Dortmund-Star ist verletzt

Erschütternde Diagnose: BVB-Kapitän Marco Reus fehlt auf "unbestimmte Zeit"

Ob Lucien Favre im BVB-Trainingslager in Bad Ragaz (Schweiz) wieder gemeinsam mit Marco Reus arbeiten kann, ist noch ungewiss.
+
Ob Lucien Favre im BVB-Trainingslager in Bad Ragaz (Schweiz) wieder gemeinsam mit Marco Reus arbeiten kann, ist noch ungewiss.

Auf "unbestimmte Zeit" muss der BVB auf Kapitän Marco Reus verzichten. Das teilte Borussia Dortmund beim Vorbereitungsauftakt am Donnerstag mit.

  • Marco Reus wird heute zu den Corona-Tests bei Borussia Dortmund erscheinen.
  • Die Leistungsdiagnostik am Sonntag (2. August) soll der Kapitän ebenfalls absolvieren.
  • Bis zur Rückkehr in das Mannschaftstraining wird er sich aber wohl noch länger gedulden müssen.

Update, Donnerstag (30. Juli), 13 Uhr: Dortmund – Der BVB hat soeben mitgeteilt, dass Marco Reus aufgrund einer Sehnenentzündung an der bereits zuvor verletzten Adduktorenmuskulatur auf "unbestimmte Zeit" ausfallen wird.

BVB muss Schock verdauen: Marco Reus fällt auf "unbestimmte Zeit" aus

"Reus hat in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet und Fortschritte gemacht. Bei einigen Bewegungen hat er aber nach wie vor Probleme. Bei der Behandlung der Verletzung wird ein konservativer Therapieansatz verfolgt", schreibt der Verein.

Sportdirektor Michael Zorc ergänzt: "Die Sehne ist leider weiter entzündet. Er kann noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Es ist schwierig, eine zeitliche Prognose abzugeben. Das ist bei Sehnenverletzungen im Adduktorenbereich so."

Erstmeldung vom 30. Juli, 10.47 Uhr: Kaum eine Karriere ist von so vielen Verletzungen geplagt wie die von BVB-Kapitän Marco Reus (31). Mittlerweile werden selbst vermeintlich kleinere Blessuren zu einer echten Geduldsprobe für den 31-Jährigen. Das anhaltende Drama rund um eine Muskelverletzung, zugezogen im Pokalspiel gegen Werder Bremen Anfang Februar, zeigt das nur allzu gut bei Borussia Dortmund (alle BVB-Artikel auf RUHR24.de).

Marco Reus: BVB-Kapitän verletzte sich gegen Werder Bremen – ein Zeitplan folgt auf den nächsten

Über den vereinseigenen Twitter-Account ließ Borussia Dortmund zunächst verlauten, dass die medizinische Abteilung bei Marco Reus mit einer Ausfallzeit von rund vier Wochen rechnet. Danach sollte der gebürtige Dortmunder wieder ins Training einsteigen. Eine mehr als optimistische Einschätzung, wie sich schnell herausstellen sollte.

Zwischenzeitlich hegten die BVB-Verantwortlichen die leise Hoffnung, dass ihr Kapitän ob der langen Corona-Unterbrechung in der Bundesliga zumindest in den letzten Spielen der vergangenen Saison sein Comeback auf dem Platz feiern könnte. "Am Ende haben wir entschieden, dass sich das Risiko nicht lohnt", sagte Sportdirektor Michael Zorc (57).

BVB: Marco Reus sollte nach Verletzung zu Saisonbeginn voll einsteigen – auch daraus wird nichts

Entsprechend wurde der Zeitplan erneut angepasst. Den Ruhr Nachrichten sagte Michael Zorc: "Alle Planungen laufen darauf hinaus, dass er mit Saisonbeginn wieder voll einsteigen kann."

Am Donnerstag (30. Juli) fällt beim BVB der Startschuss für die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. Zunächst steht der fast schon obligatorische Corona-Test an. Ein weiterer wird am Samstag (1. August) durchgeführt. Fallen beide negativ aus, geht es am Sonntag (2. August) mit dem ungeliebten Laktattest weiter, ehe am Montag (3. August) das Mannschaftstraining beginnt.

Beim BVB geht das Warten auf die Rückkehr von Kapitän Marco Reus weiter.

Marco Reus wird sowohl für die Tests auf das Coronavirus als auch für die Leistungsdiagnostik in Brackel antreten. Allerdings sind ernstere Ergebnisse, zumindest mit Blick auf den Einstieg in das Mannschaftstraining von Borussia Dortmund, für den Kapitän unerheblich. Der Oberschenkel lässt das ohnehin nicht zu.

BVB-Kapitän schuftete in der Pause auf Ibiza für sein Comeback – Behandlungen auch in München

Dabei hatte der Kapitän der Westfalen im Urlaub Vollgas gegeben, um nach nunmehr fast sechs Monaten endlich zurückkehren zu können. In den Familienurlaub auf Ibiza nahm er BVB-Physio Thomas Zetzmann (49) mit. In München ließ sich Marco Reus von Bio-Statiker Ralph Frank behandeln.

Die "Adduktorenprobleme", so schreiben es die Ruhr Nachrichten (Bezahlartikel), ließen einen Einstieg des 31-Jährigen in den Trainingsbetrieb mehr als fraglich erscheinen. Ärztliche Untersuchungen bis zum Ende dieser Woche sollen demnach neue Erkenntnisse bringen.

Video – Borussia Dortmund: Marco Reus fällt über einen Monat aus

Die Prognose der Bild klingt noch wesentlich düsterer. Nach dem "Sehnenanriss im Oberschenkel" hätte der BVB-Kapitän noch immer schmerzen. Frühestens werde Marco Reus zum Start des Trainingslagers in Bad Ragaz (Schweiz) am 10. August zum Team stoßen. Somit könnte es auch noch dauern, bis man Marco Reus im neuen BVB-Auswärtstrikot sieht, das die Ruhr Nachrichten vorgestellt haben.

Bis dahin wird der Nationalspieler weiter individuell trainieren müssen. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Zeitplan nicht auch als zu optimistisch herausstellt. Sollte Marco Reus auch das wichtige Trainingslager verpassen oder nur teilweise absolvieren können, würde das wohl auch ein Comeback zum Auftakt in den DFB-Pokal (11. bis 14. September) gefährden.