespielt, doch ein erstarkter Niklas Süle (24) machten Einsätze immer schwieriger. Und auch obwohl er nun beim direkten Rivalen in Dortmund spielt, gab ihm Rummenigge auch etwas Positives für die Zukunft mit. „Ich wünsche ihm alles Gute.“

Rummenigge mit Spitze in Richtung Mats Hummels und BVB

Doch neben all der schönen Worte konnte sich der Bayern-Boss eine kleine Spitze gegen den Erzrivalen nicht verkneifen. Nach seinen guten Wünschen für die Zukunft von Mats Hummels fügte er mit einem Grinsen an: „Es reicht ja auch die Vize-Meisterschaft.“ Und spielte damit auf die letzten Meisterschaften der Münchner in Folge an. Auch um eine erneute Vize-Meisterschaft des BVB zu verhindern, wurde der Rückkehrer ins Boot geholt. 

Momentan läuft jedoch nicht alles ganz rund in Dortmund. Immerhin: Mats Hummels konnte bis auf einen Ausfall in der Bundesliga (Rückenprobleme) und im DFB-Pokal (Magen-Darm-Grippe) bei allen Partien der Schwarzgelben auf dem Platz stehen. Aktuell ist auch ein deutscher Nationalspieler in den Fokus des BVB gerückt. Emre Can von Juventus Turin. Der 25-jährige Mittelfeldspieler könnte im Winter in die Bundesliga wechseln.