Aki Watzke wollte Jürgen Klopp zurück zum BVB holen - Lucien Favre nicht erste Wahl?

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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Foto: dpa

Das wäre eine spektakuläre Rückholaktion gewesen. Der BVB wollte Jürgen Klopp zurückholen. Das bestätigt Aki Watzke in seiner Biografie. Hier die Infos.

Aki Watzke (60) offenbart in seiner Biografie „ECHTE LIEBE. Ein Leben mit dem BVB“ eine gescheiterte Rückholaktion von Jürgen Klopp (52) zu Borussia Dortmund.

  • Aki Watzke wollte Jürgen Klopp zurück zum BVB holen.
  • Der 52-Jährige sagte allerdings am Telefon ab.
  • Er ließ sich allerdings ein Hintertürchen offen.

BVB: Alle Nachfolger von Jürgen Klopp sind gescheitert

Dass sich nahezu jeder BVB-Fan eine Rückkehr von Jürgen Klopp, der von Robbie Williams eine Liebeserklärung erhalten hat, auf die Trainerbank von Borussia Dortmund wünscht, ist kein Geheimnis. Seine Nachfolger Thomas Tuchel (46), Peter Bosz (55), der die Wechselgerüchte um Kai Havertz (20) befeuert und Peter Stöger (53) konnten allesamt aus sportlichen oder zwischenmenschlichen Gründen nicht an die Erfolge des aktuellen Champions League-Siegers anknüpfen.

Auch die BVB-Zukunft von Lucien Favre (61) scheint angesichts der derzeitigen Krise zumindest ungewiss. Ausgerechnet jetzt erschien ein Auszug aus der Biografie von Aki Watzke in der Bild, der dem Schweizer Lehrmeister wohl nicht gefallen dürfte.

Aki Watzke wollte Jürgen Klopp zurück zum BVB holen

In diesem Auszug wird Jürgen Klopp, der noch mit David Wagner (47) als Trainer von Schalke 04 hadert, wie folgt zitiert: "Irgendwann (...) klingelte mein Telefon, als ich im Flieger saß. Aki war dran: Jürgen, du musst zurückkommen. Ich habe gelacht. Ich dachte, er macht einen Scherz. Bist du doof, hast du getrunken? Wie kommst du denn auf die Idee? Ich habe doch noch ein paar Jahre Vertrag in Liverpool."

Kloppo weiter: "Ich weiß nicht, wie ernst das in dem Moment von ihm gemeint war, aber da habe ich schon gemerkt, dass er sich von mir eine größere Bereitschaft gewünscht hätte, darauf einzugehen.“

BVB: Statt Jürgen Klopp kam Lucien Favre

In einem anderen Auszug räumte Aki Watzke zudem ein, dass es ein Fehler gewesen sei Jürgen Klopp gehen zu lassen. Er hätte damals lieber die komplette Mannschaft austauschen sollen, anstelle des Trainers.

Aki Watzke, der bei Markus Lanz über seine schwierigste Entscheidung beim BVB sprach, wollte seinen guten Freund und Erfolgstrainer zurück zu Borussia Dortmund holen. Wie wenig später zu lesen ist, hat dieses Telefonat im Mai 2018 stattgefunden. Zwei Monate später trat Lucien Favre, der scheinbar nicht die 1a-Lösung der BVB-Bosse gewesen ist, aber zumindest bei Torhüter Roman Bürki einen Stein im Brett hat, seinen Dienst an der Strobelallee an.

Aki Watzke hatte keine großen Hoffnungen

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund selber sagte zur gescheiterten Rückholaktion von Jürgen Klopp: "Ich wusste, dass Jürgen absagen würde, dass er seinen Vertrag in Liverpool erfüllen wird. Jürgen hat seine Verträge immer erfüllt. So ist er."

Trotzdem habe Hans-Joachim Watzke unbedingt nachfragen wollen. "Aber wenn man neue Wege gehen will, und wir mussten an diesem Punkt einen neuen Weg beim BVB einschlagen, dann musste ich Jürgen wenigstens fragen, ob er sich das womöglich doch vorstellen kann. Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, aber ich hätte mir nicht verziehen, ihn in diesem Moment nicht wenigstens gefragt zu haben."

Warum Jürgen Klopp nicht auf eine Rückkehr zum BVB hofft

Ein Fünkchen Hoffnung ließ der Welttrainer seinem ehemaligen Chef aber dennoch: "Als ich aus Dortmund wegging, hätte ich mir vorstellen können, irgendwann noch mal zurückzukehren. Ich habe aber gehofft, dass dafür für beide Seiten nicht die Notwendigkeit entsteht."

Es war ein traumhafter Lebensabschnitt, und ich weiß nicht, ob man den toppen kann. Und wenn man es könnte, dann würde das wiederum den Wert der sieben Jahre schmälern", wird Jürgen Klopp zitiert, der in seinem nächsten Satz ein kleines Hintertürchen offen ließ.

Jürgen Klopp lässt aber eine Hintertür offen

"Als Retter in der Not, wenn der Verein wirklich meine Hilfe braucht – warum sollte ich das nicht machen? Es ist total schön, dass ich dazu überhaupt die Möglichkeit habe.Aber ich halte es nicht für wahnsinnig wahrscheinlich, dass es so kommt. Aber eine so große Sache wie in Dortmund einfach nur aufwärmen, das möchte ich nicht. Es muss immer etwas Neues kommen."

Ein aktueller BVB-Spieler hat sich über Coach Lucien Favre geäußert. Es gebe sowohl Vorteile als auch Nachteile mit dem Schweizer in der alltäglichen Arbeit.