José Mourinho: Ersatz für Favre beim BVB? The Special One reagiert

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José Mourinho sagt dem BVB wohl ab. Foto: Peter Powell/dpa

Lucien Favre gilt beim BVB nicht mehr als unangetastet. José Mourinho kommt wohl nicht. Laut spanischen Medien gab er eine Absage. Hier die Infos.

Lucien Favre (61) durchlebt derzeit keine leichte Zeit beim BVB. Der fehlende Erfolg ließ zuletzt Gerüchte um einen Trainerwechsel aufkommen. Jetzt wird José Mourinho (56) mit dem Trainerposten in Dortmund in Verbindung gebracht.

  • Lucien Favre und der BVB haben bislang eine holprige Saison gespielt.
  • Der Trainer soll bei Borussia Dortmund nicht mehr unangetastet sein.
  • Als ein möglicher Nachfolger wird nun José Mourinho ins Spiel gebracht.

BVB: Nach ersten Gerüchten - José Mourinho wohl mit Absage

Update, 24. Oktober, 17.11 Uhr: Nachdem erste Gerüchte über ein Interesse des BVB an Welttrainer José Mourinho aufkamen, scheint sich das Thema wohl nun schneller erledigt zu haben als gedacht. Denn nun gibt es erste Berichte von einer Absage des Portugiesen.

Wie der spanische TV-Sender El Chiringuito TV berichtet, habe der ehemalige Trainer von Real Madrid, Inter Mailand, dem FC Chelsea, Manchester United und dem FC Porto den Schwarzgelben bereits abgesagt. Einige BVB-Offizielle ließen zudem immer wieder verlauten, man führe keine Trainerdiskussion in Dortmund.

Erstmeldung, 23. Oktober, 13.03 Uhr: BVB-Trainer Lucien Favre musste zuletzt einige kritische Stimmen hinnehmen. Nachdem sich die Verantwortlichen des Vereins zu Beginn dieser Spielzeit nicht zurückhielten und schnell das Saisonziel deutsche Meisterschaft formuliert hatten, spielte die Mannschaft nur streckenweise meisterlichen Fußball. Nach der Niederlage gegen Inter Mailand waren die Fans entsprechend bedient . Nur wenige Spieler konnten bei der Partie überzeugen.

Lucien Favre und der BVB: Anhaltende Unruhe bringt José Mourinho ins Spiel

Nach sieben Spielen hatte Borussia Dortmund 12 Punkte auf dem Konto - Platz acht in der Tabelle war das Ergebnis. Der Sieg gegen Gladbach am 8. Spieltag hat dem BVB, der laut Heiko Herrlich (47) die Mentalität vermissen lässt und auch Favre etwas Luft verschafft. Die Schwarz-Gelben sind wieder punktgleich mit den Bayern. Die Unruhe in Dortmund ist trotzdem nicht verflogen - und jetzt wird plötzlich der Name José Mourinho ins Spiel gebracht.

Denn laut Informationen der Sport Bild soll Trainer Favre, der mit Niko Kovac einen prominenten Fürsprecher hat, beim BVB nicht mehr unangetastet sein. Weiter heißt es in dem Bericht, dass der derzeit vereinslose Startrainer Mourinho offenbar als Nachfolger für den 61-Jährigen im Gespräch sein soll.

Nachdem das Team um Marco Reus (30) in den vergangenen Wochen in der Liga geschwächelt hat, ist Mourinho nicht der erste Trainer, der mit den Dortmundern in Verbindung gebracht wird. Auch Ex-Leipzig-Trainer Ralf Rangnick (61) wurde bereits als heißer Kandidat für den Trainerposten bei der Borussia gehandelt.

Hans-Joachim Watzke und José Mourinho haben regelmäßig Kontakt

Doch was ist nun dran an den Gerüchten um Mourinho? Laut dem Bericht stehen BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) und der Portugiese regelmäßig in Kontakt. Zehn Monate nach der Entlassung bei Manchester United sei der Erfolgstrainer offen für einen neuen Trainer-Job.

Derzeit ist der 56-Jährige, der in seiner Laufbahn als Trainer mehr als 30 Titel gewonnen hat, als TV-Experte in England tätig. Im Interview mit der Sport Bild äußerte er sich zuletzt auch über Dortmund: "Ich bewundere die Arbeit des BVB und seinen Versuch, mit einem Giganten wie Bayern zu konkurrieren.“

Klingt nach Sympathie, jedoch stellt sich die Frage, ob die Dortmunder tatsächlich einen Trainerwechsel während der laufenden Saison in Betracht ziehen. Vor Favre liegen mit den Spielen gegen Inter Mailand (CL), Schalke, Gladbach (DFB Pokal), Wolfsburg und den FC Bayern entscheidende Wochen.

Lucien Favre unter Druck - José Mourinho wäre Herausforderung für den BVB

Sollte es dem Schweizer in diesen Spielen nicht gelingen, mit der Mannschaft Erfolge einzufahren, könnte José Mourinho vielleicht wirklich zum konkreten Thema beim BVB werden. Bei einer möglichen Verpflichtung könnte den Dortmundern jedoch Real Madrid in die Quere kommen. Bei den Spaniern gilt Mourinho ebenfalls als Kandidat für den in der Kritik stehenden Zinédine Zidane (47).

Für Borussia Dortmund wäre Mourinho allemal eine Herausforderung. Der 56-jährige Portugiese ist alles andere als ein einfacher Charakter und gilt als selbstverliebt. Das Thema Gehalt könnte sich ebenfalls als schwierig gestalten. Bei ManUnited verdiente er umgerechnet rund 17 Millionen Euro im Jahr. Beim BVB müsste er da wohl deutliche Abstriche machen.

Das sollte Coach Lucien Favre bei Borussia Dortmund vor dem Revierderby gegen den FC Schalke 04 tun, damit der BVB-Sportwagen wieder rast. Buzz09-Redakteur Sven Fekkers schreibt vor dem Derby Klartext.