Nach Topspiel in Gladbach

Mats Hummels lobt BVB-Profis Emre Can und Erling Haaland: "Mit ihrer Art Fußball zu spielen..."

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Die BVB-Profis feieren den Führungsreffer von Thorgan Hazard beim Auswärtsspiel in Gladbach. 

Borussia Dortmund siegt auch beim Topspiel in Gladbach und setzt den positiven Trend fort. Abwehrchef Mats Hummels lobt zwei BVB-Neuzugänge.

  • Mats Hummels freut sich über einen neuen „Spirit“ beim BVB.
  • Dafür seien besonders Emre Can und Erling Haaland verantwortlich.
  • Im Meisterkampf stellte er eine klare Forderung.

Mönchengladbach – Zehntes Pflichtspiel in der Rückrunde, achter Sieg für den BVB. Nach einer wechselhaften Hinrunde präsentiert sich das Team von Lucien Favre (62) im Jahr 2020 bisher wie verwandelt. Die positiven Veränderungen führt Mats Hummels (31) vor allem auf zwei Spieler zurück.

BVB-Sieg in Gladbach: Mats Hummels freut sich über „andere Herangehensweise“

Nach dem mühsamen 1:0 im Heimspiel gegen den SC Freiburg am vergangenen Wochenende ließ der BVB in Gladbach (der Ticker zum Nachlesen) gleich den nächsten Arbeitssieg folgen. In der Rückrunde zeigte Borussia Dortmund neue, bisher nicht für mögliche gehaltene Qualitäten. 

"Wir haben eine andere Herangehensweise", sagte BVB-Abwehrchef Mats Hummels nach dem Schlusspfiff im Sky-Interview. Nicht immer glänzen, auch mal über den Kampf ins Spiel kommen. Die in der Hinrunde viel beschworene Mentalität ist bei B orussia Dortmund mittlerweile in jeder Partie sichtbar.

Mats Hummels lobt neue Mentalität bei Borussia Dortmund

Im Spitzenspiel gegen die heimstarke Borussia aus Mönchengladbach bewies der BVB (die Einzelkritik und Noten zum Sieg in Gladbach), dass er nicht nur die feine Klinge schwingen kann. Neuerdings geht man bei Schwarz-Gelb keinem Zweikampf aus dem Weg. Ab und an wird einfach mal "dreckig" gespielt, wie Neuzugang Emre Can (26) es im Anschluss an die 3:4-Niederlage in Leverkusen forderte. 

"Das war ein Fight, wir haben es angenommen. Wir sind die in die Zweikämpfe gegangen, haben uns nichts gefallen lassen", stellte Mats Hummels wohlwollend fest und fügte hinzu: "Das hätte vor ein paar Wochen noch anders ausgesehen."

BVB überzeugt in Gladbach auf ungewohntem Terrain

Die Statistik gab dem 31-Jährigen dabei Recht. Ganze 128 gewonnene Zweikämpfe kann Borussia Dortmund beim Topspiel vorweisen. Gladbach kam lediglich auf 97. Zudem holten sich die BVB-Profis insgesamt fünf gelbe Karten ab. Ein ungewöhnlicher hoher Wert für die fairste Mannschaft der Liga. 

Auch Mats Hummels konnte überzeugen. 78 Prozent Zweikampfquote waren der Bestwert beim BVB. 90 Prozent erfolgreiche Pässe bedeuteten Platz drei im vereinsinternen Vergleich, hinter Axel Witsel (31) und Lukasz Piszczek (34). Dazu kamen fünf Balleroberungen und eine Klärungsaktion.

Neuer „Spirit“: Mats Hummels über Emre Can und Erling Haaland

Der BVB-Profi redete in diesem Zusammenhang von einem "Spirit, den wir nach und nach reinkriegen im Training." Verantwortlich für diesen neuen Spielstil seien in erster Linie die zwei Winter-Neuzugänge.

Sowohl Emre Can als auch Erling Haaland (19), den Axel Witsel zuletzt vor zu großer Euphorie in Schutz nahm, würden "mit ihrer Art Fußball zu spielen" dazu "ganz große Teile beitragen", lobte der BVB-Verteidiger. 

Während er bei Emre Can, der zuletzt seinen Wechsel zum BVB begründete, speziell das kommunikative Auftreten hervorhob, freute ihn bei Erling Haaland - bahnt sich ein irrer Tausch beim BVB mit Luka Jovic (22) von Real Madrid an? - die mannschaftsdienliche Spielweise mit viel Defensivarbeit. 

Video: Mats Hummels erklärt Taktik-Kritik

Mats Hummels fordert drei Siege bis zum BVB-Showdown gegen den FC Bayern

"Das ist das, was ihn auszeichnet", so Mats Hummels, der dem BVB zunächst für das Spiel gegen den FC Bayern München auszufallen drohte, über den Norweger. Generell tue es dem BVB "sehr gut, dass wir da noch zwei von der Sorte gekriegt haben." Jetzt besitze man "die richtige Balance von Künstlern und Arbeitern."

Mit Blick auf den Meisterkampf forderte der Innenverteidiger drei Siege aus den nächsten drei Pflichtspielen. Dann befinde sich Borussia Dortmund zum Heimspiel gegen den FC Bayern (4. April) "in einer guten Ausgangsposition." Die Bundesliga-Partien des BVB könnten wegen dem Coronavirus aber Geisterspiele werden.