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Julian Brandt möchte über einen Verbleib bei seinem Verein Bayer Leverkusen derzeit keine eindeutigen Aussagen treffen. Der BVB sowie die Bayern sind offenbar nach wie vor im Rennen um den Offensivspieler.

Update, Freitag (12. April), 10.35 Uhr: Rudi Völler hat sich im Gespräch mit der Bild zu der Zukunft von Julian Brandt geäußert. „Julian verhält sich top, wir sind im Austausch mit ihm und seinem Vater. Julian fühlt sich auf seiner neuen, zentralen Position im Mittelfeld sehr wohl. Beide Seiten wissen, was sie aneinander haben. Was das am Ende bedeutet, werden wir sehen“, so Leverkusens Geschäftsführer.

Völler und Rolfes hoffen auf Brandt-Verbleib bei Bayer

Auch Sportdirektor Simon Rolfes hat die Hoffnung auf einen Verbleib von Brandt beim Werksklub noch nicht aufgegeben. „Ich glaube es war wichtig, dass wir hier ein enges Vertrauensverhältnis haben. Ich denke, dass das auch immer ein wichtiger Punkt ist bei den Spielern,“ erklärt Rolfes im Gespräch mit Sky Sport News HD.

Update, Mittwoch (10. April) 9.10 Uhr: Das Interesse an Julian Brandt ist scheinbar auch bei anderen europäischen Klubs groß. Nach Informationen der Sport Bild soll sich Juventus Turin bei dem 22-Jährigen bereits deutlich vorgetastet haben. „Vater und Berater Jürgen Brandt liegen bereits die Zahlen vor, auf die man sich vertraglich einigen könnte“, heißt es in der Sport Bild. Unterschrieben sei jedoch noch nichts.

Neben Juve sollen unter anderem auch Atlético Madrid und einige englische Vereine Leverkusens Spieler auf dem Zettel haben.

Ursprungsmeldung, Dienstag (9. April): Bleibt Julian Brandt auch über die aktuelle Saison hinaus bei Bayer Leverkusen? Oder steht der 22-Jährige womöglich vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund oder dem FC Bayern München? Eines steht fest: Der Nationalspieler macht es spannend.

Keine Entscheidung vor dem letzten Spieltag

„Vor dem 18. Mai gibt es von mir gar nichts, da gibt es keine Entscheidung. Es wird bis dahin sicherlich ein offenes Thema sein, aber ich kann mich damit anfreunden. Die restliche Saison ist mir zu wichtig, als dass ich mich mit anderen Sachen beschäftige“, sagte Brandt am Montag (8. April) nach dem Training gegenüber Journalisten über seine Zukunft.

Was Brandt derzeit zögern lassen könnte, ist der Kampf um die Champions League. Leverkusen könnte die Königsklassen-Qualifikation verpassen.

Immerhin mussten die Leverkusener in den vergangenen Wochen sowohl gegen RB Leipzig (2:4), TSG Hoffenheim (1:4) sowie Werder Bremen (1:3) bittere Niederlagen hinnehmen. Der Verein landete damit auf Rang neun der Tabelle.

Die letzten drei Wochen „tun weh“, sagte Brandt, „auch in der Art, wie die Niederlagen passiert sind. Das Minimal-Ziel ist ja aber schon noch erreichbar.“ Fraglich ist jedoch, ob das Erreichen der Euro-League-Qualifikation ausreicht, um den Offensivspieler in Leverkusen zu halten.

Brandt will sich jetzt auf Bayer konzentrieren

Stand jetzt ist: Julian Brandt will sich voll auf den kurzfristigen Erfolg von Bayer konzentrieren. „Ich mache mir meine Gedanken, aber nicht während einer Saison, dafür ist mir der Verein und das Hier und Jetzt zu wichtig. Wenn ich mich nur noch damit beschäftigen würde, dann würde meine Leistung darunter leiden. Das hätte der Verein nicht verdient, der mir über die Jahre sehr viel Vertrauen geschenkt hat.“

Julian Brandt spielt bei Bayer Leverkusen eine erfolgreiche Saison. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Julian Brandt spielt bei Bayer Leverkusen eine erfolgreiche Saison. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Während es für Bayer Leverkusen in dieser Saison nicht besonders rosig läuft, kann sich der 22-Jährige über sein persönliches Leistungshoch durchaus freuen. Seitdem Trainer Peter Bosz Brandt im offensiven Mittelfeld spielen lässt, ist vor allem die Zahl seiner Assists gestiegen. Mit insgesamt elf Torvorlagen liegt der Spieler ligaweit auf dem dritten Platz. Nur Münchens Joshua Kimmich (13) und Dortmunds Jadon Sancho (16) waren effektiver.

Die positive Entwicklung des Nationalspielers ist auch dem BVB nicht entgangen. Auch weil Julian Brandt dank einer Ausstiegsklausel in seinem eigentlich bis 2021 datierten Vertrag in der kommenden Transferperiode für 25 Millionen Euro den Verein wechseln könnte, ist der gebürtige Bremer für die Dortmunder interessant.

Brandt beim BVB wieder auf dem Flügel?

Fraglich ist jedoch, ob Brandt, der sich in der zentralen Rolle in Leverkusen derzeit sehr wohl fühlt, wieder auf den Flügel ausweichen würde. Im Zentrum ist der BVB mit Marco Reus und Mario Götze sehr gut besetzt.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hielt sich, angesprochen auf einen möglichen Wechsel des 22-Jährigen, bedeckt. „Jeder will ganz gerne deutsche Spieler haben, aber wir werden keine Namen kommentieren“, so Watzke auf Sky.

Aktuelle BVB-Themen

Neben dem BVB soll auch der FC Bayern an Brandt interessiert sein. Die Münchner gelten schon länger als möglicher Abnehmer für den Offensivspieler. Bereits vor seinem Wechsel 2013 vom VfL Wolfsburg zu Bayer versuchten Rummenigge und Co., den Spieler ins Team zu holen.