Bild: Alexandre Simoes/BVB/Borussia Dortmund GmbH

Am 10. Juli begann für Julian Brandt das Kapitel Borussia Dortmund. In seinen ersten zwei Wochen beim BVB erlebte er – neben der obligatorischen Leistungsdiagnostik – auch schon die USA-Reise der Schwarzgelben.

  • Julian Brandt fällt die Eingewöhnung beim BVB nicht schwer.
  • Brandt würde am liebsten im Zentrum spielen.
  • Dortmund sei sowohl qualitativ als auch quantitativ nochmal ein anderes Level.

Update, Sonntag (11. August), 15.12 Uhr: Nach überstandenen Adduktorenbeschwerden kam der BVB-Neuzugang im Testspiel gegen Preußen Münster zum Einsatz. Das sagten Brandt und Sportdirektor Kehl nach dem Spiel.

Erstmeldung, Mittwoch (24. Juli): Brandt nutzte die sechstägige US-Tour, um sich mit seinen neuen Teamkollegen vertraut zu machen. „Man lernt sich einfach schneller und besser kennen, wenn man so viel Zeit miteinander verbringt“, so der BVB-Neuzugang gegenüber den Ruhr Nachrichten. Auch das Trainingslager in Bad Ragaz werde dabei „noch einmal helfen“. (Update: Dort hat Julian Brandt zum Einstand eine Gesangseinlage gegeben)

Brandt: Passe gut in die Spielphilospohie des BVB

Generell falle ihm die Eingewöhnung in Dortmund leicht. Da er viele Mitspieler bereits kenne, sei es nicht schwer gewesen, „schnell anzukommen in der Truppe.“

Auch aus sportlicher Sicht läuft das Kennenlernen. Sowohl durch Trainingseinheiten als auch in Testspielen. Brandt, der laut eigener Aussage „gut in die Spielphilosophie des BVB reinpasse“ kam in den USA zu seinen ersten beiden Einsätzen.

Gegen die Seattle Sounders durfte er rund 30 Minuten auf dem Flügel agieren. Beim Duell mit dem FC Liverpool stellte ihn BVB-Trainer Lucien Favre im Zentrum auf. Beim 3:2-Sieg über den amtierenden Champions League-Sieger bereitete Julian Brandt das 1:0 von Paco Alcácer sehenswert vor.

Brandts Lieblingsposition ist das Zentrum

Die Rolle im zentralen, offensiven Mittelfeld sei dann auch Brandts favorisierte Position, wie der 23-Jährige zugibt. „Ich bin voll drin auf dieser Position, habe viel Selbstvertrauen. Wenn man mich fragen würde und ich dürfte mich frei entscheiden, dann würde ich sagen, dass es für mich im Zentrum besser ist.“

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In der Rückrunde der vergangenen Bundesliga-Saison absolvierte Brandt 16 Spiele im offensiven Mittelfeld. Dabei gelangen ihm sechs Tore und elf Vorlagen.

Wo Brandt beim BVB eingesetzt wird, dürfte auch von der Risikobereitschaft seines Trainers abhängen. Er könnte um einen Platz mit Mario Götze streiten, der sich aktuell in Verhandlungen mit dem BVB befindet.

Im klassischen 4-2-3-1-System müsste er wohl auf dem Flügel spielen. Im offensiven 4-1-4-1 könnte der gebürtige Bremer dagegen mit Reus im Zentrum spielen. Dieser engagierte sich sehr für die Verpflichtung von Julian Brandt.

Brandt spürt „große individuelle Klasse“ beim BVB

BVB-Coach Lucien Favre habe mit Brandt bisher noch nicht darüber informiert, wo er ihn auf dem Feld sieht. Der Mittelfeldspieler sieht das aber entspannt: „Das Gespräch mit dem Trainer wird sicherlich noch kommen, aber dafür haben wir noch genug Zeit.“

Generell sei der BVB sowohl qualitativ als auch quantitativ nochmal ein ganz anderes Level, erklärt Brandt. Er spüre „in jedem Training und in jedem Spiel die große individuelle Klasse“ seiner Mitspieler. Sorgen bereitet ein weiterer Neuzugang: Thorgan Hazard musste beim Testspiel gegen Udinese Calcio verletzt ausgewechselt werden.