Heiß diskutierte Szene im Topspiel

"Es wird schwer für Nübel" - Handspiel von Bayerns Jerome Boateng regt BVB-Fans auf

Jerome Boateng war mit der Hand am Ball und doch gab es keinen Elfmeter für den BVB. Die Fans sind wütend und sehen für S04-Keeper Nübel schwarz.

  • Im Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München stand viel auf dem Spiel.
  • Besonders ein nicht gegebener Elfmeter für den BVB (alle Artikel unter RUHR24.de) wurde heiß diskutiert.
  • Die Fans der Schwarz-Gelben zeigten sich im Netz durchaus erbost.

Dortmund - Knapp ging das Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (der Live-Ticker zum Nachlesen) mit 0:1 an den Rekordmeister. Ein nicht gepfiffener Elfmeter für den BVB erhitzte gerade wegen des Ergebnisses die Gemüter der Fans. Das entlud sich im Netz.

Verein

Borussia Dortmund

Arena/Stadion

Signal Iduna Park

Trainer

Lucien Favre

Sponsor

Evonik Industries

Trainingsplatz

Trainingsgelände Hohenbuschei

Kapazität

81.365

BVB gegen den FC Bayern München: Knappe Niederlage im Duell auf Augenhöhe

Im Duell zwischen dem Tabellenersten und dem Tabellenzweiten hatten die Verfolger vom BVB das Nachsehen. Knapp ging die spannende Partie mit 0:1 an die Münchner, die im Dortmunder Signal Iduna Park zu Gast waren.

Doch eben weil es ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe war, war eine Szene für die Fans des BVB besonders bitter. Denn ein Pfiff blieb aus.

BVB gegen den FC Bayern München: Nicht gegebener Elfmeter erregt Fans

In der 58. Minute kam BVB-Wunderstürmer Erling Haaland (19), der wenig später angeschlagen vom Feld musste, im Strafraum der Münchner zum Abschluss. Der am Boden liegende Bayern-Abwehrspieler Jérôme Boateng (31) warf sich noch in den Schuss.

So angelegt wie in dieser Szene waren die Arme von Jérôme Boateng (r.) im Spiel gegen den BVB nicht immer.

Doch dabei bekam der Weltmeister von 2014 den Ball an den Ellenbogen. Handspiel? Ein Pfiff auf Elfmeter blieb aus. Proteste auf dem Feld hielten sich in Grenzen.

BVB verliert gegen Bayern München: Emre Can bekam Handspiel von Jerome Boateng nicht mit

Emre Can (26) gab später im Sky-Interview sogar zu, die Szene auf dem Platz gar nicht richtig mitbekommen zu haben. Nach Ansicht der TV-Bilder war der Neuzugang der Meinung, dass man zumindest über einen Elfmeter diskutieren könne.

In den sozialen Netzwerken fand eine Diskussion darüber schon während, aber auch noch lange nach der Begegnung statt. Ein paar der Reaktionen auf Twitter:

  • User @cs_fcbm schreibt: "Durch die Boateng-Szene merkt man wieder, dass manche nicht einfach über das Spiel sprechen, sondern nur gegen Bayern hetzen wollen. 'absichtliche Vergrößerung der Körperfläche' und 'klarer Elfmeter' haben mit der Szene so wenig zu tun wie der BVB mit der Meisterschaft."
  • User @FFligge spottet: "Dieser Boateng ist schon ein Riesentorwart. Überragend, wie er da den Arm noch an den Ball bekommt und den sicheren Ausgleich verhindert. Keine Frage: Es wird schwer für Nübel, Boateng als Nr. 1 zwischen den Pfosten des FC Bayern zu verdrängen."
  • Formel-1-Kommentator und BVB-Fan Heiko Wasser: "Ja, man hätte 11er geben können und im anderen Strafraum wäre das auch gepfiffen worden, aber es lag nicht an dieser einen Szene. Aufstellung, Einstellung, Emotionen, Agressivität. Das waren die Baustellen gestern."
  • @MarvFCB_10 ist der Meinung: "Wenn man das Handspiel von Boateng pfeift, dann pfeift man auch die Szene von Akanji gegen Lewandowski. Wenn nicht, dann nicht..."

Handspiel von Jerome Boateng? Ex-Schiedsrichter Babak Rafati hat eine klare Meinung

Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati (49) kann den Frust der Dortmunder Fans verstehen. Gegenüber Sportbuzzer sagt er: "Vom sogenannten Stützarm kann hier nicht die Rede sein, denn dann wäre der Arm nicht zuerst abgewinkelt zum Ball gegangen, bevor er zum Boden geht. Somit liegt ein absichtliches Handspiel vor."

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa