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Das war mal ein richtiger Griff ins Klo von Kevin Großkreutz: Nach dem Derby postete der Ex-BVB-Spieler in seiner Instagram-Story ein Posting der rechten Gruppierung Northside/0231 Riot. Der Post ist eine Drohung an den Ruhr Nachrichten-Redakteur Peter Bandermann.

Mittlerweile hat Kevin Großkreutz das Posting aus seiner Instagram-Story gelöscht. Doch wie das „Bündnis aktiver Fußballfans“ (BAFF) auf seiner Facebook-Seite und der Blog „Ruhrbarone“ berichten, war der 0231-Riot-Post für mehrere Stunden auf Großkreutz‘ Instagram-Account sichtbar.

Hashtag ist eine Drohung

Beide Medien veröffentlichten einen Screenshot des besagten Postings, das aus dem Umfeld der Northside/0231-Riot-Hooligans stammen soll.

Dieser Screenshot aus Kevin Großkreutz (in den sozialen Medien nennt sich der Fußballer „Fischkreutz“) Instagram-Story zeigt eine Gruppe von rund 20 Männern, die sich mit einer Totenkopf-Maske maskiert haben.

Besonders schockierend an der Sache: Verwendet wurde der Hashtag „#bandermannsalbtraum“.

Eine eindeutige Drohung in Richtung Peter Bandermann, der als Redakteur für die Ruhr Nachrichten arbeitet und der bereits seit vielen Jahren immer wieder über die rechte Szene im Zusammenhang mit BVB-Fangruppierungen berichtet – und sich damit in der Naziszene unbeliebt gemacht hat.

Die Rechtsextremen bezeichneten den Journalisten in der Vergangenheit unter anderem als Volksverräter, kündigten Demos vor seinem Haus an und stellten Todesanzeigen von ihm ins Netz.

Zuletzt hatte Bandermann über die rechten Bedrohungen gegen die BVB-Ultraszene auf der Südtribüne berichtet.

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Großkreutz löscht die Instagram-Story und nimmt Stellung

Kevin Großkreutz reagierte auf die Kritik und löschte den rechten Droh-Post aus seiner Instagram-Story. Außerdem gab er auf seinem Account eine Stellungnahme an seine Fans ab. Darin erklärt er, dass er jede Story teile, in denen er verlinkt wird. Ihm sei nicht bewusst gewesen, was damit gemeint war.

Und die Fans scheinen nachsichtig mit dem Dortmunder Jung zu sein. In den Kommentaren unter seiner Stellungnahme auf Instagram schreiben die Leute Dinge wie „Fehler sind menschlich“ und „Kevin, bleib wie du bist“.

Andere geben ihm dem Ratschlag, in Zukunft nicht mehr einfach alle Beträge zu teilen, ohne zu wissen, worum es überhaupt geht.