Laut Bericht

Jens Lehmann holt nach Kettensägen-Vorwurf zum Gegenschlag aus

Ex-BVB- und Schalke-Keeper Jens Lehmann sind beim Nachbarschaftsstreit wohl die Drähte durchgebrannt. Die Polizei ermittelt.

Update, Freitag (29. Juli), 10.10 Uhr: Dortmund – Ein Nachbarschaftsstreit beschäftigt derzeit ganz Fußball-Deutschland: Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann soll mit der Kettensäge die Garage seines Nachbarn ramponiert haben. Der Grund: Ein angeblich versperrter Blick auf den Starnberger See. Jens Lehmann, der unter anderem für den BVB und Schalke 04 auflief, behaupte laut Bild, die Garage stünde 1,5 Meter auf seinem Grundstück.

PersonJens Lehmann
Geboren10. November 1969 (Alter 52 Jahre), Essen
Größe1,90 Meter
Position(ehemals) Torwart

BVB/Schalke 04: Jens Lehmann holt nach Kettensägen-Vorwurf zum Gegenschlag aus

Jetzt berichtete die Zeitung, dass ein Polizeibeamter bereits Fotos von der Garage gemacht habe. Unklar allerdings ist, ob der Fall vor Gericht landet. Sollte es dazu kommen, drohe eine Strafe von 60 Tagessätzen, erklärte ein Anwalt.

Doch die Vorwürfe lässt der 52-Jährige nicht auf sich sitzen. Wie die Bild erfahren haben will, habe Jens Lehmann jetzt Anzeige gegen die Polizei gestellt. Der Vorwurf: Die Behörde habe die Vorkommnisse falsch wiedergegeben.

BVB/Schalke 04: Ex-Profi rastet mit Kettensäge aus und erheitert Toni Kroos

Erstmeldung, Donnerstag (28. Juli), 11.52 Uhr: Die Rivalität zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 ist deutschlandweit bekannt, das Revierderby einzigartig. Trotzdem gibt es immer wieder Spieler, die trotz der extremen Feindseligkeit sowohl im Trikot des BVB als auch des S04 aufliefen. In der jüngeren Vereinsgeschichte waren das Felipe Santana und Kevin-Prince Boateng, aber auch Andreas Möller, Steffen Freund und Jens Lehmann reihen sich in die Riege ein.

Letzterer fiel schon in seiner Zeit als aktiver Fußballer durch Skandale auf. Das reißt auch nach seinem Karriere-Ende nicht ab. Ganz aktuell macht der ehemalige DFB-Torwart von sich reden, weil er mit einer Kettensäge frei gedreht haben soll.

Wie die Bild berichtet, sei der Ex-BVB- und Schalke-Keeper mit dem Werkzeug auf das Gelände seines Nachbarn gestiefelt und habe die im Bau befindliche Garage ramponiert. Der Carport soll den Blick auf den Starnberger See versperrt haben, an dem Jens Lehmann wohnt.

BVB/Schalke 04: Ex-Torwart Jens Lehmann dreht mit Kettensäge frei – Konsequenzen folgen

„Nicht lang fackeln, Balken abhacken“, lautete dann wohl die Devise des Ex-Profis. Mit der Kettensäge soll Jens Lehmann den Dachbalken der Garage durchtrennt haben.

Offenbar wollte der einstige S04-Derby-Held, der 1997 als erster Torwart der Bundesligageschichte ein Tor erzielte – ausgerechnet gegen den BVB –, seine Wut-Aktion inkognito verrichten, schreibt die Bild weiter. Deswegen soll er kurzerhand die Kabel der Überwachungskamera abgerissen haben.

Ex-BVB- und Schalke-Torwart ist mit der Kettensäge ausgerastet. Toni Kroos würde das nur zu gerne sehen.

Lehmanns Pech: Die Überwachungskamera lief batteriebetrieben weiter. Der Anwohner erhielt die Bilder und meldete es der Polizei. Jetzt drohen dem 52-Jährigen sogar weitere Ermittlungen – denn in den vergangenen beiden Jahren soll es häufiger Vandalismus an derselben Garage gegeben haben, wie die Polizei der Bild mitteilte.

BVB/Schalke 04: Toni Kroos witzelt über Jens Lehmann

Lehmanns mutmaßliche Kettensägen-Attacke blieb natürlich nicht lange verborgen und landete prompt in den Twitter-Trends. Auch Nationalspieler Toni Kroos scherzt über den Torwart. Auf Twitter teilte er einen Artikel zu dem Vorfall und kommentierte: „Wer würde das Video noch so gerne sehen, wie ich?“

Viel zu lachen hat der Nachbar wohl nicht, doch auch er dürfte sich über die vorhandenen Bilder freuen. Immerhin hat er jetzt etwas gegen den mutmaßlichen Randalierer in der Hand.

Auch beim BVB und bei Schalke 04: Jens Lehmann fiel immer wieder mit Skandalen auf

Jens Lehmann hatte schon in seiner Zeit als aktiver Fußballer immer wieder mit Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht: Im Trikot der Schwarz-Gelben fiel er am 17. März 2002 mit seiner Unsportlichkeit gegen Soumaila Coulibaly auf, als er den am Boden liegenden Angreifer gegen den Oberschenkel trat. Im königsblauen Jersey brach er die Segel ab, als er zur Halbzeit ausgewechselt wurde und fuhr prompt mit der S-Bahn nach Hause.

Jüngst landete er wegen eines Rassismus-Eklats in den Medien, als Jens Lehmann Dennis Aogo in einer SMS als „Quotenschwarzer“ bezeichnet hatte und die Nachricht an den Ex-HSV-Profi selbst verschickt hatte.

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