Ernste Vorwürfe

Marco Reus ist wütend auf den BVB: „Respektloser“ Umgang 

Wie lange gehen Marco Reus und der BVB noch den Weg gemeinsam? Neuste Stimmen aus dem Trainingslager deuten auf Unzufriedenheiten bei dem Kapitän hin.

Dortmund/Marbella – Eine Personalie, die in den vergangenen Tagen an Fahrt gewonnen hat, ist Marco Reus. Dabei handelt es sich nicht nur um Nachrichten positiver Natur, wie das Comeback des BVB-Kapitäns auf dem Trainingsplatz in Marbella. Die Stimmung zwischen dem Offensiv-Profi und Borussia Dortmund scheint nicht nur gut zu sein.

Marco Reus ist wütend auf den BVB: „Respektloser“ Umgang 

Das war schon erwartbar, als Marco Reus ein klares Dementi zu den Wechsel-Spekulationen zum neuen Ronaldo-Klub Al-Nassr vermied. Jetzt kommen Stimmen auf, dass der Dortmund-Star enttäuscht und verärgert sei von dem Umgang. Davon berichtete die WAZ. So soll auch das Wort Respektlosigkeit in dem Zusammenhang gefallen sein.

Dass schon seit Monaten über die Vertragssituation mit BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko verhandelt wird, mit dem Kapitän der Schwarz-Gelben allerdings noch kein Gespräch geführt wurde, sorgt für Unmut beim 33-Jährigen. „Mit Verwunderung nehme man zur Kenntnis, dass mit Youssoufa Moukoko schon lange verhandelt werde, aber mit dem Gesicht des Klubs nicht“, heißt es in dem Bericht.

BVB-Kapitän Reus vermisst Verhandlungen um seine Person: Gespräch mit Kehl ist in Planung

Nach WAZ-Informationen soll er auch deswegen im Trainingslager in Marbella das Gespräch mit Sportdirektor Sebastian Kehl führen wollen. Die Zeit ist da, um über die Zukunft des Kapitäns zu reden.

Marco Reus stellte schon im November 2022 klar, dass die ausbleibenden Vertragsverhandlungen nicht an ihm liegen würden. Der BVB ist der Verein seiner Heimat, sein Herzensverein. Der gebürtige Dortmunder ist nicht abgeneigt, weiterhin in schwarz-gelb zu spielen.

BVB und Marco Reus seit elf Jahren vereint: Gehen beide Parteien bald getrennte Wege?

Allerdings nicht unter allen Umständen: Auf Gehalt will Marco Reus nämlich offenbar nicht verzichten. Mit einem Jahressalär von etwa 12 Millionen Euro zählt er beim BVB ohnehin schon zu den Top-Verdienern. Gerechtfertigt aus seiner Sicht, da er sich auch bei Niederlagen vor die Kameras stellen müsse und die Enttäuschung abbekäme, heißt es. Er sieht sich als das Gesicht von Borussia Dortmund.

Befinden sich der BVB und Marco Reus auf dem Scheideweg? Der Kapitän äußert Unmut über den Umgang mit ihm.

Nicht ganz zu Unrecht. Immerhin spielt Marco Reus seit Juli 2012 für den BVB, kommt aus Dortmund, trägt seit Jahren die Kapitänsbinde – er ist ein echtes Urgestein. Zumindest in der Mission, dem Verein wieder mehr Identität zu verschaffen und zurück zur Basis zu finden, dürfte Marco Reus ein elementarer Baustein sein.

Allerdings bremste den Profi seine Verletzungsanfälligkeit immer wieder aus. Was sich wiederum auf sein Gehalt auswirken könnte. Immerhin plant Borussia Dortmund eine neue, leistungsbezogenere Gehaltsstruktur durchzusetzen.

Respektlosigkeit und Enttäuschung zeugen auf jeden Fall nicht von Zufriedenheit aufseiten Marco Reus‘ mit dem BVB. Bleibt abzuwarten, ob ein Gespräch die Wogen wieder glätten kann.

Rubriklistenbild: © Marco Steinbrenner/Kirchner-Media

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