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Als Julian Brandt eingewechselt wird, ändert sich Spiel des BVB in Köln spürbar. Der Neuzugang aus Leverkusen bringt Fähigkeiten mit, die in der Vergangenheit oft gefehlt haben.

  • Mit Brandt und Hakimi wechselt Favre in Köln den Sieg ein.
  • Vor allem Brandts Positionsspiel hilft dem BVB.
  • Der Neuzugang ist in Berlin ein Kandidat für die Startelf.

Mit Brandt und Hakimi kommt die Wende

Die 62. Minute im Müngersdorfer Stadion in Köln am vergangenen Freitagabend: Der BVB liegt mit 0:1 beim Aufsteiger 1. FC Köln zurück und tut sich schwer. BVB-Trainer Lucien Favre bringt mit Hakimi für Schulz und Brandt für Weigl frisches offensives Personal. Zwei entscheidende Wechsel, wie sich wenig später herausstellen sollte.

Der BVB dreht das Spiel und gewinnt letztendlich mit 3:1. Hakimi erzielt den Treffer zum 2:1, Julian Brandt belebt das Offensivspiel des BVB merklich.

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Brandt beeindruckt durch Spielintelligenz

Was Brandt für den BVB vor allem so wertvoll macht ist seine enorme Spielintelligenz. Ohne Ball bewegt sich der Neuzugang geschickt zwischen den Verteidigungslinien des Gegners und öffnet so immer wieder Räume für seine Mitspieler. Mit Ball am Fuß sucht der 23-Jährige immer offensive Lösungen und zeigt sich präsent und sicher im Kombinationsspiel.

Dabei sucht Brandt bewusst das Risiko. Das führt logischerweise zu so manchem Ballverlust, ist aber auf der anderen Seite etwas, was dem BVB in Köln lange Zeit fehlte.

Der BVB hat wieder einen „Typen wie Gündogan“

Immer wieder war währen dieser Transferperiode zu lesen, der BVB suche nach einem zentralen Mittelfeldspieler. Einem Spieler, der die Verbindung zwischen Abwehr und Angriff herstellt, der Spielzüge einleitet und den vorletzten Pass spielen kann. So einen, wie Ilkay Gündogan. Sogar Gündogan höchstselbst war lange Zeit Bestanteil der Transferspekulationen.

Julian Brandt nun bringt viele dieser Fähigkeiten mit. Bezeichnend dafür ist die Kombination vor dem 2:1 durch Hakimi, bei der er Piszczek den Ball passgenau in den Lauf legt.

Brandt in Berlin ein Kandidat für die Startelf

Freilich ist die Variante mit Julian Brandt neben Marco Reus eine offensivere als die mit Julian Weigl neben Axel Witsel. Vielleicht aber auch haben Lucien Favre diese 30 Minuten in Köln gezeigt, dass genau so ein Risiko notwendig ist, um vor allem defensive Gegner zu knacken.

Mit Aufsteiger Union Berlin wartet am kommenden Samstag ein weiter Gegner dieses Kalibers auf den BVB. Auch hier werden Brandts Fähigkeiten wieder gefragt sein. Der erste Startelfeinsatz in Berlin für den Neuzugang aus Leverkusen ist seit Freitagabend jedenfalls nicht unwahrscheinlicher geworden. Vor allen Dingen weil sich der Belgier Thorgan Hazard verletzt hat. Er wird dem BVB wochenlang fehlen.