Freigabe bei passendem Angebot

BVB bei Ex-Abwehrchef mit der Geduld am Ende - dennoch ist er für den Verein unverzichtbar

Vor dem Aus? Ehemaliger Abwehrchef vom BVB soll keine Zukunft mehr haben! 
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Vor dem Aus? Ehemaliger Abwehrchef vom BVB soll keine Zukunft mehr haben! 

Borussia Dortmund verliert die Geduld mit Manuel Akanji (24). Der Ex-Abwehrboss darf den Verein bei einem passenden Angebot wohl verlassen.

  • Manuel Akanji steht bei Borussia Dortmund angeblich vor dem Aus - bei einem Angebot darf er den BVB verlassen. 
  • Der Nationalspieler der Schweiz hat seit Anfang 2019 zu viele Fehler gemacht. 
  • Am kommenden Freitag gegen den 1. FC Köln ist er auf obskure Art und Weise dennoch unverzichtbar. 

Dortmund - Es ist nur ein Satz, der auf den ersten Blick ein Beben in der BVB-Verteidigung auslösen könnte: Nach Informationen der Sport Bild darf Manuel Akanji (24) den Verein Borussia Dortmund bei einem passenden Angebot verlassen. Der ehemalige Abwehrchef und das Versprechen in die Zukunft steht nach einem durchwachsenen bis schlechten Jahr 2019 und einem desaströsen Start in die Rückrunde beim BVB vor dem Aus. 

BVB: Manuel Akanji vor dem Aus? Borussia Dortmund bereit, den Verteidiger abzugeben

Auf den zweiten Blick aber ist es lediglich ein konsequenter Schritt der Verantwortlichen beim BVB. Julian Weigl (24) ist schon weg. Mario Götze (27), Paco Alcácer (26) und Mahmoud Dahoud (24) sollen den Verein laut Sport Bild ebenfalls verlassen. Der BVB streicht das Mittelmaß und mittlerweile muss klipp und klar gesagt werden, dass auch der Schweizer Manuel Akanji den Ansprüchen bei Borussia Dortmund nicht mehr gerecht wird

Die Probleme beim Schweizer sind offensichtlich - es sind über das ganze Kalenderjahr 2019 bis zum Rückrundenstart 2020 gegen den FC Augsburg zu viele Fehler passiert. Die Souveränität der Anfangsphase im Jahr 2018 ist verflogen. Unter anderem gegen den SV Werder Bremen in der Saison 2018/2019 (2:2) sowie in der aktuellen Saison gegen Union Berlin (1:3), SC Freiburg (2:2) oder FC Augsburg (5:3) unterliefen ihm eklatante Fehler. Am Freitag gegen den 1. FC Köln dürfte Manuel Akanji aber trotzdem in der Startelf stehen.

Manuel Akanji beim BVB: Es sind einfach zu viele Fehler passiert

Es ist kein Wunder, dass sich die BVB-Bosse Gedanken um die Personalie Manuel Akanji machen. Umso erstaunlicher ist es aber, dass der Schweizer mit wenigen Ausnahmen (16 Minuten gegen Schalke, ohne Einsatz gegen Paderborn) fast alle Spiele über 90 Minuten absolvieren durfte. Sein französischer Teamkollege Dan-Axel Zagadou, der seit dem 30. November immerhin in fünf Partien in der Liga über 90 Minuten ran durfte, versauerte zuvor auf der Bank. Dabei brachte er aber stets solide bis gute Leistungen. 

Die Suche nach der Ursache gestaltet sich also schwierig. Liegt der Leistungsabfall beim Schweizer an Mats Hummels (31)? Fühlt sich Manuel Akanji, der im Kampf gegen Rassismus einen früheren Schalke-Profi lobt, sozusagen ins zweite Glied versetzt? Immerhin avancierte er in der Saison 2018/2019 zum Abwehrboss. Das ist jetzt Mats Hummels.

Liegt es an der normalen Entwicklung eines jungen Spielers, der im Alter von 20 bis 23 Jahren einen Höhenflug erlebt und dann mit 24 oder 25 Jahren darum kämpfen muss, das Level zu halten. Manuel Akanji wäre nicht der erste junge Spieler (siehe Mario Götze oder Julian Weigl), der diese Entwicklung durchlebt und damit kämpfen muss. Der BVB ist mittlerweile nicht mehr der Klub, der viel Geduld mit Spielern hat. 

BVB: Entwicklungsstopp - Manuel Akanji hat mit Mario Götze oder Julian Weigl bekannte Vorgänger

Doch wer läuft am Freitagabend (24. Januar) im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (wir berichten im Live-Ticker von der BVB-Partie) auf? Wer verteidigt neben Rückkehrer Mats Hummels, der aktuell die einzige Konstante in der wackeligen BVB-Abwehr ist? Dan-Axel Zagadou (20) wird definitiv ausfallen. Julian Weigl läuft mittlerweile für Benfica Lissabon auf. 

Video: Emre Can vor Wechsel in die Premier League?

Ein möglicher Kandidat, der schnell Abhilfe schaffen könnte, wäre Emre Can (26). Eigentlich ist der Akteur von Juventus Turin im defensiven Mittelfeld zu Hause. Er könnte jedoch auch in der Innenverteidigung auflaufen. Mit dem FC Everton aus der Premier League liefert sich der BVB angeblich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den deutschen Nationalspieler. 

Trainer Lucien Favre (62) hat vor dem Duell mit dem 1. FC Köln (hier könnt ihr das BVB-Spiel live im TV und Live-Stream sehen) ein riesiges Problem. Denn neben dem verunsicherten und außer Form geratenen Manuel Akanji gesellt sich Routinier Lukasz Piszczek (34), der ohne Zweifel seine besten Zeiten hinter sich hat. Auch beim Polen darf die Frage gestellt werden, ob er die Ansprüche von Borussia Dortmund noch erfüllt. Bleibt zunächst und kurzfristig der Argentinier Leonardo Balerdi (20), der beim BVB immer noch nicht regelmäßig zum Einsatz kommt. Der Nationalspieler der Albiceleste scharrt mit den Hufen, will sich beweisen. Zahlreiche BVB-Fans fordern in den Sozialen Medien seinen Einsatz. Die Frage ist, ob Lucien Favre ihm eine Chance gibt. 

Das wiederum stellt den BVB vor ein Abwehrproblem. Denn mit einem Mal scheint Manuel Akanji zumindest am kommenden Freitag gegen den 1. FC Köln unverzichtbar.