Premier-League-Zoff

Jürgen Klopp unter Beschuss: England-Klubs toben wegen Ex-BVB-Trainer

Jürgen Klopp hat den Zorn einiger Premier-League-Klubs auf sich gezogen. Insbesondere der Trainer von Newcastle United tobt.

Liverpool - Dass Jürgen Klopp ein Mann der klaren Worte ist, wissen inzwischen nicht nur die Anhänger von Borussia Dortmund. Auch in England positioniert sich der 55-Jährige zu diversen Themen deutlich. Erst vor wenigen Tagen zoffte sich Jürgen Klopp öffentlich mit Didi Hamann. Seine jüngsten Aussagen hallen nun allerdings gewaltig nach.

FußballtrainerJürgen Norbert Klopp
Geboren16. Juni 1967 (Alter 55 Jahre), Stuttgart
Aktuelles Team FC Liverpool

Jürgen Klopp unter Beschuss: England-Klubs toben wegen Ex-BVB-Trainer

Vor dem überraschenden Coup seines FC Liverpool gegen Manchester City (1:0), kritisierte Jürgen Klopp auf einer Pressekonferenz die wirtschaftlichen Möglichkeiten von Scheich-Klubs. Konkret sagte der Ex-BVB-Trainer: „Es gibt drei Vereine im Weltfußball, die finanziell machen können, was sie wollen.“

Gemeint waren damit wohl Newcastle United, Manchester City und Paris Saint-Germain. Alle drei Klubs haben einen Scheich als Investor und agieren sehr umtriebig auf dem Transfermarkt. Ob die Investitionen dabei durch das Financial Fairplay gedeckt werden, ist zumindest fraglich.

Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp legt sich mit Newcastle United und Manchester City an

Im weiteren Verlauf legte „Kloppo“ inhaltlich nach und schoss mit seinen Aussagen vor allem in Richtung Newcastle und City: „Es gibt keine Grenzen für Newcastle. Herzlichen Glückwunsch, aber andere Klubs haben welche.“

Weiter führte der gebürtige Stuttgarter aus, dass es für Manchester derweil kein Problem sei, einen Spieler wie Erling Haaland zu verpflichten: „Egal was es kostet, man macht es einfach.“

Jürgen Klopp hat sich mit mehreren Premier-League-Klubs angelegt.

Jürgen Klopp: Manchester City spricht von „grenzwertig fremdenfeindlichen“ Kommentaren

Seine Äußerungen sorgten für eine Welle der Empörung in England. Wie diverse englische Medien berichten, werfen die Verantwortlichen der Skyblues Jürgen Klopp „grenzwertig fremdenfeindliche“ Kommentare vor.

Newcastle-Coach Eddie Howe widerspricht den Ausführungen seines Trainerkollegen dagegen massiv: „Wir leben nicht das Leben, über das diskutiert wird. Unsere Gehaltskosten sind sehr kontrolliert. Auch wenn wir Geld für Spieler ausgegeben haben, war es nicht zügellos oder nicht im Gleichklang mit der restlichen Premier League.“

Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp wegen Verhalten am Spielfeldrand kritisiert

Der 44-Jährige schob anschließend eine Warnung hinterher: „Alle sollten vorsichtig mit ihren Meinungen und Kommentaren sein.“ Gleichzeitig holte Howe zum Gegenschlag aus und kritisierte Jürgen Klopp, dem ein lebenslanger Vertrag winkt, für sein Verhalten an der Seitenlinie. Gegen Manchester City flog der Deutsche bekanntlich mit einer Roten Karte aus der Coaching-Zone.

Newcastle-Coach Eddie Howe weist die Vorwürfe von Jürgen Klopp deutlich zurück.

Howe versicherte, dass er sich nicht so verhalten werde, da er eine Vorbildfunktion habe: „Ich bin mir sehr bewusst, dass ich von Abermillionen von Menschen, vor allem Kindern, angeschaut werde.“

Jürgen Klopp wehrt sich gegen heftige Anschuldigungen

Inzwischen hat Jürgen Klopp auf die kritischen Stimmen reagiert und erklärte: „Wir müssen nicht mit anderen Vereinen befreundet sein, aber die Leute wollen nicht mit uns befreundet sein.“

Zu den Vorwürfen der Fremdenfeindlichkeit sagte Jürgen Klopp: „Ich kenne mich selbst. Und man kann mich nicht treffen mit Dingen, die Meilen von meiner Persönlichkeit entfernt sind. Wenn ich so wäre, würde ich es hassen. Ich würde mich selbst dafür hassen, dass ich so bin.“

Rubriklistenbild: © Colorsport via Imago.

Mehr zum Thema