Bild: dpa

Marco Reus ist aktuell mit dem DFB-Team unterwegs. Ebenfalls dabei: Julian Brandt und Nico Schulz. Im Interview mit dem kicker sprach der BVB-Kapitän über seine neuen Mannschaftskollegen bei Borussia Dortmund und die Gier, endlich die Meisterschale zu holen.

  • Marco Reus zeigt sich begeistert von Neuzugang Julian Brandt
  • In der kommenden Saison soll endlich der Meistertitel her
  • Kritik übt der 39-fache Nationalspieler an den Länderspiel-Ansetzungen des DFB

BVB-Kapitän Reus freut sich über die Neuzugänge Julian Brandt und Nico Schulz

Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc haben Marco Reus bereits frühzeitig über die Idee unterrichtet, Julian Brandt zu verpflichten. Der Kapitän wurde in die Kaderplanungen miteinbezogen. Es zeigt, welche Wertschätzung er in Dortmund genießt.

+++Brandt-Verpflichtung: So leistete Marco Reus Lobbyarbeit für den BVB+++

Reus jedenfalls war „direkt begeistert“ von dem Gedanken, bald gemeinsam mit Brandt im schwarz-gelben Trikot aufzulaufen. Schon länger stünde er in Kontakt mit „Jule“, gibt er zu. Brandt und Reus belegen in der aktuellen kicker-Rangliste Rang zwei und drei der besten offensiven Mittelfeldspieler.

Julian Brandt gratulierte seinem neuen BVB-Teamkollegen Marco Reus auf Twitter zum Geburtstag

Für seinen neuen kongenialen Partner in der Dortmunder Offensive hat Reus nur lobende Worte übrig: „Er ist ein super Spieler, hat ein großes Spielverständnis, kann in der Offensive unterschiedlichste Positionen bekleiden. Der Trainer wird künftig etliche Optionen haben, aus denen er auswählen kann. Wir machen einen Schritt nach vorne!“

+++ „Lagst du wieder nur im Schatten, Bro?“ – Kevin Großkreutz nimmt Marco Reus nach Instagram-Foto aufs Korn +++

Neben Julian Brandt wird auch Thorgan Hazard das Dortmunder Angriffsspiel verstärken. Und den BVB so noch weniger ausrechenbar machen. Die erstenTestspiele mit den BVB-Neuzugängen überträgt DAZN live.

Der Brandt-Transfer könnte allerdings auch einige Prominente Opfer zur Folge haben. Jacob Bruun Larsen steht offenbar mit dem FC Liverpool und Ex-Dortmund-Coach Jürgen Klopp in Kontakt.

Auch über die Verpflichtung von Linksverteidiger Nico Schulz freut sich Reus. Und sieht seine Mannschaft für das Titelrennen der kommenden Spielzeit in Spitze und Breite gut aufgestellt: „Wenn du große Ziele hast – und die haben wir -, dann brauchst du viele hochkarätige Spieler. Und die bekommen wir mit ihnen fraglos dazu“. Dennoch fordert Reus weitere Stars.

Deutscher Meister BVB? „Ich werde alles dafür tun“

Dass es für seine Dortmunder Mannschaft in der abgelaufenen Saison trotz einer hervorragenden Ausgangsposition nicht zum Meistertitel reichte, hat der beste Fußballer Deutschlands noch nicht vollständig verarbeitet. „Es tat richtig weh“, sagt Reus mit Blick auf einen verspielten Neun-Punkte Vorsprung.

Der 30-Jährige weiß, dass er nicht mehr viele solcher Chancen erhalten wird. Deshalb sei seine Gier nach Titeln jetzt noch ausgeprägter als ohnehin schon. Er gibt sich kämpferisch: „In den nächsten zwei, drei Jahren muss es dann aber auch mal klappen. Ich werde alles dafür tun.“ Wenn möglich, soll sogar schon in im Mai 2020 der Titel am Borsigplatz gefeiert werden. Auch Axel Witsel glaubt daran, dass der BVB Deutscher Meister werden kann.

Dass solche Top-Spieler mittlerweile zum BVB wechseln, ist auch ein Verdienst von Reus.

Nach der großen Enttäuschung in der vergangenen Spielzeit erhofft sich Reus einen Lerneffekt vom Team. Das Ziel des BVB müsse nun sein, „bis zum Ende ganz oben zu bleiben und den Titel dann auch zu holen.“ Der Bundesliga-Spielplan hält allerdings einige knifflige Konstellationen für den BVB bereit.

Reus übt Kritik an Länderspiel-Ansetzung

Vor der Sommerpause stehen nun noch zwei Länderspiele an. Die deutsche Nationalmannschaft trifft am Samstag (8. Juni) in der EM-Qualifikation auf Weißrussland. Am Dienstag (11. Juni) steht die Partie gegen Estland auf dem Terminplan. „Sehr unpassend“ findet Reus die Ansetzungen nach Saisonende. Neben Reus, Brandt und Schulz sind noch einige weitere BVB-Spieler mit ihren Nationalteams unterwegs. André Schürrle wird unterdessen mit einem Wechsel zu Lazio Rom in Verbindung gebracht.

Öffentliches DFB-Training am Mittwoch: Marco Reus steht für Autogramme und Selfies bereit. Foto: dpa

Der BVB-Leader, der nach den Abgängen von Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller auch in der DFB-Elf noch mehr Verantwortung übernehmen möchte, lobt zwar den Umgang mit den Nationalmannschaftskollegen. Die Stimmmung sei gut, das Training mache viel Spaß. Am Mittwoch traf Reus bei einem öffentlichen Trainingsspiel doppelt. Dennoch übt er Kritik an der Terminplanung des DFB.

Wenn kein Turnier anstehe, solle spätestens nach dem Champions-League-Finale Schluss sein. „Sowohl für den Kopf als auch den Körper extrem schwierig“ sei es, gleichermaßen zu regenerieren und dennoch die Fitness hoch zu halten. Reus findet: „Diese Termine sind deshalb alles andere als optimal.“

Interessant wird die Personalie Jerome Boateng, der, obwohl es dem einen oder anderen BVB-Fan irritieren könnte, nicht so schlecht zu Borussia Dortmund passen würde.

BVB-Neuzugang Nico Schulz setzt sich unterdessen hohe Ziele. Nicht nur in der Nationalmannschaft will er „jedes Spiel spielen.“

Alle Infos zu BVB-Transfers gibt es im Ticker von Buzz09 und RUHR24.