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Nach der 0:5-Klatsche gegen Bayern München ist beim BVB Ernüchterung eingekehrt. Es muss ein gutes Mittel her, um im Meisterkampf zu bestehen. Jetzt sollen jedoch erste Zweifel an Trainer Lucien Favre aufkommen.

Die Stimmung beim BVB könnte aktuell besser sein. Den meisten steckt die beschämende Niederlage gegen die Bayern noch in den Knochen, da wartet am Samstag (13. April) bereits die nächste Herausforderung in der Liga. Dortmund empfängt den 1. FSV Mainz 05 (Anstoß ist um 18.30 Uhr) und steht unter Zugzwang.

Mehr Emotionen von Favre gefordert

Wenn Borussia Dortmund im Rennen um die Deutsche Meisterschaft noch etwas ausrichten will, darf sich die Mannschaft von Trainer Lucien Favre keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Nun ist Stärke gefragt. Von den Spielern aber eben auch von Favre. Der 61-Jährige soll laut Informationen der Bild bei den Spielern in Kritik geraten sein – und das nicht erst seit der Niederlage in München. Wie das Boulevardblatt berichtet, soll in der BVB-Kabine seit Wochen der Haussegen schief hängen.

Die stoische Art des Schweizers und dessen sich ständig wiederholenden Taktik-Analysen stoßen beim BVB angeblich auf wenig Begeisterung. Stattdessen würden sich die Spieler emotionalere Ansprachen von ihrem Trainer wünschen, heißt es.

Kein Wutausbruch in der BVB-Kabine

Selbst als der FC Bayern die Schwarz-Gelben mit 4:0 in die Halbzeitpause geschickt hat, soll es bei Favre kaum eine Reaktion gegeben haben. Keine Spur von Motivations-Rede oder Wutausbruch. Zuletzt soll Kapitän Marco Reus diese Aufgabe übernommen und mit einigen seiner Teamkollegen zumindest Einzelgespräche geführt haben.

BVB-Kapitän Marco Reus versucht seine Mitspieler zu motivieren. Foto: Silas Stein/dpa
BVB-Kapitän Marco Reus versucht seine Mitspieler zu motivieren. Foto: Silas Stein/dpa

Auch im Anschluss an das Bayern-Spiel setzte der BVB-Trainer auf eine sachliche Analyse. Favre habe am Dienstag (9. April) „detailliert die Analyse gemacht und fachlich gesprochen, er hat nicht versucht, uns schlechtzureden“, so Roman Bürki.

Mannschaft und Trainer belaste seit Wochen außerdem das Problem des BVB, bei Standard-Situationen und ruhenden Bällen sehr anfällig zu sein. Favre pocht nach Bild-Informationen auf eine Raum-Verteidigung gegen ruhende Bälle des Gegners. Viele Spieler sollen jedoch genau darin das Problem sehen: Sie wollen Mann gegen Mann spielen.

Sieg gegen Mainz muss her

Aktuelle BVB-Themen

So oder so, Borussia Dortmund braucht nach dem Dämpfer in München einen Sieg gegen Mainz. Mögliche Erfolge in den kommenden Wochen könnten die Wogen beim BVB wieder glätten. Wie Trainer Lucien Favre und die Spieler mit dem Druck umgehen, werden die letzten Spiele der Saison zeigen.