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Es ist ein absoluter Sensations-Transfer: Der Ex-Bundesliga-Profi und ehemalige Kurzzeit-Borusse Kevin-Prince Boateng wechselt zum FC Barcelona. Darum ist der Wechsel gar nicht so überraschend.

Mit der Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng hat der spanische Verein einen für viele unerwarteten Transfer getätigt. Erst im Sommer 2018 hatte Boateng die Bundesliga in Richtung Italien verlassen.

Der Ghanaer spielte eine Saison für Eintracht Frankfurt und war zuletzt für den italienischen Erstligisten US Sassuolo im Einsatz. Als Grund für seinen damaligen Wechsel nannte der Fußballprofi die größere Nähe zu seiner Familie, die in Mailand lebt.

Boateng träumt schon lange von der spanischen Liga

Bei den Italienern unterschrieb der 31-Jährige einen Vertrag bis 2021. In der laufenden Spielzeit kam er in der Serie A in 13 Einsätzen auf vier Tore und zwei Vorlagen – es läuft gut für den offensiven Mittelfeldspieler.

In der Primera Divisón zu spielen war jedoch schon lange ein Wunsch von Kevin-Prince Boateng. „Als Kind habe ich immer Real Madrid im Fernsehen geschaut. Es war mein Kindheitstraum, eines Tages für Real zu spielen. Dort waren Stars wie Figo, Ronaldo oder Zidane, die ich bewundert habe“, so Boateng vor fünf Jahren in einem Interview mit der „Sport Bild“.

In Anlehnung an „die Königlichen“ und an seinen zweiten Vornamen „Prince“ habe er sich damals sogar eine Krone, die wie ein Teil des Wappens von Real Madrid aussieht, tätowieren lassen.

FC Barcelona mit Sorgen im offensiven Mittelfeld

Real Madrid ist es jetzt zwar nicht geworden, aber mit einem Angebot von einem großen Klub wie dem FC Barcelona hat Boateng sicher nicht gerechnet. Der Wechsel nach Spanien überrascht. Aber vielleicht nur auf den ersten Blick?

Der FC Barcelona stellt Kevin-Prince Boateng am Dienstag (22.Januar) offiziell vor:

Barcelonas Trainer Ernesto Valverde könnte mit Boateng die Lücke auf einer Position schließen, die dem Trainer seit Monaten Sorgen bereitet. Denn nach den Abgängen von Paco Alcacer zum BVB und Munir El-Haddadi zum FC Sevilla, ist Luis Suarez der einzige echte Mittelstürmer bei Barca.

Boateng als Alternative für Luis Suarez?

Boateng könnte als Ersatz oder möglichte Alternative zu dem 31-jährigen Spieler aus Uruguay zum Einsatz kommen. Damit würde Boateng zwar nicht zwingend zum Stammspieler mutieren, mit seiner Erfahrung und die Möglichkeit, ihn auch im defensiven Mittelfeld einzusetzen, könnte er jedoch hilfreich für die Katalanen sein.

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Boateng wird für den Rest der Saison an den FC Barcelona ausgeliehen. Dank einer Kaufoption in Höhe von acht Millionen Euro soll nach der Saison auch die Möglichkeit bestehen, ihn fest zu verpflichten.

Der spanische Tabellenführer wird die insgesamt elfte Station für den Ghanaer. In der Vergangenheit spielte Boateng unter anderem für Tottenham Hotspur, den BVB und FC Schalke 04 sowie AC Mailand. Die Dortmunder liehen sich den Spieler in der Saison 2008/2009 für ein halbes Jahr von Tottenham aus.