Im Anschluss an Bayern-Pleite

Nach kryptischem Interview: Hans-Joachim Watzke und Lucien Favre beziehen deutlich Stellung

Ein Interview von Lucien Favre sorgte für Schlagzeilen. Kündigte der BVB-Trainer seinen Abschied an? Jetzt spreche Aki Watzke und der Schweizer selbst.

  • Borussia Dortmund musste sich gegen den FC Bayern München geschlagen geben.
  • Nach der Niederlage des BVB (alle Artikel unter RUHR24.de) äußerte sich Trainer Lucien Favre.
  • Lothar Matthäus sieht seine Aussagen als Abschied - Geschäftsführer "Aki" Watzke widerspricht dem.

Update, Mittwoch (27. Mai), 13.10 Uhr: Hans-Joachim Watzke (60) hat sich gegenüber der WAZ zum viel zitierten Sky-Interview seines Trainers Lucien Favre (62) nach der Niederlage gegen den FC Bayern geäußert. Der BVB-Geschäftsführer sieht darin keineswegs eine Abschiedsankündigung.

BVB: Hans-Joachim Watzke äußert sich zur Ankündigung von Lucien Favre

"Der Trainer wollte nur sagen, dass wir wie immer am Ende der Saison eine Analyse machen werden. Er wollte nach dem 28. Spieltag kein Fazit vor dem Sky-Mikro machen. Einzig und allein darum ging es."

Überhaupt hält der 60-Jährige nichts von der aufkeimenden Trainerdiskussion. Man spiele eine sehr gute Rückrunde und habe 27 von 30 Punkten geholt. Zuvor sei man noch überall gelobt worden. Auch eine Amtsmüdigkeit des Schweizers kann Hans-Joachim Watzke nicht feststellen.

"Ich habe Lucien Favre in den vergangenen Wochen als sehr fokussiert empfunden. Er machte überhaupt nicht den Eindruck, unter Druck zu stehen."

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) und Lucien Favre auf dem Weg zu einer gemeinsamen PK.

Nach der Trainingseinheit am heutigen Vormittag stellte auch Lucien Favre, der beim BVB drei Optionen hat, selbst seine Aussagen vom Vorabend richtig. Er denke überhaupt nicht ans Aufgeben, seine Worte seien falsch verstanden worden. "Jetzt ist nicht die Zeit, um die Saison zu bilanzieren. Warum auch? Wir haben noch sechs Spiele, in denen wir unser Bestes geben müssen - und die wir am liebsten alle gewinnen wollen", wird der Trainer von Sport1 zitiert.

Ursprungsmeldung vom 26. Mai: Der BVB ist nach der Niederlage gegen den FC Bayern München (der Live-Ticker zum Nachlesen) immer noch Tabellenzweiter der Bundesliga. Doch Trainer Lucien Favre fand nach der Partie deutliche Worte.

Lucien Favre nach Niederlage gegen FC Bayern München: Deutet er hier einen BVB-Abschied an?

Einige sehen den BVB nach der Niederlage gegen Bayern München, in der sich auch noch BVB-Wunderkind Erling Haaland (19) verletzte, in der aktuellen Saison nicht mehr im Titelrennen. Kann Trainer Lucien Favre keine Titel gewinnen? Das wurde er auch nach der Partie auf Sky gefragt

"Das sagt man hier seit Monaten", attestierte der Schweizer und fügte an: "Ich weiß, wie es geht und werde darüber in ein paar Wochen sprechen." Das klingt, als gäbe es bald Gespräche in Dortmund. Als möglicher Nachfolger von Lucien Favre soll beim BVB angeblich Jesse Marsch von RB Salzburg gehandelt werden

Lucien Favre nach Niederlage gegen FC Bayern München: Lothar Matthäus vermutet Abschied vom BVB

Wird dann über eine Trainer-Zukunft von Lucien Favre gesprochen? Die Aussage des schwarz-gelben Übungsleiters liest Sky-Experte Lothar Matthäus (59) als  Abschied vom BVB (die Einzelkritik und Noten nach der Pleite gegen den FC Bayern München). Er rechne mit einem Rücktritt des 62-Jährigen, wie er es bei weiteren Stationen zuvor bereits getan habe.

Kommen auf Lucien Favre dunkle Zeiten zu beim BVB?

Im Sky-Studio war man der Meinung: "Das klingt so, als sehe der Trainer selbst seine Zukunft nicht beim BVB." Der Dortmunder Trainer selbst erklärte weiterhin, dass er ruhig bleiben wolle und: "Ich vertraue in mich." Mögliche Nachfolger für Trainer Lucien Favre beim BVB gibt es auf einer Kandidaten-Liste auf jeden Fall reichlich*.

Lucien Favre nach Niederlage gegen den FC Bayern München: Lothar Matthäus kritisiert Aufstellung

Lothar Matthäus, der trotz Dementi an einen Abschied aus Dortmund glaubt, fand ebenfalls Kritik für den BVB-Trainer: "Favre wird oft kritisiert in Dortmund. Sie haben einen hochwertigen Kader. Ich hätte heute anders aufgestellt und Jadon Sancho starten lassen. Er ist ein Unterschiedsspieler."

Lucien Favre ist in Dortmund, wo Niko Kovac (48) nur die B-Lösung als neuer BVB-Trainer wäre, keineswegs unumstritten. Bereits in der vergangenen Saison wurden Stimmen laut, die ihn nicht mehr beim BVB sehen wollten. Auch zu Beginn der laufenden Saison wackelte der Stuhl des Schweizers gewaltig.

Der TV-Experte und Ex-Profi nannte im gleichen Atemzug auch noch einen Nachfolger im Falle eines Abschieds. Er wirft den Namen des ehemaligen FC Bayern-Trainers Niko Kovac (48) ins Rennen.

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