Pleite in Gladbach

Julian Brandt erklärt BVB-Problem: „Der Faden, der sich durch die Saison zieht“

Der BVB ist am letzten Spieltag vor der Winterpause bei Borussia Mönchengladbach baden gegangen. Julian Brandt nannte nach der Partie den Grund dafür.

Dortmund – 4:2 flackerte es nach Abpfiff über die Anzeigetafel im Borussia-Park. Borussia Dortmund hatte sich für das letzte Spiel vor der Winterpause „sehr viel vorgenommen“, wie Trainer Edin Terzic nach dem Spiel gegenüber DAZN betonte, doch standen die Weichen bereits nach vier Spielminuten auf Niederlage: Kaum war die Partie angepfiffen, hatte der BVB mit 0:1 hinten gelegen. BVB-Profi Julian Brandt äußerte sich nach dem Spiel.

BVB-Profi Julian Brandt: „Einen Gegner mehr einladen als wir, kannst du eigentlich nicht“

„Wir haben in den ersten Minuten den Ball gut laufen lassen und Druck erzeugt. Aber der erste Ballverlust führt zum ersten Konter, und wieder rennst du einem frühen 0:1 hinterher“, sagte Julian Brandt bei Sat.1.

„Zweite Halbzeit genau dasselbe“, fuhr der offensive Mittelfeldspieler fort. „Das ist der Faden, der sich durch die Saison zieht.“ Beim Spielstand von 3:2 für den Gastgeber war es in die Kabine gegangen. Nach Wiederanpfiff hatte es nur wenige Sekunden gedauert, ehe Borussia Mönchengladbach durch Kouadio Koné (46. Spielminute) erhöhte.

„Keine Frage, Gladbach hat ein gutes Spiel gemacht, hat die Chancen eiskalt genutzt. Aber einen Gegner mehr einladen als wir heute, kannst du eigentlich nicht“, resümierte Julian Brandt.

Julian Brandt erklärt BVB-Niederlage: „Ich leide im Stillen“

„Wir haben durch eigenes Unvermögen verloren“, stellte Julian Brandt klar. Es gehe nun mit ganz schwerem Gepäck für den BVB-Profi und seine vier Mannschaftskollegen Niklas Süle, Youssoufa Moukoko, Karim Adeyemi und Nico Schlotterbeck zur WM in Katar mit der deutschen Nationalmannschaft.

„Zwei Niederlagen vor einer Winterpause sind beschissen“, sagte Julian Brandt. Er müsse nun den „Cut“ finden zwischen Enttäuschung aufgrund des desolaten Abschneidens in der Bundesliga mit Platz 6 nach 15 Spieltagen und der Vorfreude auf das Turnier in der Wüste.

Julian Brandt war gegen Borussia Mönchengladbach der beste BVB-Spieler.

„Bis zur Anreise wird es mich extrem ankotzen, aber ich leide im Stillen. Irgendwann werde ich den Switch finden für das große gemeinsame Ziel.“ Dieses haben sie beim BVB auch: das Erreichen der Champions League, doch danach sieht es derzeit nicht aus.

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