„Wir müssen auswärts viel besser sein“

Mats Hummels schlägt beim BVB Alarm: So wird Borussia Dortmund nicht Meister

Der BVB hat in der laufenden Saison bislang ein desolates Bild auf fremden Plätzen abgeliefert. Mats Hummels (30) zieht daher ein niederschmetterndes Fazit.

  • Der BVB ist mit der Zielvorgabe „Deutscher Meister“ zu werden in die laufenden Saison gestartet.
  • Vor allem in Auswärtsspielen läuft Borussia Dortmund den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher.
  • BVB-Verteidiger Mats Hummels schlägt daher Alarm.

Mats Hummels war der Königstransfer des BVB im Sommer

Borussia Dortmund ist mit klaren Ambitionen in die laufende Bundesliga-Saison gestartet: "Wir wollen Deutscher Meister werden" lautete der einhellige Tenor der Verantwortlichen und Spieler. Einzig Lucien Favre (62) hielt sich bei den ausgegebenen Ansprüchen deutlich zurück. Ein gewichtiger Punkt, warum der BVB im Sommer den Titelangriff ausrufen konnte, waren die getätigten Investitionen in den Kader. Der amtierende Vizemeister investierte etwa 130 Millionen Euro in neue Stars. Als Königstransfer sollte sich Bayern-Rückkehrer Mats Hummels herauskristallisieren.

Mittlerweile ist etwa ein Drittel der Saison gespielt und der BVB ist in der bitteren Realität angelangt. Nach elf Spieltagen rangiert Borussia Dortmund mit mageren 19 Punkten auf Rang sechs der Bundesliga-Tabelle. Sechs Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Insbesondere auf fremden Plätzen liefern die Westfalen bislang ein erschreckendes Bild ab.

Alarm beim BVB: Mats Hummels rüttelt Borussia Dortmund wach

Der letzte Auswärtssieg gelang dem BVB am zweiten Spieltag beim 3:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln. Wohlgemerkt datiert dieser bereits drei Monate zurück (23. August). Was folgte waren herbe Rückschläge gegen Union Berlin (1:3) und den FC Bayern München (0:4). Hinzu kamen drei Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt, den SC Freiburg (jeweils 2:2) und gegen den FC Schalke 04 (0:0). Für die Ambitionen von Borussia Dortmund ist dies deutlich zu wenig. 

Dieser Meinung ist auch Mats Hummels: „Wir müssen auswärts viel besser sein. Wenn wir weiter auswärts so spielen, dann werden wir nicht Meister. Punkt. Dafür muss man nicht viel von Fußball verstehen“, konstatierte der 30-Jährige in einem Gespräch mit Bundesliga.com. Insbesondere das 0:4-Auswärtsdebakel gegen den FC Bayern München ließ Borussia Dortmund ohne größere Gegenwehr über sich ergehen. 

Erschreckende 37 Prozent der Zweikämpfe gewann die Elf von Cheftrainer Lucien Favre, der beim BVB nicht mehr viel Mitspracherecht haben soll, in der Münchner Allianz Arena. „Das war überhaupt kein Fußball“, stellte Sportdirektor Michael Zorc (57) im Anschluss fest. Auch Mats Hummels forderte von seinen Mannschaftskameraden beim BVB, „etwas härter zu sich selbst zu sein“.

Lucien Favre in der Kritik: Mats Hummels und der BVB müssen auswärts liefern

Bis zum Ende der Hinrunde haben Borussia Dortmund und Mats Hummels in der Bundesliga noch dreimal die Möglichkeit, die eklatante Auswärtsschwäche zu korrigieren. In der kommenden Woche (Samstag, 30. November) reist der BVB zur Berliner Hertha. Danach geht es für die Westfalen zum 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 14. Dezember) und zur TSG Hoffenheim (Freitag, 20. Dezember). 

Sollte der Vizemeister dort erneut seinen eigenen Ansprüchen hinterherlaufen, dann drohen der Mannschaft und Lucien Favre möglicherweise eine unruhige Winterpause. Schließlich stand insbesondere der 62-Jährige zuletzt unter zunehmender medialer Kritik. 

Nach dem Paderborn-Debakel steht Lucien Favre beim BVB vor dem Aus. Nach dem Spiel gab es eine Krisensitzung. Das haben zudem Marco Reus (30), Mats Hummels (30) und Michael Zorc (56) gesagt. Heute (24. November) gegen 12 Uhr wird 

Steht Lucien Favre vor dem Aus? Viele geeignete Kandidaten gibt es aktuell nicht. Doch der eine oder andere Name kursiert als Nachfolger beim BVB von Lucien Favre schon in den Medien und bei Fans. Heute (24. November) gegen 12 Uhr wird auf der Jahreshauptversammlung beim BVB die Rede von Hans-Joachim Watzke erwartet - mit Sicherheit geht es auch um die blamable Vorstellung gegen den SC Paderborn. 

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