Bild: dpa

Nur knapp verpassten Jürgen Klopp und der FC Liverpool am letzten Spieltag der Saison den Gewinn des englischen Meistertitels. Mit einem Punkt Vorsprung auf die Reds wurde am Ende Manchester City Meister. Für Klopp bedeutet die Vize-Meisterschaft trotzdem einen riesigen Erfolg.

Stolze 97 Punkte sammelte das Team von Jürgen Klopp bis zum 38. Spieltag. Doch das genügte dem FC Liverpool in dieser Premier-League-Saison nicht. Obwohl Klopp und seine Spieler sich nur eine einzige Saison-Niederlage erlaubten, reichte es am Ende nicht für den Titelgewinn.

Jürgen Klopp ist stolz auf seine Mannschaft

Manchester City gewann sein letztes Spiel bei Brighton and Hove souverän (4:1) und darf sich mit 98 Zählern auf dem Konto englischer Meister der Saison 2018/19 nennen.

Jürgen Klopp drehte hingegen im Anfield-Stadion eine Ehrenrunde mit einem gequältem Lächeln – trotz riesigem Applaus des Publikums. Aber natürlich sei der ehemalige BVB-Trainer enttäuscht, gab Klopp gegenüber Sky zu. „Zweiter ist nicht unbedingt das, was ich heute Abend gern sein wollte. Aber ich sehe hier niemanden, der weint.“

Denn neben der Enttäuschung über die knapp verpasste Meisterschaft überwiegte am Ende der Stolz auf seine Mannschaft. Mit seinen 97 Punkten holte der FC Liverpool in dieser Saison mehr Punkte als jeder Meister der Premier League – mit Ausnahme von Manchester City, das zum sechsten Mal den Titel gewann.

Vize-Meisterschaft für Klopp etwas ganz besonderes

Englischer Meistertrainer darf Jürgen Klopp sich nun also (noch) nicht nennen. An die Meistertitel 2011 und 2012 mit Borussia Dortmund erinnert sich der Publikumsliebling noch gut.

Am Ende wurde Jürgen Klopp nicht belohnt: der FC Liverpool wurde mit 97 Punkten Vize-Meister. Foto: Peter Byrne/PA Wire/dpa
Am Ende wurde Jürgen Klopp nicht belohnt: Der FC Liverpool wurde mit 97 Punkten Vize-Meister. Foto: Peter Byrne/PA Wire/dpa

Die Vize-Meisterschaft mit dem FC Liverppool stuft Klopp allerdings noch höher ein, als die gewonnenen Meisterschaften mit dem BVB. Über den zweiten Platz in der Premier League sagte der 51-Jährige gegenüber Sky: „Besser als die Meistersaison mit Dortmund“. Und das soll schon was heißen.

„Die Menschen lieben, was die Jungs im Laufe des Jahres geschafft haben“, so Klopp weiter. „Aber um die Premier League zu gewinnen, muss man nahezu perfekt spielen.“

Sein späterer Nachfolger beim BVB, Thomas Tuchel, spielte in Dortmund auch nicht perfekt und verpasste ebenfalls knapp die Meisterschaft. In Paris lief es etwas besser. Dort gewann Tuchel die Liga. Nun soll er auch die Champions League nach Paris holen.

Hoffnung auf’s CL-Finale

Die englische Meisterschaft ist abgehakt. Trotzdem hat Jürgen Klopp weiterhin seinen ersten Titel mit dem FC Liverpool vor Augen. Am 1. Juni trifft seine Mannschaft im Finale der Champions League auf Tottenham Hotspur. Winkt dann der Pokal? – Der Trainer ist zuversichtlich: „Jetzt haben wir drei Wochen Zeit, um uns auf das Champions-League-Finale vorzubereiten und das werden wir angehen.“

Dieses Mal soll es klappen. In der vergangenen Saison stand Jürgen Klopp mit den Reds gegen Real Madrid im CL-Finale. Die Spanier gewannen mit 3:1 und gewannen den Pokal. Auch mit dem BVB hatte der Trainer in der Königsklasse kein Glück: 2013 standen die Dortmunder mit dem FC Bayern München im Finale. Auch hier hatte Klopp das Nachsehen, seine Mannschaft verlor mit 1:2.

Aktuelle BVB-Themen

Sollte Jürgen Klopp in Madrid gegen Tottenham gewinnen, bedeute dies der zweite Gewinn der Champions League für den FC Liverpool. Zuletzt konnten die Engländer in der Saison 2004/05 das Finale in der Königsklasse für sich entscheiden.