Sky-Experte legt nach

Lothar Matthäus spricht Klartext in Trainer-Debatte: "BVB-Debatte um Favre kommt nicht von außen"

Sky-Experte Lothar Matthäus goss in der Debatte um BVB-Trainer Lucien Favre neues Öl ins Feuer.
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Sky-Experte Lothar Matthäus goss in der Debatte um BVB-Trainer Lucien Favre neues Öl ins Feuer.

Die Trainer-Debatte bei Borussia Dortmund sei hausgemacht. Sky-Experte Lothar Matthäus ist der Meinung, dass Lucien Favre den BVB am Saisonende verlassen wird.

  • Die Diskussion um Lucien Favre reißt bei Borussia Dortmund nicht ab.
  • Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke dementierten einen bevorstehenden Abschied ebenso wie der Trainer selbst.
  • Sky-Experte Lothar Matthäus beharrt dennoch darauf, dass sich die Wege zum Saisonende trennen werden.

Dortmund - Bei Borussia Dortmund (alle Artikel auf RUHR24.de) betont man gebetsmühlenartig, dass Lucien Favre (62) auch in der kommenden Saison BVB-Trainer bleiben soll. Sky-Experte Lothar Matthäus (59) will davon nichts wissen.

NameLucien Favre
Geboren2. November 1957 (Alter 62 Jahre)
Größe1,78 Meter
Karrierebeginn1976
Bisherige Trainerstationen:Borussia Dortmund (seit 2018),OGC Nizza (2016-2018), Borussia Mönchengladbach (2011-2015),Hertha BSC (2007-2009), FC Zürich (2003-2007),Servette FC (2000-2002),Yverdon-Sport FC (1996-2000)FC Echallens (1991-1994)

BVB-Trainer Lucien Favre: Matthäus glaubt an interne Differenzen

Lothar Matthäus lässt nicht locker. In seiner Sky-Kolumne "So sehe ich das" befeuert er erneut eine Trainer-Diskussion beim BVB: "Es steht für mich außer Frage, dass die Debatte um den BVB-Coach nicht - wie gerne behauptet wird - von außen, also den Medien hineingetragen wird", so der Rekordnationalspieler.

Es sei vielmehr so, dass man in Dortmund nach einer gewissen Zeit den Trainer von oberster Stelle nicht so unterstütze und öffentlich stärke, wie es nötig sei. Man trauere noch immer Kult-Trainer Jürgen Klopp (52) nach und würde deshalb Lucien Favre nicht die notwendige Wertschätzung entgegenbringen. Nicht zuletzt deswegen soll Jesse Marsch von RB Salzburg beim BVB als Nachfolger von Lucien Favre gehandelt werden. 

BVB-Trainer Lucien Favre: Matthäus kontert Zorc

Damit geht Lothar Matthäus auf Konfrontationskurs mit BVB-Sportdirektor Michael Zorc (57), der Trainer Lucien Favre zuletzt den Rücken stärkte. "Das ist eine Diskussion, die permanent von außen herangetragen wird", stellte er im Vorfeld des 6:1-Erfolgs gegen den SC Paderborn vor dem Sky-Mikrofon klar.

Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) betonte gegenüber der WAZ, er sehe "aktuell überhaupt keinen Anlass für eine Trainerdiskussion". Man spiele eine sehr gute Rückrunde, zudem mache Trainer Lucien Favre einen sehr fokussierten Eindruck.

Von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (l.) erhält BVB-Trainer Lucien Favre Unterstützung.

BVB-Trainer Lucien Favre fühlt sich wohl - Matthäus glaubt dennoch an Abschied

Und der Coach selbst? Der möchte nach eigenen Angaben ohnehin gerne beim BVB (zum Live-Ticker der Partie gegen Hertha BSC) bleiben: "Ich wüsste wirklich keinen Grund, warum ich aufhören sollte. Ich fühle mich wohl und wertgeschätzt", verriet er der BildDortmund sei seine "bisher schönste Trainer-Station."

Die Verantwortlichen des BVB (das Spiel gegen Hertha BSC wird auch im TV und im Live-Stream übertragen) sind sich also einig. Das hindert Lothar Matthäus dennoch nicht daran, auf seiner Meinung zu beharren. "Ich glaube nicht, dass Favre in der nächsten Saison noch auf der BVB-Bank sitzt", schreibt er. Lucien Favre habe erkannt, dass sein Weg in Dortmund zu Ende sei.