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Der BVB steht nach dem Saisonstart in der Kritik. Diese macht auch vor Lucien Favre (61) nicht Halt. Innerhalb der Mannschaft gibt es offenbar Kritikpunkte am Trainer.

  • Die Spieler des BVB kritisieren offenbar zwei Dinge an Lucien Favre.
  • Zum einen soll die Mannschaft sich eine Umstellung bei der Verteidigung von Standardsituationen wünschen.
  • Zum anderen sollen die taktischen Zwänge des Schweizers die Mannschaft hemmen.

Lucien Favre stellte beim BVB auf Drängen der Mannschaft die Verteidigung in der vergangenen Saison um

„Die Probleme sind derzeit nicht komplett klar zu greifen. Fakt ist, dass wir generell zu viele Gegentore kriegen – speziell nach Standardsituationen“ , zitiert die Sport Bild Michael Zorc (57). Diesen Schwachpunkt kritisieren offenbar auch die Profis des BVB an ihrem Trainer Lucien Favre, wie die Sportzeitung heute in ihrer Mittwochsausgabe (2. Oktober) schreibt.

Demzufolge stellte der Schweizer schon in der vergangenen Saison beim Verteidigen von Standards auf eine Mischung aus Mann- und Raumdeckung um. Auf Drängen seiner Mannschaft wohlgemerkt.

BVB: Rolle rückwärts von Lucien Favre missfällt den Spielern

Mit Beginn der laufenden Saison warf Lucien Favre diese Umstellung jedoch über den Haufen. Offenbar zum Missfallen der Profis von Borussia Dortmund.

Denn „ohne klare Zuteilung fehle die letzte Entschlossenheit zum Verteidigen“. Dies sei der Tenor innerhalb der Mannschaft, wie die Sport Bild schreibt.

Borussia Dortmund: In 40 Spielen 17 Gegentore nach Standards

Die Zahlen geben den Spielern recht: Nach ruhenden Bällen kassierte der BVB unter Leitung des 61-Jährigen in 40 Spielen 17 Gegentreffer. Schlechter war in diesem Zeitraum kein einziger Bundesligist. Beim Sieg gegen Slavia Prag blieb das Favre-Team immerhin ohne Standard-Gegentreffer.

Zum anderen sollen sich die Profis von Borussia Dortmund durch die taktischen Zwänge ihres Trainers gehemmt fühlen. Lucien Favre fordert von der Mannschaft rigoros die Umsetzung seiner Vorgaben.

Lucien Favre gibt BVB-Spielern angeblich wenig Freiheiten bei der Taktik

Plötzliche Tempoverschärfungen sind in den Plänen des Schweizers offenbar nicht vorgesehen. Gegen strauchelnde Gegner, wie zum Beispiel im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (2:2), könnte dies jedoch eine erfolgsversprechende Variante im Spiel der Schwarz-Gelben sein.

An fehlender Mentalität sollen die Probleme des BVB keineswegs liegen, wie Marco Reus (30) nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt feststellte. Dennoch sind sie unübersehbar. BVB-Keeper Roman Bürki steht dennoch weiter hinter seinem Trainer.

Borussia Dortmund steht laut Michael Zorc vor einer richtungsweisenden Woche

Fakt ist, dass Borussia Dortmund schon in der ersten Oktoberwoche unter Zugzwang steht. Nicht umsonst sprach Michael Zorc vor dem Champions-League-Spiel gegen Slavia Prag von einer „richtungsweisenden Woche“. Ein positiver Anfang ist gemacht: Der BVB besiegte Slavia mit 2:0, Zorc zeigte sich zufrieden – das sind die Stimmen zum Spiel.