Nach Kimmich-Tritt: BVB-Sportdirektor Zorc stellt Videoschiedsrichter in Frage

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Michael Zorc, Sportdirektor vom BVB. Foto: Guido Kirchner/dpa

Nach dem rüden Tritt im Supercup sah Kimmich vom FC Bayern lediglich Gelb. Für BVB-Sportdirektor Michael Zorc ist das eine Fehlentscheidung. Hier die Infos.

Nach dem rüden Tritt im Supercup sah Joshua Kimmich (24) vom FC Bayern lediglich die Gelbe Karte. Für BVB-Sportdirektor Michael Zorc (56) ist das eine glasklare Fehlentscheidung.

  • Für BVB-Sportdirektor Michael Zorc hätte Joshua Kimmich im Supercup die Rote Karte sehen müssen.
  • Der 56-Jährige fällt ein vernichtendes Urteil gegen den Videobeweis.
  • Den Bayern fehlt die Selbsteinsicht.

Kimmich sorgte für den Aufreger im Supercup-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München (2:0). In der 76. Spielminute senste der 24-Jährige BVB-Profi Sancho mit einem Tritt auf den Fuß um. Eine klare Tätlichkeit, doch der Bayern-Profi sah für seinen Aussetzer lediglich Gelb. Der BVB-Profi verletzte sich bei dieser Aktion zum Glück nicht.

Kimmich-Äußerungen sorgen für Aufregung

Dem Übeltäter und den Bayern-Verantwortlichen fehlte im Anschluss an die Begegnung jegliche Form der Einsicht. Hasan Salihamidzic (42) und Kimmich hielten sogar die Gelbe Karte für überzogen. Eine ziemlich exklusive Meinung des deutschen Rekordmeisters aus München.

Dieser Meinung ist auch Zorc. Dem BVB-Sportdirektor fehlt in einem Gespräch mit Funke Sport "jegliches Verständnis" für die Entscheidung des Schiedsrichtergespanns. Der 56-Jährige sprach von einer "glasklaren Roten Karte", die Kimmich hätte sehen müssen.

Und weiter: "Was man da nicht gesehen hat oder nicht sehen wollte, erschließt sich mir nicht im Ansatz. Er tritt ihm mit Absicht auf den Fuß und der Tritt geht in Richtung Knöchel", kritisiert Zorc die Entscheidungen von Siebert und Video-Assistent Robert Schröder (33).

Zorc übt deutliche Kritik an Video-Assistenten

Zum Abschluss kommt der BVB-Sportdirektor gegenüber Funke Sport zu einem vernichtenden Urteil zum Thema Video-Assistent im Fußball: "Da kann man 35 Seminare bekommen, in dem Moment, in dem das so bewertet wird, braucht man den Videoschiedsrichter nicht."

In der Bundesliga soll beim Videobeweis künftig für mehr Transparenz gesorgt werden. Nach dem Supercup-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern kann man jedenfalls zu dem Entschluss kommen, dass dies so nicht gelingen kann. Anders sieht es Ralf Rangnick (61), der den Videobeweis verteidigt.

Mittlerweile hat der DFB eine Fehler zugegeben. Es sei eine Rote Karte gewesen. Auch der ehemalige BVB-Spieler Kevin Großkreutz (29) hatte am vergangenen Wochenende seinen Gegenspieler getreten. Im Gegensatz zu Kimmich hat sich beim Weltmeister allerdings der DFB-Kontrollausschuss eingeschaltet. So droht der Ex-BVB-Liebling das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund zu verpassen.